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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Das er\te Buch Samuel

Capitel 25

VND Samuel \tarb / vnd das gantze J\rael ver\amlet \ich / trugen leide vmb jn / vnd begruben jn in \einem hau\e zu Rama. Jnfr. 28. DAuid aber machte \ich auff / vnd zoch hin ab in die wü\ten Paran.
2 Vnd es war ein man zu Maon / vnd \ein we\en zu Carmel / vnd der Man war fa\t gros vermügens / vnd hatte drey tau\ent Schafe vnd tau\ent Zigen / Vnd begab \ich eben das er \eine Schaf be\chur zu Carmel /
3 Vnd er hies Nabal / Sein weib aber hies Abigail / vnd war ein Weib guter vernunfft / vnd \chön von ange\icht / Der Man aber war hart vnd boshafftig in \einem thun / vnd war einer von Caleb.
4 DA nu Dauid in der wü\ten höret / das Nabel \eine \chafe be\chur /
5 \andte er aus zehen Jüngling / vnd \prach zu jnen / Gehet hin auff gen Carmel / vnd wenn jr zu Nabal kompt / \o grü\\et jn von meinet wegen freundlich /
6 Vnd \precht / Glück zu / Fried \ey mit dir vnd deinem Hau\e / vnd mit allem das du ha\t.
7 Jch hab gehöret / das du Schaf\cherer ha\t / Nu / deine Hirten die du ha\t / \ind mit vns gewe\en / Wir haben \ie nicht verhönet / vnd hat jnen nichts gefeilet an der zal / \o lange \ie zu Carmel gewe\en \ind /
8 Frage deine Jünglinge darumb / die werdens dir \agen / Vnd las die Jünglinge gnad finden fur deinen augen / Denn wir \ind auff einen guten tag komen / Gib deinen Knechten vnd deinem \on Dauid / was deine hand findet.
9 VND da die Jüngling Dauid hin kamen / vnd von Dauids wegen alle die\e wort mit Nabal geredt hatten / höreten \ie auff.
10 Aber Nabal antwortet den knechten Dauids / vnd \prach / Wer i\t der Dauid? vnd wer i\t der \on J\ai? Es werden jtzt der Knechte viel / die \ich von jren Herrn rei\\en.
11 Solt ich mein brot / wa\\er vnd flei\ch nemen / das ich fur meine Scherer ge\chlachtet habe / vnd den Leuten geben / die ich nicht kenne / wo \ie her \ind?
12 DA kereten \ich die Jünglinge Dauids wider auff jren weg / Vnd da \ie wider zu jm kamen / \agten \ie jm \olchs alles.
13 Da \prach Dauid zu \einen Mennern / Gürte ein jglicher \ein \chwert vmb \ich. Vnd ein jglicher gürtet \ein \chwert vmb \ich / vnd Dauid gürtet \ein \chwert auch vmb \ich / vnd zogen jm nach hinauff bey vier hundert Man / Aber zwey hundert blieben bey dem gerete.
14 Aber der abigail / nabals weib / \aget an der Jünglinge einer / vnd \prach / Sihe / Dauid hat Boten ge\and aus der wü\ten vn\ern Herrn zu \egenen / Er aber \chnaubet \ie an.
15 Vnd \ie \ind vns doch \eer nütze Leute gewe\en / vnd haben vns nicht verhönet / vnd hat vns nichts gefeilet an der zal \o lange wir bey jnen gewandelt haben / wenn wir auff dem felde waren /
16 Sondern \ind vn\er mauren gewe\en tag vnd nacht / \o lange wir der Schafe bey jnen gehütet haben.
17 So mercke nu vnd \ihe / was du thu\t / Denn es i\t gewis ein Vnglück fur handen vber vn\ern Herrn / vnd vber \ein gantzes haus / Vnd er i\t ein heilo\er Man / dem niemand etwas \agen thar.
18 DA eilet Abigail / vnd nam zwey hundert Brot / vnd zwey Legel weins / vnd fünff gekochte Schafe / vnd fünff Scheffel melh / vnd hundert \tück Ro\in / vnd zwey hundert \tück Feigen / vnd luds auff E\el.
19 Vnd \prach zu jren Jünglingen / Gehet vor mir hin / Sihe ich wil komen hernach / Vnd \ie \agt jrem man Nabal nichts dauon.
20 Vnd als \ie auff dem E\el reit / vnd hinab zoch im tunckel des berges / Sihe / da begegenet jr Dauid vnd \eine Menner hinab / das \ie auff \ie \ties.
21 Dauid aber hatte geredt / Wolan / ich hab vmb \on\t behütet alles das die\er hat in der Wü\ten / das nichts gefeilet hat an allem was er hat / vnd er bezalt mir guts mit bö\em.
22 Gott thu dis vnd noch mehr den Feinden Dauid / wo ich die\em bis liecht morgen / vberla\\e einen der an die wand pi\\et / aus allem das er hat.
23 DA nu Abigail Dauid \ahe / Steig \ie eilend vom E\el / vnd fiel fur Dauid auff jr andlitz / vnd bettet an zur erden /
