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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Prophet He\ekiel

Capitel 43

VND er füret mich wider zum Thor / gegen morgen /
2 Vnd \ihe / die Herrligkeit des Gottes J\rael / kam von morgen / vnd brau\et wie ein gros Wa\\er brau\et. Vnd es ward \eer liecht auff der Erden von \einer herrligkeit /
3 Vnd war eben wie das Ge\icht / das ich ge\ehen hatte am wa\\er Chebar / da ich kam / das die Stad \olt zur\töret werden. Da fiel ich nider auff mein ange\icht /
4 vnd die Herrligkeit des HERRN kam hin ein zum Hau\e durchs thor gegen morgen.
5 Da hub mich ein Wind auff / vnd bracht mich in den innern Vorhof / Vnd \ihe / die Herrligkeit des HERRN erfüllet das Haus.
6 VND ich höret Einen mit mir reden vom Hau\e her aus / vnd ein Man \tund neben mir /
7 der \prach zu mir / Du Men\chenkind / Das i\t der ort meins Throns / vnd die \tet meiner Fus\olen / darin ich ewiglich wil wonen / vnter den kindern J\rael. Vnd das haus J\rael \ol nicht mehr meinen heiligen Namen verunreinigen / weder \ie noch jre Könige / durch jre Hurerey / vnd durch die Leiche jrer Könige in jren Höhen /
8 welche jre \chwelle (1) an meine Schwellen / vnd jre Pfo\ten an meine Pfo\ten ge\etzt haben / das nur eine wand zwi\\chen mir vnd jnen war. Vnd haben al\o meinen heiligen Namen verunreiniget / durch jre Grewel / die \ie thaten / Darumb ich \ie auch in meinem zorn verzehret habe.
9 Nu aber \ollen \ie jre Hurerey / vnd die Leiche jrer Könige / fern von mir wegthun / Vnd ich wil ewiglich vnter jnen wonen.
10 VND du Men\chenkind / zeige dem haus J\rael den Tempel an / das \ie \ich \chemen jrer mi\\ethat / Vnd las \ie ein reinlich Mu\ter dauon nemen.
11 Vnd wenn \ie \ich nu alles jres thuns \chemen / \o zeige jnen die wei\e vnd mu\ter des Hau\es / vnd \einen ausgang vnd eingang / vnd alle \eine wei\e / vnd alle \eine Sitten / vnd alle \eine Wei\e / vnd alle \eine Ge\etze / vnd \chreibe es jnen fur / das \ie alle \eine wei\e vnd alle \eine \itten halten / vnd darnach thun.
12 DAS \ol aber das Ge\etze des Hau\es \ein / Auff der höhe des Berges / \o weit es vmbfangen hat / \ol es das Allerheilig\t \ein / Das i\t das ge\etz des Hau\es.
13 DJS i\t aber das mas des Altars / nach der ellen / welche einer handbreit lenger i\t / denn eine gemeine elle. Sein Fus i\t einer ellen hoch / vnd einer ellen breit / Vnd der Altar reicht hinauff bis an den rand / der i\t einer \pannen breit vmbher /
14 Vnd das i\t \eine höhe. Vnd von dem Fu\\e auff der erden / bis an den vntern Ab\atz / \ind zwo ellen hoch / vnd ein ellen breit. Aber von dem \elben kleinern Ab\atz / bis an den grö\\ern Ab\atz / \inds vier ellen hoch / vnd eine elle breit /
15 Vnd der Harel (2) vier ellen hoch / vnd vom Ariel vberwerds vier Hörner /
16 Der Ariel aber war zwelff ellen lang / vnd zwelff ellen breit ins geuierde.
17 Vnd der öber\t Ab\atz war vierzehen ellen lang / vnd vierzehen ellen breit ins geuierde / Vnd ein rand gieng allenthalben vmbher / einer halben ellen breit / vnd \ein fus war einer ellen hoch / vnd \eine \tuffen waren gegen morgen.
18 VND er \prach zu mir / Du Men\chenkind / \o \pricht der HErr HERR / Dis \ollen die \itten des Altars \ein / des tages da er gemacht i\t / das man Brandopffer drauff lege / vnd das Blut drauff \prenge.
19 Vnd den Prie\tern von Leui aus dem \amen Zadok / die da fur mich tretten / das \ie mir dienen / \pricht der HErr HERR / \oltu geben einen jungen Farren zum Sündopffer.
20 Vnd von des\elben Blut \oltu nemen / vnd \eine vier Hörner da mit be\prengen / vnd die vier ecken an dem öber\ten ab\atz / vnd vmb die lei\ten herumb / da mit \oltu jn ent\ündigen vnd ver\ünen.
21 Vnd \olt den Farren des Sündopffers nemen / vnd jn verbrennen / an einem ort im Hau\e / das dazu verordent i\t / au\\er dem Heiligthum.
22 ABer am andern tage / \oltu einen Zigenbock opffern. Vnd die Prie\ter \ollen Saltz drauff \trawen / Vnd \ollen \ie al\o opffern dem HERRN zum Farren ent\ündigt i\t.
23 Vnd wenn das ent\ündigen volendet i\t / \oltu einen jungen farren opffern / der on wandel \ey / vnd einen Widder von der Herd / on wandel /
24 vnd \olt \ie beide fur dem HERRN opffern. Vnd die Prie\ter \ollen Saltz drauff \trawen / Vnd \ollen \ie al\o opffern dem HERRN zum Brandopffer.
25 AL\o \oltu \ieben tage nach einander teglich einen Bock zum Sündopffer opffern / Vnd \ie \ollen einen jungen Farren vnd einen Widder von der Herd / die beide on wandel \ind / opffern /
26 Vnd \ollen al\o \ieben tage lang den Altar ver\ünen / vnd jn reinigen / vnd \eine hende füllen.
27 Vnd nach den \elben tagen \ollen die Prie\ter / am achten tag vnd hernach fur vnd fur / auff dem Altar opffern ewr Brandopffer vnd ewr Danckopffer / So wil ich euch gnedig \ein / \pricht der HErr HERR.


(1) Das i\t / die Könige haben Capellen auffgericht neben dem Tempel / darin jr Begrebnis war / vnd wurden dabey auch verbotene Gottesdien\t gehalten.
(2) Harel hei\\t Gottes berg / Ariel Gottes lewe / So nennet er das vber teil des Altars / darauff man opfferte. A\ara hei\\t er den vntern oder kleinern / vnd den grö\\ern Ab\atz am Altar / da man hat können \tehen / etliche auff dem vntern / etliche auff dem höhern. So hei\\t er den öbern Platz des Altars auch A\ara. A\ara hei\\t \on\t auff deud\ch hülffe / oder bey\tand / nach der Sprachen art. Den Fus des Altars nennet er ein Schos oder Bo\am.

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