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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Apo\teln Ge\chichte

Capitel 4

ALS \ie aber zum Volck redeten / Tratten zu jnen die Prie\ter / vnd der Heubtman des Tempels / vnd die Saduceer
2 (die verdros / das \ie das Volck lereten / vnd verkündigeten an Jhe\u die Auffer\tehung von den todten)
3 vnd legeten die Hende an \ie / vnd \etzten \ie ein bis auff morgen / denn es war jtzt abend.
4 Aber viel vnter denen / die dem wort zuhöreten / wurden gleubig / vnd ward die zal der Menner bey fünff tau\ent.
5 ALs nu kam auff den morgen / ver\amleten \ich jre Ober\ten vnd Elte\ten vnd Schrifftgelerten gen Jeru\alem /
6 Hannas der Hoheprie\ter vnd Caiphas vnd Johannes vnd Alexander / vnd wie viel jr waren vom Hohenprie\ter ge\chlechte /
7 vnd \telleten \ie fur \ich / vnd fragten \ie / Aus welcher gewalt oder in welchem namen habt jr das gethan? Jnf. 5.
8 PEtrus vol des heiligen Gei\ts / \prach zu jnen / Jr Ober\ten des volcks / vnd jr Elte\ten von J\rael /
9 So wir heute werden gerichtet vber die\er wolthat / an dem krancken Men\chen / durch welche er i\t ge\und worden /
10 So \ey euch vnd allem Volck von J\rael kund gethan / Das in dem namen Jhe\u Chri\ti von Nazareth / welchen jr gecreutziget habt / Den Gott von den Todten aufferwecket hat / \tehet die\er alhie fur euch ge\und.
11 Das i\t der Stein / von euch Bawleuten verworffen / der zum Eck\tein worden i\t.
12 Vnd i\t in keinem andern Heil / i\t auch kein ander Name (1) den Men\chen gegeben / darinnen wir \ollen \elig werden. P\al. 118.
13 SJe \ahen aber an die freidigkeit Petri vnd Johannis / vnd verwunderten \ich / Denn \ie waren gewis / das es vngelerte Leute vnd Leien waren / vnd kandten \ie auch wol / das \ie mit Jhe\u gewe\en waren.
14 Sie \ahen aber den Men\chen / der ge\und war worden / bey jnen \tehen / vnd hatten nichts da wider zu reden.
15 Da hie\\en \ie \ie hin aus gehen aus dem Rat / vnd handelten mit einander / vnd \prachen /
16 Was wollen wir die\en Men\chen thun? Denn das Zeichen durch \ie ge\chehen / i\t kund / offenbar allen / die zu Jeru\alem wonen / vnd wir könnens nicht leugnen.
17 Aber / auff das es nicht weiter einrei\\e vnter das Volck / La\\et vns ern\tlich \ie bedrawen / Das \ie hinfurt keinem Men\chen von die\em Namen \agen.
18 Vnd rieffen jnen / vnd geboten jnen / Das \ie \ich aller dinge nicht hören lie\\en / noch lereten in dem Namen Jhe\u.
19 PEtrus aber vnd Johannes antworten / vnd \prachen zu jnen / Richtet jr \elbs / obs fur Gott recht \ey / das wir euch mehr gehorchen denn Gott.
20 Wir könnens ja nicht la\\en / das wir nicht reden \olten / was wir ge\ehen vnd gehöret haben.
21 Aber \ie draweten jnen / vnd lie\\en \ie gehen / vnd funden nicht / wie \ie \ie peinigeten / vmb des Volcks willen / Denn \ie lobeten alle Gott / vber dem / das ge\chehen war.
22 Denn der Men\ch war vber vierzig jar alt / an welchem dis Zeichen der ge\undheit ge\chehen war.
23 Vnd als man \ie hatte la\\en gehen / kamen \ie zu den jren / vnd verkündigeten jnen / was die Hohenprie\ter vnd Elte\ten zu jnen ge\agt hatten.
24 Da \ie das höreten / huben \ie jre \timme auff einmütiglich zu Gott / vnd \prachen / HERR / der du bi\t der Gott / der Himel vnd Erden / vnd das Meer / vnd alles was drinnen i\t / gemacht hat /
25 Der du durch den mund Dauids / deines Knechts ge\agt ha\t / Warumb empören \ich die Heiden / vnd die Völcker nemen fur / das vmb \on\t i\t?
26 Die Könige der Erden tretten zu\amen / Vnd die Für\ten ver\amlen \ich zu hauffe / Wider den HERRN vnd wider \einen Chri\t. P\al. 2.
27 WArlich ja / \ie haben \ich ver\amlet vber dein heiliges Kind Jhe\u / welchen du ge\albet ha\t / Herodes vnd Pontius Pilatus / mit den Heiden vnd dem volck J\rael /
28 zu thun / was deine Hand vnd dein Rat zuuor bedacht hat / das ge\chehen \olt.
29 Vnd nu HERR \ihe an jr drewen / vnd gib deinen Knechten mit allerley freidigkeit zu reden dein Wort /
30 vnd \trecke deine Hand aus / das Ge\undheit vnd Zeichen vnd Wunder ge\chehen / durch den Namen deines heiligen Kindes Jhe\u.
31 Vnd da \ie gebetet hatten / beweget \ich die Stete / da \ie ver\amlet waren / vnd wurden alle des heiligen Gei\tes vol / vnd redeten das wort Gottes mit freidigkeit.
32 DEr menge aber der Gleubigen war ein Hertz vnd eine Seele. Auch keiner \agete von \einen Gütern / das \ie \ein weren / \ondern es war jnen alles gemein.
33 Vnd mit gro\\er krafft (2) gaben die Apo\tel zeugnis von der auffer\tehung des HErrn Jhe\u / vnd war gro\\e gnade bey jnen allen.
34 Es war auch keiner vnter jnen / der mangel hatte / Denn wie viel jr waren / die da Ecker oder Heu\er hatten / verkaufften \ie das \elb / vnd brachten das Geld des verkaufften Guts /
35 vnd legetens zu der Apo\tel fü\\e / Vnd man gab einem jglichen / was jm not war.
36 JO\es aber mit dem zunamen von den Apo\teln genant Barnabas (das hei\\et ein Son des tro\ts) vom ge\chlecht ein Leuit aus Cypern /
37 der hatte einen Acker / vnd verkauffte jn / vnd brachte das Gelt / vnd legets zu der Apo\tel fu\\e.


(1) Das hei\\et der werck gerechtigkeit rein vnd fein auffgehaben.
(2) Mit gro\\em mut / \eer kecklich vnd freidig.

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