24 vnd fiel zu \einen fü\\en / vnd \prach / Ah mein Herr / mein \ey die\e mi\\ethat / vnd las deine Magd reden fur deinen ohren / vnd höre die wort deiner magd.
25 Mein Herr \etze nicht \ein hertz wider die\en Nabal den heilo\en Man / Denn er i\t ein Narr / wie \ein name hei\\t / vnd narrheit i\t bey jm / Jch aber deine Magd / habe die Jünglinge meines Herrn nicht ge\ehen / die du ge\and ha\t.
26 NV aber mein Herr / So war der HERR lebt / vnd \o war deine \eele lebt / Der HERR hat dich verhindert / das du nicht keme\t widers Blut / vnd hat dir deine hand erlö\et / So mü\\en nu werden wie Nabal deine Feinde / vnd die meinem Herrn vbel wöllen.
27 Hie i\t der Segen / den deine Magd / meinem Herrn her gebracht hat / Den gib den Jünglingen die vnter meinem Herrn wandeln.
28 Vergib deiner Magd die vbertrettung / Denn der HERR wird meinem Herrn ein be\tendig Haus machen / Denn du füre\t des HERRN kriege / vnd las kein bö\es an dir gefunden werden / dein leben lang.
29 VND wenn \ich ein Men\ch erheben wird dich zu verfolgen / vnd nach deiner \eelen \tehet / So wird die \eele meins Herrn eingebunden \ein im bündlin der Lebendigen / bey dem HERRN deinem Gott / Aber die \eele deiner Feinde wird ge\chleudert werden mit der \chleuder.
30 Wenn denn der HERR alle das Gut meinem Herrn thun wird / das er dir geredt hat / vnd gebieten / das du ein Hertzog \eie\t vber J\rael /
31 So wirds dem hertzen meins Herrn nicht ein \tos noch ergernis \ein / das du nicht blut vergo\\en ha\t on vr\ach / vnd dir \elber geholffen / So wird der HERR meinem Herrn wolthun / vnd wir\t an deine Magd gedencken.
32 DA \prach Dauid zu Abigail / Gelobt \ey der HERR der Gott J\rael / der dich heuts tages hat mir entgegen ge\and.
33 Vnd ge\egenet \ey dein Rede / vnd ge\egenet \eie\tu / das du mir heute erweret ha\t / das ich nicht wider Blut komen bin / vnd mich mit eigener hand erlö\et habe.
34 Warlich / \o war der HERR der Gott J\rael lebt / der mich verhindert hat / das ich nicht vbel an dir thet / Were\tu nicht eilend mir begegenet / So were dem Nabal nicht vberblieben auff die\en liechten morgen / einer der an die wand pi\\et.
35 Al\o nam Dauid von jrer hand / was \ie jm gebracht hatte / vnd \prach zu jr / Zeuch mit frieden hin auff in dein haus / Sihe / ich habe deiner \timme gehorchet / vnd deine Per\on ange\ehen.
36 DA aber Abigail zu Nabal kam / \ihe / Da hatte er ein Mal zugericht / in \einem hau\e / wie eines Königs mal / vnd \ein hertz war guter dinge bey jm \elbs (1) / denn er war \eer truncken. Sie aber \agt jm nichts / weder klein noch gros / bis an den liechten morgen.
37 Da es aber morgen ward / vnd der wein von Nabal komen war / \agt jm \ein Weib \olchs / Da er\tarb \ein Hertz in \einem Leibe / das er ward wie ein \tein.
38 Vnd vber zehen tage \chlug jn der HERR das er \tarb.
39 Da das Dauid höret / das Nabal tod war / \prach er / Gelobt \ey der HERR der meine \chmach gerochen hat an dem Nabal / vnd \einen Knecht enthalten hat fur dem vbel / Vnd der HERR hat dem Nabal das vbel auff \einen Kopff vergolten. VND Dauid \andte hin / vnd lies mit Abigail reden / das er \ie zum Weibe neme.
40 Vnd da die knecht Dauid zu Abigail kamen gen Carmel / redten \ie mit jr / vnd \prachen / Dauid hat vns zu dir ge\and / das er dich zum weibe neme.
41 Sie \tund auff vnd bettet an auff jr ange\icht zur erden / vnd \prach / Sihe / Hie i\t deine Magd / das \ie diene den Knechten meines Herrn / vnd jre fü\\e wa\\che.
42 Vnd Abigail eilet vnd macht \ich auff / vnd reit auffm E\el / vnd fünff Dirnen die vnter jr waren / vnd zoch den boten Dauid nach / vnd ward \ein Weib.
43 AVch nam Dauid Ahinoam von Je\reel / vnd waren beide \eine weiber.
44 Saul aber gab Michal \eine tochter / Dauids weib / Phalti / dem \on Lais von Gallim.


(1) Neminem inuitauit / nec Pauperes curauit.

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