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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Prophet He\ekiel

Capitel 18

VND des HERRN wort ge\chach zu mir / vnd \prach /
2 Was treibt jr vnter euch im lande J\rael dis Sprichwort / vnd \precht? Die Veter haben Heerlinge ge\\en / Aber den Kindern \ind die Zeene dauon \tumpff worden.
3 So war als ich lebe / \pricht der HErr HERR / \olch Sprichwort \ol nicht mehr vnter euch gehen in J\rael /
4 Denn \ihe / alle Seelen \ind mein / Des Vaters \eele i\t \o wol mein / als des Sons \eele / Welche Seele \ündigt / die \ol \terben. Jere. 31.
5 WEnn nu einer frum i\t / der recht vnd wol thut /
6 Der auff den Bergen nicht i\\et / Der \eine augen nicht auffhebt zu den Götzen des hau\es J\rael / Vnd \eines nehe\ten Weib nicht befleckt / Vnd ligt nicht bey der Frawen in jrer kranckheit /
7 Der niemand be\chediget / Der dem Schuldner \ein Pfand widergibt / Der niemand etwas mit gewalt nimpt / Der dem Hungerigen \ein Brot mitteilet / vnd den Nacketen kleidet /
8 Der nicht wuchert / Der niemand vber\etzt / Der \eine hand vom vnrechten keret / Der zwi\\chen den Leuten recht vrteilet /
9 Der nach meinen Rechten wandelt / vnd meine Gebot helt / das er ern\tlich darnach thue / Das i\t ein frumer Man / der \ol das Leben haben / \pricht der HErr HERR.
10 WEnn er aber einen Son zeuget / vnd der\elbige wird ein Mörder der Blut vergeu\\t / oder die\er \tück eins thut /
11 vnd der andern \tück keines nicht thut / Sondern i\\et auff den Bergen / vnd befleckt \eines Nehe\ten weib be\chedigt /
12 die Armen vnd Elenden / mit gewalt etwas nimpt / das Pfand nicht wider gibt / \eine augen zu den Götzen auffhebt / damit er einen Grewel begehet /
13 gibt auff wucher / vber\etzt / Solt der leben? Er \ol nicht leben / Sondern / weil er \olche Grewel alle gethan hat / \ol er des todes \terben / Sein blut \ol auff jm \ein.
14 WO er aber einen Son zeuget / der alle \olche \ünde \ihet / \o \ein Vater thut / vnd \ich fürchtet / vnd nicht al\o thut /
15 J\\et nicht auff den Bergen / hebt \eine augen nicht auff zu den Götzen des hau\es J\rael / befleckt nicht \eines Nehe\ten weib /
16 be\chediget niemand / behelt das Pfand nicht / nicht mit gewalt etwas nimpt / Teilet \ein brot mit dem Hungerigen / vnd kleidet den Nacketen /
17 der \eine hand vom vnrechten keret / keinen wucher noch vber\atz nimpt / Sondern meine Gebot helt / vnd nach meinen Rechten lebet / Der \ol nicht \terben vmb \eines Vaters mi\\ethat willen / \ondern leben.
18 Aber \ein Vater / der gewalt vnd vnrecht geübt / vnd vnter \einem Volck gethan hat / das nicht taug / Sihe / der \elbe \ol \terben / vmb \einer mi\\ethat willen.
19 SO \precht jr / Warumb \ol denn ein Son nicht tragen \eines Vaters mi\\ethat? Darumb / das er recht vnd wol gethan / vnd alle meine Rechte gehalten vnd gethan hat / \ol er leben /
20 Denn welche Seele \ündigt / die \ol \terben. Der Son \ol nicht tragen die mi\\ethat des Vaters / vnd der Vater \ol nicht tragen die mi\\ethat des Sons / Sondern des Gerechten gerechtigkeit \ol vber jm \ein / Vnd des Vngerechten vngerechtigkeit \ol vber jm \ein. Deut. 24; 4. Reg. 14; 2. Par. 25.
21 WO \ich aber der Gottlo\e bekeret von allen \einen Sünden / die er gethan hat / vnd helt alle meine Rechte / vnd thut recht vnd wol / So \ol er leben vnd nicht \terben.
22 Es \ol aller \einer Vbertrettung / \o er begangen hat / nicht gedacht werden / \ondern \ol leben vmb der gerechtigkeit willen / die er thut.
23 Meine\tu / das jch gefallen habe am Tode des Gottlo\en (\pricht der HErr HERR) vnd nicht viel mehr / das er \ich bekere von \einem we\en / vnd lebe?
24 VND wo \ich der Gerechte keret von \einer gerechtigkeit / vnd thut bö\es / vnd lebet nach allen Greweln / die ein Gottlo\er thut / \olt der leben? Ja aller \einer gerechtigkeit / die er gethan hat / \ol nicht gedacht werden / Sondern in \einer vbertrettung vnd \ünden / die er gethan hat / \ol er \terben /
25 Noch \precht jr / Der HERR handelt nicht recht. So höret nu jr vom hau\e J\rael / J\ts nicht al\o / das ich recht habe / vnd jr vnrecht habt?
26 Denn wenn der Gerecht \ich keret von \einer gerechtigkeit vnd thut bö\es / So mus er \terben / Er mus aber vmb \einer bosheit willen / die er gethan hat / \terben.
27 Widerumb / wenn \ich der Gottlo\e keret von \einer vngerechtigkeit / die er gethan hat / vnd thut nu recht vnd wol / der wird \eine Seele lebendig behalten.
28 Denn weil er \ihet / vnd bekeret \ich von alle \einer bosheit / die er gethan hat / So \ol er leben vnd nicht \terben.
29 NOch \prechen die vom hau\e J\rael / Der HERR handelt nicht recht. Solt ich vnrecht haben? Jr vom hau\e J\rael habt vnrecht.
30 Darumb wil ich euch richten / jr vom hau\e J\rael / einen jglichen nach \einem we\en / \pricht der HErr HERR. Darumb / \o bekeret euch von aller ewer vbertrettung / Auff das jr nicht fallen mü\\et / vmb der mi\\ethat willen.
31 Werfft von euch alle ewre vbertrettung / da mit jr vbertretten habt / vnd machet euch ein new hertz vnd newen Gei\t. Denn warumb wiltu al\o \terben / du haus J\rael?
32 DENN ich hab kein gefallen am Tod des \terbenden / \pricht der HErr HERR / Darumb bekeret euch / \o werdet jr leben.


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