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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Das er\te Buch Samuel

Capitel 21

DAuid aber kam gen Nobe zum Prie\ter Ahimelech / Vnd Ahimelech ent\atzt \ich / da er Dauid entgegen gieng / vnd \prach zu jm / Warumb komp\tu allein / vnd i\t kein Man mit dir?

2 Dauid \prach zu Ahimelech dem Prie\ter / Der König hat mir eine Sache befolhen vnd \prach zu mir / Las niemand wi\\en / warumb ich dich ge\and habe / vnd was ich dir befolhen habe / Denn ich hab auch meinen Knaben etwa hie oder da her be\cheiden.
3 Ha\tu nu was vnter deiner hand / ein Brot oder fünffe / die gib mir in meine hand / oder
4 DEr Prie\ter antwortet Dauid / vnd \prach / Jch hab kein gemein Brot vnter meiner hand / \ondern heilig Brot / Wenn \ich nur die Knaben von Weibern enthalten hetten.
5 Dauid antwortet dem Prie\ter / vnd \prach zu jm / Es \ind die Weiber drey tage vns ver\perret gewe\en / da ich auszoch / vnd der Knaben zeug (1) war heilig / J\t aber die\er weg vnheilig / \o wird er heute geheiliget werden an dem zeuge.
6 Da gab jm der Prie\ter des Heiligen / weil kein ander Brot da war / denn die \chawbrot / die man fur dem HERRN auffhub / das man ander fri\ch Brot auff legen \olt des tages da er die weggenomen hatte. Mat. 12.; Luc. 6.
7 ES war aber des tages ein Man drinnen ver\perret fur dem HERRN / aus den knechten Saul / mit namen Doeg ein Edomiter / der mechtige\t vnter den Hirten Sauls.
8 Vnd Dauid \prach zu Ahimelech / J\t nicht hie vnter deiner hand ein \pies oder \chwert? Jch hab mein \chwert vnd waffen nicht mit mir genomen / Denn die \ache des Königs war eilend.
9 Der Prie\ter \prach / Das \chwert des Phili\ters Goliath / den du \chluge\t im Eichgrunde / das i\t hie / gewickelt in einem Mantel hinder dem Leibrock / Wiltu das \elbige / \o nims hin / denn es i\t hie kein anders denn das. Dauid \prach / Es i\t \eins gleichen nicht / Gib mirs. P\al. 52.
10 VND Dauid macht \ich auff / vnd floh fur Saul / vnd kam zu Achis dem könige zu Gath.
11 Aber die knechte Achis \prachen zu jm / Das i\t der Dauid des lands König / von dem \ie \ungen am Reigen / vnd \prachen Saul \chlug tau\ent / Dauid aber zehen tau\ent.
12 Vnd Dauid nam die rede zu hertzen / vnd furcht \ich \eer fur Achis dem könige zu Gath.
13 Vnd ver\tellet / \ein geberde fur jnen / vnd kollert vnter jren henden / vnd \ties \ich an die thür am thor / vnd \ein geiffer flos jm in den bart.
14 Da \prach Achis zu \einen knechten / Sihe / jr \ehet das der Man vn\innig i\t / Warumb habt jr jn zu mir bracht
15 Hab ich der vn\innigen zu wenig / das jr die\en her brechtet / das er neben mir ra\ete? Solt der in mein haus komen. P\al. 56.; P\al. 34.


(1) Jn der Schrifft hei\\t ein jglicher Leib ein Zeug / Wie auch Act. 9. Chri\tus von S. Paulus \aget / Er i\t mein au\\erwelter Zeug etc. Darumb das Gott damit wircket / wie ein Handwercksman mit \einem zeuge. Wil nu hie Dauid \agen / Wenn die Per\on heilig i\t / \o i\ts alles heilig was man i\\et / trincket / thut oder le\\t / Wie S. Paulus Tit. j. \pricht / Den Reinen i\t alles rein.

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