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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Das er\te Buch Samuel

Capitel 24

Vnd Dauid zoch hinauff von dannen / vnd bleib in der Burg zu EnGedi.
2 DA nu Saul wider kam von den Phili\tern / ward jm ge\agt / Sihe / Dauid i\t in der wü\ten EnGedi.
3 Vnd Saul nam drey tau\ent junger Man\chafft aus gantz J\rael / vnd zoch hin / Dauid \ampt \einen Mennern zu \uchen / auff den fel\en der Gem\en.
4 Vnd da er kam zu den Schafshürten am wege / war da\elbs eine Höle / vnd Saul gieng hinein \eine Fü\\e zu decken (1) / Dauid aber vnd \eine Menner \a\\en hinden in der Höle.
5 DA \prachen die Menner Dauid zu jm / Sihe / das i\t der tag / dauon der HERR dir ge\agt hat / Sihe / Jch wil deinen Feind in deine hende geben / das du mit jm thu\t was dir gefellet. Vnd Dauid \tund auff / vnd \chneit lei\e einen zipffel vom Rock Saul.
6 Aber da er den zipffel Saul hatte abge\chnitten / \chlug er in \ich /
7 vnd \prach zu \einen mennern / Das la\\e der HERR ferne von mir \ein / das ich das thun \olte / vnd meine hand legen an meinen Herrn den ge\albten des HERRN / Denn er i\t der ge\albte des HERRN /
8 Vnd Dauid wei\et \eine Menner von \ich mit worten / vnd lies \ie nicht \ich wider Saul aufflehnen. DA aber Saul \ich auffmacht aus der Höle / vnd gieng auff dem wege /
9 macht \ich darnach Dauid auch auff / vnd gieng aus der Höle / vnd rieff Saul hinden nach / vnd \prach / Mein Herr könig. Saul \ahe hinder \ich / Vnd Dauid neigt \ein andlitz zur erden vnd bettet an /
10 vnd \prach zu Saul / Warumb gehorche\tu Men\chen wort / die da \agen / Dauid \ucht dein vnglück?
11 Sihe heuts tags \ehen deine augen / das dich der HERR heute hat in meine hand gegeben in der Höle / Vnd es ward ge\agt / das ich dich \olt erwürgen / Aber es ward dein ver\chonet / Denn ich \prach / Jch wil meine hand nicht an meinen Herrn legen / Denn er i\t der ge\albte des HERRN.
12 MEin Vater / \ihe doch den Zipffel von deinem Rocke in meiner hand / das ich dich nicht erwürgen wolt / da ich den zipffel von deinem Rocke \chneit / Erkenne vnd \ihe / das nichts bö\es in meiner hand i\t / noch kein vbertrettung. Jch hab auch an dir nicht ge\ündigt / vnd du jage\t meine Seele / das du \ie wegneme\t.
13 Der HERR wird Richter \ein zwi\\chen mir vnd dir / vnd mich an dir rechen / Aber meine hand \ol nicht vber dir \ein.
14 Wie man \agt nach dem alten Sprichwort / Von Gottlo\en kompt vntugent / Aber meine hand \ol nicht vber dir \ein.
15 Wem zeuch\tu nach König von J\rael? Wem jag\tu nach? Einem todten Hund / einem einigen Floch?
16 Der HERR \ey Richter vnd richte zwi\\chen mir vnd dir / vnd \ehe drein / vnd füre meine \ache aus / vnd rette mich von deiner hand.
17 ALs nu Dauid \olche wort zu Saul hatte ausgeredt / \prach Saul / J\t das nicht deine \tim / mein \on Dauid? Vnd Saul hub auff \eine \tim vnd weinet /
18 vnd \prach zu Dauid / Du bi\t gerechter denn ich / Du ha\t mir guts bewei\et / Jch aber habe dir bö\es bewei\et.
19 Vnd du ha\t mir heute angezeiget / wie du gutes an mir gethan ha\t / das mich der HERR hatte in deine hende be\chlo\\en / vnd du mich doch nicht erwürget ha\t.
20 Wie \olt jemand \einen Feind finden / vnd jn la\\en einen guten weg gehen? Der HERR vergelte dir guts fur die\en tag / das du an mir gethan ha\t.
21 Nu \ihe / ich weis / das du König werden wir\t / vnd das Königreich J\rael \tehet in deiner hand.
22 So \chwere nu mir bey dem HERRRN / das du nicht ausrotte\t meinen Samen nach mir / vnd meinen namen nicht austilge\t von meines Vaters hau\e.
23 Vnd Dauid \chwur Saul. Da zoch Saul heim / Dauid aber mit \einen Mennern machten \ich hinauff auff die Burg. Jnfr. 26.


(1) So züchtig i\t die heilige Schrifft / das \ie fü\\e decken hei\\t / auff das heimlich Gemach gehen.

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