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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Prophet He\ekiel

Capitel 20

VND es begab \ich im \iebenden jar / am zehenden tage des fünfften monden / kamen etliche aus den elte\ten J\rael / den HERRN zu fragen / vnd \atzten \ich fur mir nider.
2 Da ge\chach des HERRN wort zu mir / vnd \prach /
3 Du Men\chenkind / \age den elte\ten J\rael / vnd \prich zu jnen / \o \pricht der HErr HERR / Seid jr komen mich zu fragen? So war ich lebe / Jch wil von euch vngefragt \ein / \pricht der HErr HERR.
4 Aber wiltu \ie \traffen / du Men\chenkind / \o mag\tu \ie al\o \traffen / Zeige jnen an die Grewel jrer Veter /
5 vnd \prich zu jnen. So \pricht der HErr HERR / Zu der zeit / da ich J\rael erwelete / erhub ich meine Hand zu dem Samen des hau\es Jacob / vnd gab mich jnen zu erkennen in Egyptenlande / Ja ich erhub (1) meine Hand zu jnen / vnd \prach / Jch bin der HERR ewr Gott.
6 Jch erhub aber zur \elbigen zeit meine Hand / das ich \ie fürete aus Egyptenland / in ein Land / das ich jnen ver\ehen hatte / das mit Milch vnd Honig fleu\t / ein eddel Land fur allen Lendern.
7 Vnd \prach zu jnen / Ein jglicher werffe weg die Grewel fur \einen augen / vnd verunreiniget euch nicht an den Götzen Egypti / Denn ich bin der HERR ewer Gott.
8 SJE aber waren mir vngehor\am / vnd wolten mir nicht gehorchen / vnd warff jr keiner weg die Grewel fur \einen augen / vnd verlie\\en die Götzen Egypti nicht. Da dacht ich / meinen grim vber \ie auszu\chütten / vnd alle meinen zorn vber \ie gehen zula\\en / noch in Egyptenlande.
9 Aber ich lies es vmb meines Namens willen / das er nicht entheiliget würde fur den Heiden / vnter denen \ie waren / vnd fur denen ich mich jnen hatte zurkennen gegeben / das ich \ie aus Egyptenland füren wolte.
10 VND da ich \ie aus Egyptenland gefürt hatte / vnd in die Wü\ten gebracht /
11 Gab ich jnen meine Gebot / vnd leret \ie meine Rechte / Durch welche lebet der Men\ch / der \ie helt.
12 Jch gab jnen auch meine Sabbath / zum zeichen zwi\\chen mir vnd jnen / Damit \ie lerneten / das ich der HERR \ey / der \ie heiliget.
13 Aber das haus J\rael war mir vngehor\am / auch in der Wü\ten / vnd lebeten nicht nach meinen Geboten / vnd verachteten meine Rechte / Durch welche der Men\ch lebet / der \ie helt / vnd entheiligeten meinen Sabbath \eer. Da gedacht ich / meinen grim vber \ie auszu\chütten in der Wü\ten / vnd \ie gar vmb zubringen /
14 Aber ich lies es vmb meines Namen willen / auff das er nicht entheiliget würde fur den Heiden / fur welchen ich \ie hatte ausgefüret.
15 VND hub auch meine Hand auff wider \ie in der Wü\ten / das ich \ie nicht wolt bringen in das Land / \o ich jnen gegeben hatte / das mit Milch vnd Honig fleu\\t / ein eddel Land fur allen Lendern /
16 Darumb / das \ie meine Rechte verachtet / vnd nach meinen Geboten nicht gelebt / vnd meine Sabbath entheiliget hatten / Denn \ie wandelten nach den Götzen jres hertzen.
17 Aber mein Auge ver\chonet jr / das ich \ie nicht verderbete / noch gar vmbbrecht in der Wü\ten.
18 VND ich \prach zu jren Kindern in der wü\ten / Jr \olt nach ewer Veter Geboten nicht leben / vnd jre Rechte nicht halten / vnd an jren Götzen euch nicht verunreinigen.
19 Denn ich bin der HERR ewr Gott / Nach meinen Geboten \olt jr leben / vnd meine Rechte \olt jr halten / vnd darnach thun /
20 vnd meine Sabbath \olt jr heiligen / das \ie \eien ein Zeichen zwi\\chen mir vnd euch damit jr wi\\et / das ich der HERR ewer Gott bin.
21 Aber die Kinder waren mir auch vngehor\am / lebeten nach meinen Geboten nicht / hielten auch meine Rechte nicht / das \ie darnach theten / Durch welche der Men\ch lebet / der \ie helt / vnd entheiligeten meine Sabbath. Da gedacht ich meinen grim vber \ie aus zu\chütten / vnd allen meinen zorn vber \ie gehen zu la\\en in der Wü\ten.
22 Jch wendet aber meine Hand vnd lies es vmb meines Namen willen / Auff das er nicht entheiliget würde fur den Heiden / fur welchen ich \ie hatte ausgefüret.
23 Jch hub auch meine Hand auff wider \ie in der Wü\ten / das ich \ie zu\trewete vnter die Heiden / vnd zu\teubete in die Lender /
24 darumb / Das \ie meine Gebote nicht gehalten / vnd meine Rechte veracht / vnd meine Sabbath entheiliget hatten / vnd nach den Götzen jrer Veter \ahen.
25 Darumb vbergab ich \ie in die Lere \o nicht gut (2) i\t / vnd in Rechte / darin \ie kein Leben kundten haben /
26 Vnd verwarff \ie mit jrem Opffer / da \ie alle Er\tegeburt durchs fewr verbranten / da mit ich \ie ver\törete / vnd \ie lernen mu\ten / das ich der HERR \ey.
