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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Prophet Jeremia

Capitel 27

JM anfang des Königreichs Joiakim des \ons Jo\ia / des königes Juda / ge\chach dis wort vom HERRN zu Jeremia / vnd \prach /
2 \o \pricht der HERR zu mir / Mache dir ein Joch / vnd heng es an deinen Hals.
3 Vnd \chicke es zum könig in Edom / zum könige in Moab / zum könige der kinder Ammon / zum könige zu Tyro / vnd zum könige zu Zidon / durch die Boten / \o zu Zedekia dem könige Juda / gen Jeru\alem komen \ind.
4 Vnd befilh jnen / das \ie jren Herren \agen / So \pricht der HERR Zebaoth / der Gott J\rael / \o \olt jr ewern Herrn \agen.
5 Jch hab die Erden gemacht / vnd Men\chen vnd Vieh / \o auff erden \ind / durch meine gro\\e Krafft vnd ausge\treckten Arm / vnd gebe \ie wem ich wil.
6 NV aber hab ich alle die\e Land gegeben in die hand meines Knechts / NebucadNezar des königes zu Babel / vnd hab jm auch die wilden Thier auff dem felde gegeben / das \ie jm dienen \ollen.
7 Vnd \ollen alle Völcker dienen / im vnd \einem Son / vnd \eines \ons Son / bis das die zeit \eines Landes auch kome / Denn es \ollen jm viel Völcker vnd gro\\e Könige dienen.
8 Welch Volck aber vnd Königreich dem Könige zu Babel / NebucadNezar / nicht dienen wil / vnd wer \einen Hals nicht wird vnter das Joch des Königes zu Babel geben / Solch Volck wil ich heim\uchen / mit Schwert / Hunger vnd Pe\tilentz / \pricht der HERR / bis das ich \ie durch \eine hand vmbbringe.
9 DARumb \o gehorchet nicht ewern Propheten / Weis\agern / Treumdeutern / Tagewelern vnd Zeuberern / die euch \agen / Jr werdet nicht dienen mü\\en / dem Könige zu Babel.
10 Denn \ie weis\agen euch fal\ch / Auff das \ie euch fern aus ewerm Lande bringen / vnd ich euch aus\to\\e / vnd jr vmbkomet.
11 Denn welch Volck \einen Hals ergibt vnter das Joch des Königes zu Babel / vnd dienet jm / das wil ich in \einem Lande la\\en / das es das\elbige bawe vnd bewone / \pricht der HERR. Jere. 14; Jere. 29.
12 VND ich redet \olchs alles zu Zedekia dem könige Juda / vnd \prach / Ergebt ewern Hals / vnter das Joch des Königes zu Babel / vnd dienet jm vnd \einem Volck / So \olt jr lebendig bleiben.
13 Warumb wolt jr \terben / du vnd dein Volck / durch Schwert / Hunger vnd Pe\tilentz? Wie denn der HERR geredt hat vber das Volck / \o dem Könige zu Babel nicht dienen wil.
14 Darumb gehorcht nicht den worten der Propheten / die euch \agen / Jr werdet nicht dienen mü\\en dem Könige zu Babel / Denn \ie weis\agen euch fal\ch.
15 Vnd ich habe \ie nicht ge\and \pricht der HERR / \ondern \ie weis\agen fal\ch in meinem Namen / Auff das ich euch aus\to\\e vnd jr vmbkomet / \ampt den Propheten die euch weis\agen. 4. Reg. 25.
16 VND zu den Prie\tern vnd zu alle die\em Volck redet ich / vnd \prach / \o \pricht der HERR / Gehorchet nicht den worten ewer Propheten / die euch weis\agen / vnd \prechen / Sihe / die Gefe\\e aus dem Hau\e des HERRN werden nu balde von Babel wider her komen / Denn \ie weis\agen euch fal\ch.
17 Gehorchet jnen nicht / \ondern dienet dem Könige zu Babel / \o werdet jr lebendig bleiben / Warumb \ol doch die\e Stad zur Wü\ten werden?
18 Sind \ie aber Propheten / vnd haben \ie des HERRN wort / \o la\\t \ie den HERRN Zebaoth erbitten (1) / das die vbrigen Gefe\\e im Hau\e des HERRN vnd im hau\e des Königes Juda / vnd zu Jeru\alem / nicht auch gen Babel gefüret werden.
19 DEnn al\o \pricht der HERR Zebaoth / von den Seulen vnd vom Meer / vnd von dem Ge\tüle / vnd von den Gefe\\en / die noch vberig \ind in die\er Stad /
20 welche NebucadNezar der könig zu Babel nicht wegnam / da er Jechanja den \on Joiakim den könig Juda von Jeru\alem wegfüret gen Babel / \ampt allen Für\ten in Juda vnd Jeru\alem.
21 Denn \o \pricht der HERR Zebaoth / der Gott J\rael / von den Gefe\\en die noch vberig \ind im Hau\e des HERRN / vnd im hau\e des königes Juda / vnd zu Jeru\alem /
22 Sie \ollen gen Babel gefurt werden / vnd da\elb\t bleiben / Bis auff den tag / das ich \ie heim\uche / \pricht der HERR / vnd ich \ie widerumb herauff an die\en Ort bringen la\\e.


(1) Merck / das / wer Gottes wort hat / der kan auch beten. Wer es nicht hat / der kan auch nicht beten. Sondern / wie \ein predigt fal\ch i\t / \o i\t auch \ein gebet nichts.

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