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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Prophet Jeremia

Capitel 30

DJS i\t das wort / das vom HERRN ge\chach zu Jeremia /
2 \o \pricht der HERR der Gott J\rael / Schreib dir alle wort in ein Buch (1) die ich zu dir rede.
3 Denn \ihe / es kompt die zeit / \pricht der HERR / das ich das Gefengnis meines volcks beide J\rael vnd Juda / wenden wil / \pricht der HERR / vnd wil \ie widerbringen in das Land / das ich jren Vetern gegeben habe / das \ie es be\itzen \ollen.
4 DJS \ind aber die wort / welche der HERR redet von J\rael vnd Juda /
5 Denn \o \pricht der HERR / Wir hören ein ge\chrey des \chreckens / es i\t eitel furcht da / vnd kein friede.
6 Aber for\chet doch vnd \ehet ob ein Mansbilde geberen müge? Wie gehets denn zu / das ich alle Menner \ehe / jre Hende auff jren Hüfften haben / wie Weiber in Kindsnöten / vnd alle Ange\icht \o bleich \ind?
7 Es i\t ja ein gro\\er tag / vnd \eines gleichen i\t nicht gewe\t / vnd i\t eine zeit der ang\t in Jacob / Noch \ol jm draus geholffen werden.
8 Es \ol aber ge\chehen zur der \elbigen zeit / \pricht der HERR Zebaoth / Das ich \ein Joch (2) von deinem Hal\e zubrechen wil / vnd deine Band zurei\\en / Das er darin nicht mehr den Frembden dienen mus /
9 \ondern dem HERRN jrem Gott / vnd jrem könige Dauid / welchen ich jnen erwecken wil.
10 Darumb fürcht du dich nicht / mein knecht Jacob / \pricht der HERR / vnd ent\etze dich nicht J\rael / Denn \ihe / Jch wil dir helffen aus fernen Landen / vnd deinem Samen aus dem Lande jrer Gefengnis / Das Jacob \ol widerkomen / in Friede leben vnd gnüge haben / vnd niemand \ol jn \chrecken.
11 Denn ich bin bey dir / \pricht der HERR / das ich dir helffe / Denn ich wils mit allen Heiden ein ende machen / dahin ich dich zer\trewet habe / Aber mit dir wil ichs nicht ein ende machen / Züchtigen aber wil ich dich / mit ma\\e / das du dich nicht vn\chüldig halte\t. Je\a. 44.
12 DEnn al\o \pricht der HERR / Dein Schade i\t verzweiuelt bö\e / vnd deine Wunden \ind vnheilbar.
13 Deine Sache handelt niemand / das er \ie verbünde / Es kan dich niemand heilen /
14 Alle deine Liebhaber / verge\\en dein / fragen nichts darnach. Jch hab dich ge\chlagen / wie ich einen Feind \chlüge / mit vnbarmhertziger \taupe / vmb deiner gro\\en Mi\\ethat / vnd vmb deiner \tarcken Sünde willen.
15 Was \chreie\tu vber deinen \chaden / vnd vber deinen verzweiuelt bö\en \chmertzen? Hab ich dir doch \olchs gethan / vmb deiner gro\\en mi\\ethat / vnd vmb deiner \tarcken \unde willen.
16 DARumb alle die dich gefre\\en haben / \ollen gefre\\en werden / vnd alle die dich geeng\tet haben / \ollen alle gefangen werden / vnd die dich beraubet haben / \ollen beraubet werden / vnd alle die dich geplündert haben / \ollen geplündert werden.
17 Aber dich wil ich wider ge\und machen / vnd deine Wunden heilen / \pricht der HERR / Darumb / das man dich nennet die Ver\to\\ene / vnd Zion \ey / nach der niemand frage.
18 SO \pricht der HERR / Sihe / Jch wil die Gefengnis der Hütten Jacob wenden / vnd mich vber \eine Wonung erbarmen / vnd die Stad \ol wider auff jre Hügel gebawet werden / vnd der Tempel \ol \tehen / nach \einer wei\e.
19 Vnd \ol von dannen heraus gehen / Lob vnd Freudenge\ang / denn ich wil \ie mehren vnd nicht mindern / Jch wil \ie herrlich machen / vnd nicht kleinern.
20 Jre Söne \ollen \ein / gleich wie vorhin / vnd jre Gemeine fur mir gedeien / Denn ich wil heim\uchen alle die \ie plagen.
21 Vnd jr Für\t \ol aus jnen herkomen / vnd jr Herr\cher von jnen ausgehen / Vnd er \ol zu Mir nahen / Denn wer i\t der / \o mit willigem Hertzen zu mir nahet? \pricht der HERR /
22 Vnd jr \ollet mein Volck \ein / vnd ich wil ewer Gott \ein.
23 SJhe / Es wird ein Wetter des HERRN mit grim komen / ein \chrecklich vngewitter wird den Gottlo\en auff den Kopff fallen.
24 Denn des HERRN grimmiger zorn wird nicht nachla\\en / bis er thu vnd ausrichte / was er im \inn hat / Zur letzten zeit (3) werdet jr \olchs erfaren.


(1) Die\e zwey Capitel weis\agen von Chri\to vnd dem newen Te\tament durch aus.
(2) Scilicet legis.