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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Apo\teln Ge\chichte

Capitel 13

ES waren aber zu Antiochia in der Gemeine Propheten vnd Lerer / nemlich / Barnabas / vnd Simon genant Niger / vnd Lucius von Cyrenen / vnd Manahen mit Herodes dem Vierfür\ten erzogen / vnd Saulus.
2 Da \ie aber dem HErrn dieneten vnd fa\teten / \prach der heilige Gei\t / Sondert mir aus Barnabam vnd Saulum / zu dem werck / da zu ich \ie beruffen habe.
3 Da fa\teten \ie vnd beteten / vnd legeten die Hende auff \ie / vnd lie\\en \ie gehen.
4 Vnd wie \ie ausge\and waren vom heiligen Gei\t / kamen \ie gen Seleucia / vnd von dannen \chifften \ie gen Cypern.
5 Vnd da \ie in die \tad Salamin kamen / verkündigeten \ie das wort Gottes in der Jüden \chulen. Sie hatten aber auch Johannem zum Diener.
6 VND da \ie die Jn\eln durchzogen bis zu der \tad Paphos / funden \ie einen Zeuberer vnd fal\chen Propheten / einen Jüden / der hies BarJehu (1) /
7 der war Sergio Paulo dem Landuogt / einem ver\tendigen Man / Der\elbige rieff zu \ich Barnabam vnd Saulum / vnd begerte das wort Gottes zu hören.
8 Da \tund jnen wider der Zeuberer Elimas (2) (Denn al\o wird \ein name gedeutet) vnd trachtet / das er den Landuogt vom glauben wendet.
9 SAulus aber / der auch Paulus hei\\et / vol heiliges Gei\tes / \ahe jn an /
10 vnd \prach / O du Kind des Teufels / vol aller li\t vnd aller \chalckheit / vnd Feind aller gerechtigkeit / Du höre\t nicht auff abzuwenden die rechten wege des HErrn.
11 Vnd nu \ihe / die Hand des HErrn kompt vber dich / vnd \olt blind \ein / vnd die Sonne ein zeit lang nicht \ehen. Vnd von \tund an fiel auff jn tunckelheit vnd fin\ternis / vnd gieng vmbher vnd \uchte Handleiter.
12 Als der Landuogt (3) das Ge\chichte \ahe / gleubet er / vnd verwunderte \ich der lere des HErrn.
13 DA aber Paulus vnd die vmb jn waren von Papho \chifften / kamen \ie gen Pergen im lande Pamphylia. Johannes aber weich von inen vnd zoch wider gen Jeru\alem.
14 Sie aber zogen durch von Pergen / vnd kamen gen Antiochian / im lande Pi\idia / vnd giengen in die Schule am Sabbather tage / vnd \atzten \ich.
15 Nach der Lection aber des Ge\etzes vnd der Propheten / \andten die Ober\ten der Schule zu jnen / vnd lie\\en jnen \agen / Lieben Brüder / wolt jr etwas reden vnd das Volck ermanen / \o \aget an.
16 DA \tund Paulus auff / vnd wincket mit der hand / vnd \prach / Jr Menner von J\rael / vnd die jr Gott fürchtet / höret zu.
17 Der Gott die\es Volcks hat erwelet vn\er Veter / vnd erhöhet das Volck / da \ie Frembdlinge waren im lande Egypti / vnd mit einem hohen Arm füret er \ie aus dem \elbigen /
18 vnd bey vierzig jaren lang duldet er jre wei\e in der wü\ten.
19 Vnd vertilget \ieben Völcker in dem lande Canaan / vnd teilet vnter \ie nach dem Los jener Lande.
20 Darnach gab er jnen Richter bey drey hundert (4) vnd fünffzig jar lang / bis auff den Propheten Samuel.
21 Vnd von da an baten \ie vmb einen König / Vnd Gott gab jnen Saul / den \on Kis / einen Man aus dem ge\chlechte BenJamin vierzig jar lang. Exod. 13; Jo\u. 13; 1. Reg. 8.
22 VND da er den\elbigen wegthet / Richtet er auff vber \ie Dauid zum Könige / von welchem er zeugete / Jch hab funden Dauid den \on Je\\e / einen Man nach meinem hertzen / der \ol thun allen meinen willen.
23 Aus die\es Samen hat Gott / wie er verhei\\en hat / gezeugt Jhe\um dem volck J\rael zum Heiland.
24 Als denn Johannes zuuor dem volck J\rael prediget die tauffe der Bu\\e / ehe denn er anfieng.
25 Als aber Johannes \einen Lauff erfüllet / \prach er / Jch bin nicht der / da fur jr mich haltet / Aber \ihe / Er komet nach mir / Des ich nicht werd bin / das ich jm die \chuhe \einer Fü\\e aufflöse. 1. Reg. 16; Matt. 3; Mar. 1; Joh. 1.
26 JR Menner / lieben Brüder / jr kinder des ge\chlechtes Abraham / vnd die vnter euch Gott fürchten / Euch i\t das wort die\es Heils ge\and.
27 Denn die zu Jeru\alem wonen vnd jre Ober\ten / die weil \ie Die\en nicht kenneten (5) / noch die \timme der Propheten (welche auff alle Sabbather gele\en werden) haben \ie die\elben mit jrem vrteilen erfüllet.