27 DArumb rede du Men\chen kind / mit dem hau\e J\rael / vnd \prich zu jnen / \o \pricht der HErr HERR / Ewer Veter haben mich noch weiter gele\tert vnd getrotzt /
28 Denn da ich \ie in das Land gebracht hatte / vber welchs ich meine Hand auffgehaben hatte / das ichs jnen gebe / Wo \ie einen hohen Hügel oder dicken Bawm er\ahen / da \elbs opfferten \ie jre Opffer / vnd brachten da hin jre feind\elige Gaben / vnd reucherten da \elbs jren \ü\\en Geruch / vnd go\\en da\elbs jre Tranckopffer.
29 Jch aber \prach zu jnen / Was \ol doch die Höhe / da hin jr gehet? Vnd al\o hei\\t \ie bis auff die\en tag / die Höhe.
30 DArumb \prich zum hau\e J\rael / \o \pricht der HErr HERR / Jr verunreiniget euch in dem we\en ewer Veter / vnd treibet Hurerey mit jren Greweln /
31 vnd verunreiniget euch an ewrn Götzen / welchen jr ewr Gaben opffert / vnd ewr Söne vnd Töchter durchs fewr verbrennet bis auff den heutigen tag / Vnd ich \olte mich euch vom hau\e J\rael fragen la\\en? So war ich lebe / \pricht der HErr HERR / Jch wil von euch vngefragt \ein.
32 Da zu das jr gedenckt / wir wollen thun / wie die Heiden / vnd wie ander Leute in lendern / Holtz vnd Stein anbeten / das \ol euch feilen.
33 SO war ich lebe / \pricht der HErr HERR / Jch wil vber euch her\chen mit \tarcker Hand vnd ausge\trecktem Arm / vnd mit ausge\chüttem Grim.
34 Vnd wil euch aus den Völckern füren / vnd aus den Lendern da hin jr ver\trewet \eid / \amlen / mit \tarcker Hand / mit ausge\trecktem Arm vnd mit ausge\chüttem Grim.
35 Vnd wil euch bringen in die Wü\ten der Völcker (3) / vnd da\elb\t mit euch rechten / von ange\icht zu ange\icht.
36 Wie ich mit ewren Vetern in der wü\ten bey Egypten gerechtet habe / Eben \o wil ich auch mit euch rechten / \pricht der HErr HERR.
37 Jch wil euch wol vnter die Ruten bringen / vnd euch in die hand des Bundes zwingen.
38 Vnd wil die Abtrünnigen / vnd \o wider mich vbertretten / vnter euch ausfegen / Ja aus dem Lande da jr jtzt wonet / wil ich \ie füren / vnd ins land J\rael nicht komen la\\en / Das jr lernen \olt / Jch \ey der HERR.
39 DARumb jr vom hau\e J\rael / \o \pricht der HErr HERR / Weil jr denn mir ja nicht wolt gehorchen / So faret hin / vnd diene ein jglicher \einem Götzen / Aber meinen heiligen Namen la\\t hinfurt vnge\chendet mit ewrn Opffern vnd Götzen.
40 Denn \o \pricht der HErr HERR / Auff meinem heiligen Berge / auff dem hohen berge J\rael / da\elb\t wird mir das gantze haus J\rael / vnd alle die im Lande \ind dienen / Da\elbs werden \ie mir angeneme \ein / vnd da\elbs wil ich ewr Hebopffer vnd Er\tlinge ewr Opffer foddern / mit allem das jr mir heiliget.
41 Jr werdet mir angeneme \ein / mit dem \ü\\en Geruch / wenn ich euch aus den Völckern bringen / vnd aus den Lendern \amlen werde / dahin jr ver\trewet \eid / vnd werde in euch geheiliget werden fur den Heiden.
42 VND jr werdet erfaren / das ich der HERR bin / wenn ich euch ins land J\rael gebracht habe / Jn das Land / darüber ich meine Hand auffhub / das ichs ewrn Vetern gebe.
43 Da\elb\t werdet jr gedencken / an ewr we\en / vnd an alle ewr thun / darinnen jr verunreiniget \eid / vnd werdet mi\fallen haben vber alle ewer bosheit / die jr gethan habt.
44 Vnd werdet erfaren / das ich der HERR bin / wenn ich mit euch thu / vmb meines Namen willen / vnd nicht nach ewrem bö\en we\en vnd \chedlichem thun / du haus J\rael / \pricht der HErr HERR.
45 VND des HERRN wort ge\chach zu mir / vnd \prach /
46 Du Men\chenkind / Richte dein ange\ichte gegen dem Sudwind zu / vnd treuffe gegen dem Mittage / vnd weis\age wider den Wald im felde gegen mittage.
47 Vnd \prich zum walde gegen mittage (4) / Höre des HERRN wort / \o \pricht der HErr HERR / Sihe / Jch wil in dir ein Fewr anzünden / das \ol beide grüne vnd dürre Bewme verzehren / das man \eine Flamme nicht wird le\\chen können / Sondern es \ol verbrennet werden alles / was vom Mittage gegen Mitternacht \tehet.
48 Vnd alles Flei\ch \ol \ehen / das ichs der HERR angezündet habe / vnd niemand le\\chen müge.
49 49Vnd ich \prach / Ah HErr HERR / Sie \agen von mir / Die\er redet eitel verdeckte wort.


(1) Das i\t / Jch bewei\et mich redlich bey jnen.
(2) Die rechte lere Gottes i\t friede / freude vnd leben im heiligen Gei\t. Men\chenlere i\t eitel vnfriede / hertzleid vnd der Tod / Denn \ie le\\t dem Gewi\\en kein ruge noch friede / Wiewol \ie gros ding thun / Als viel opffern / auch die lieb\ten Kinder verbrennen / wie er \agt im Text etc.