28 Vnd wiewol \ie keine Vr\ache des todes an jm funden / baten \ie doch Pilatum jn zu tödten.
29 Vnd als \ie alles volendet hatten / was von jm ge\chrieben i\t / namen \ie jn von dem Holtz / vnd legten jn in ein Grab.
30 Aber Gott hat jn aufferweckt von den Todten /
31 vnd er i\t er\chienen viel tage / denen / die mit jm hin auff von Galilea gen Jeru\alem gegangen waren / welche \ind \eine Zeugen an das Volck.
32 VND wir auch verkündigen euch die Verhei\\unge / die zu vn\ern Vetern ge\chehen i\t /
33 Das die\elbige Gott / vns / jren Kindern erfüllet hat / Jn dem das er Jhe\um aufferwecket hat. Wie denn im er\ten P\alm ge\chrieben \tehet / Du bi\t mein Son / Heute habe ich dich gezeuget.
34 Das er jn aber hat von den Todten aufferweckt / das er fort nicht mehr \ol verwe\en / \pricht er al\o / Jch wil euch die gnade Dauid verhei\\en / trewlich halten.
35 Darumb \pricht er auch am andern ort / Du wir\t es nicht zugeben / das dein Heiliger die verwe\ung \ehe.
36 Denn Dauid / da er zu \einer zeit gedienet hatte dem willen Gottes / i\t er ent\chlaffen / vnd zu \einen Vetern gethan / Vnd hat die verwe\ung ge\ehen.
37 Den aber Gott aufferweckt hat / der hat die verwe\ung nicht ge\ehen. P\al. 2; Je\a. 55; P\al. 16.
38 SO \ey es nu euch / kund lieben Brüder / Das euch verkündiget wird vergebung der Sünde durch Die\en / vnd von dem allem / durch welches jr nicht kundtet im ge\etz Mo\i gerecht werden.
39 Wer aber an Die\en gleubet / der i\t gerecht.
40 Sehet nu zu / das nicht vber euch kome / das in den Propheten ge\agt i\t /
41 Sehet jr Verechter vnd verwundert euch / vnd werdet zu nichte / Denn ich thue ein werck zu ewren zeiten / welchs jr nicht gleuben werdet / \o es euch jemand erzelen wird. Aba. 1.
42 DA aber die Jüden aus der Schule giengen / baten die Heiden das \ie zwi\chen Sabbaths / jnen die wort \ageten.
43 Vnd als die Gemeine der Schule von einander giengen / folgeten Paulo vnd Barnaba nach viel Jüden vnd gottfürchtige Jüdgeno\\en / Sie aber \agten jnen / vnd vermaneten \ie / Das \ie bleiben \olten in der gnade Gottes.
44 AM folgenden Sabbath aber kam zu\amen fa\t die gantze Stad / das wort Gottes zu hören.
45 Da aber die Jüden das Volck \ahen / wurden \ie vol neides / vnd wider\prachen dem / das von Paulo ge\agt ward / wider\prachen vnd le\terten.
46 Paulus aber vnd Barnabas \prachen frey öffentlich / Euch mu\te zu er\t das wort Gottes ge\agt werden / Nu jr es aber von euch \to\\et / vnd achtet euch \elbs nicht werd des ewigen Lebens / Sihe / \o wenden wir vns zu den Heiden.
47 Denn al\o hat vns der HERR geboten / Jch habe dich den Heiden zum Liecht ge\etzt / das du das Heil \eie\t bis an das ende der Erden. Je\a. 49.
48 DA es aber die Heiden höreten / wurden \ie fro / vnd prei\eten das wort des HErrn / vnd wurden gleubig (6) / wie viel jrer zum ewigen Leben verordnet waren.
49 Vnd das wort des HErrn ward ausgebreitet durch die gantze Gegend.
50 Aber die Jüden bewegeten die andechtigen vnd erbarn Weiber / vnd der \tad Ober\ten / vnd erweckten eine verfolgunge vber Paulum vnd Barnaban / vnd \tie\\en \ie zu jren Grentzen hinaus.
51 Sie aber \chüttelten den \taub von jren Fü\\en vber \ie / vnd kamen gen Jconion.
52 Die Jünger aber wurden vol freuden vnd heiligen Gei\ts. Matt. 10.


(1) Das i\t auff deud\ch / ein Son Gottes / Denn die Ebrei\che \prache nennet Gott / Jehu / das i\t der name Tetragrammaton dauon die Jüden viel wunders tichten. Al\o wird die\er Zeuberer auch des\elbigen namen gebraucht haben / wie jtzt die Zeuberer des Creutzes vnd andere heilige wort vnd zeichen brauchen.
(2) Laut auff Ebrei\ch fa\t als habe er \ich Eli Me\\ia / das i\t / Gottes könig / genennet / oder ein ge\albeter Gottes. Denn die Jüden / vnd \onderlich \olche Leute pflegen hohe Göttliche nemen zu füren.
(3) Der i\t ja auch on Ge\etz vnd verdien\t / ein Chri\ten vnd heilig / \o er doch ein Heide / vnd weltlicher Herr i\t.