Schriften, 56. Band,

Römervorlesung (Hs.) 1515-16

 

 

 

D. Martin Luthers Werke

Kritische Gesamtausgabe

56. Band

Der Brief an die Römer

 

 

 

 

Hermann Böhlaus Nachfolger/ Weimar1938

 

 

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Vorwort.

 

 

 

 

Der hier vorgelegte von Professor Johannes Ficker bearbeitete Band enthält die Vorlesung über den Römerbrief nach Luthers eigener Handschrift. Jm Anschluß daran wird der nächste, zum großen Teil bereits gedruckte 57. Band die studentischen Nachschriften der gleichen Vorlesung sowie die Vorlesung über den Galater- und Hebräerbrief bringen. Mit dem Erscheinen dieser beiden Bände wird eine seit vielen Jahren schmerzlich empfundene Lücke Unsrer Ausgabe ausgefüllt. Die lange Verzögerung in der Fertigstellung dieses Teiles der Ausgabe hängt mit besonderen Schwierigkeiten sachlicher und persönlicher Art zusammen, über die hier zu berichten nicht der Ort ist. Bei der überaus schwierigen und zeitraubenden Korrekturarbeit wurde der Bearbeiter hingebungsvoll unterstützt durch meinen Jnstitutsassistenten Dr. H. Dreger sowie durch Herrn Lic. Dr. K. A. Meißinger, der außerdem als gut eingearbeiteter Sachkenner für die Textgestaltung recht förderliche Hilfe geleistet hat, worüber am Schluß der Einleitung Näheres gesagt ist.

 

 

 

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Die übrigen Abteilungen Unsrer Ausgabe konnten planmäßig wie bisher gefördert werden. Von den Briefen steht ein weiterer Band vor dem Abschluß, desgleichen vom Alten Testament. Die Vervollständigung des Gesamtregisters wurde fortgesetzt. Die Arbeit am Luther-Wörterbuch, das in Verbindung mit Unsrer Ausgabe ein notwendiges und begehrtes Hilfsmittel sein wird, soll mit frischen Kräften erneut in Angriff genommen werden.

 

 

 

Tübingen, im März 1938.

Professor Dr. G. Bebermeyer.

 

 

 

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Inhalt.

 

 

Vorwort. Von G. Bebermeyer V –VI

 

Einleitung. Von J. Ficker

 

            Die Handschrift Luthers XI

 

            Die Daten der Vorlesung XXVI

 

            Der Neudruck XXX

 

      Quellen- und Nachschlagewerke XXXIII

 

      Register

 

            Biblische Stellen XXXIX

 

            Literarisches und Sprachliches L –LVI

 

                  Literarisches L

 

                  Sprachliches LV

 

Diui Pauli apostoli ad Romanos Epistola

 

            Die Glossen 3 –154

 

            Die Scholien 155 –528

 

Tafeln A –D

 

 

 

 

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Die Vorlesung über den Römerbrief

 

 

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Einleitung.

 

 

 

 

 

 

 

Die Handschrift Luthers.

Der zuerst 1908 erschienenen Ausgabe der Vorlesung über den Römerbrief (Anfänge reformatorischer Bibelauslegung, Erster Band) folgt hier die in den Rahmen des Gesamtwerkes Luthers gestellte, die mehr als jene vorläufige den Charakter des Autographon zur Anschauung bringt: schon graphisch in der Letter, in der Schreibweise der Wörter und soweit es möglich ist im Satzbilde, auch in der Aufnahme sämtlicher eigenhändiger Korrekturen. Ergänzt ist auch besonders im Sprachlichen und in der Herausstellung der Zusammenhänge mit den — m. E. viel zu wenig beachteten — großen gedruckten exegetischen Vorlagen, die Luther benutzt hat. Jm übrigen, in den sachlichen Zufügungen ist Zurückhaltung geübt worden. Eine Ausgabe soll ebensowenig bloße Transkription wie Kommentar sein. Die Hauptlinien zur Einführung habe ich seinerzeit in der ersten Ausgabe gezogen, und wie in dieser so habe ich auch jetzt möglichst daran festgehalten, für das zur Erklärung Nötige den Text Luthers als terminus ad quem gelten zu lassen. Doch sind in den Noten verschiedentlich Hinweise auf Bemerkungen in der neueren geschichtlichen Literatur eingefügt, die das Verständnis einzelner Stellen unmittelbar fördern. Man wird auch unter den vielen neueren Arbeiten verschiedene finden, die gegenüber einem zu eng umzogenen und vielfach zu geschlossen systematisierenden Verständnis Luthers den wechselnden Reichtum in der vollen Wirklichkeit seiner Mannigfaltigkeit, ja auch seiner Verschiedenheit und Gegensätzlichkeit zu erkennen und deutlich zu machen versuchen. Freilich ist gerade Luther oft nicht nachzukommen: seiner Luft- und Erdwurzeln sind viel mehr, als er selber angibt oder andeutet. Das beigegebene Verzeichnis der damals vorliegenden kirchlichen und humanistischen Quellenwerke macht den gegenüber der früheren Ausgabe erweiterten Versuch, den erkennbaren Wurzelbereich der gelehrten geistigen Arbeit Luthers in der Zeit der frühen Vorlesungen abzustecken. Es sind möglichst Ausgaben, auch mehrere, eingesehen worden, die ihm vorgelegen haben oder vorgelegen haben können. Hierbei war das Augenmerk zuvörderst auf die ehemaligen Wittenberger Bestände, zumal der kurfürstlichen Bibliothek (jetzt in Jena) gerichtet (einiges ist aus der Frühzeit in Wittenberg zurückgeblieben) und auf die in Erfurt noch vorhandenen oder daher stammenden Werke (Zwickauer Ratsschulbibliothek). Dem Einen, was er ausdrücklich bezeugt, ist in der Ausgabe wenigstens in einigen Hinweisen Folge gegeben worden: daß für sein Werden die ihm im gottesdienstlichen Gebrauche vertrauten Werke nächst dem durch die kultische Übung ihm zum innersten Besitze gewordenen Psalmenbuche von Bedeutung gewesen sind, religiös, theologisch, auch für seine Sprache. Das wird umfassender und eindringender verfolgt werden müssen.

 

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Als hemmend habe ich es besonders empfunden, daß zusammenfassende Untersuchungen über Luthers Anfänge und Kenntnisse in den Originalsprachen der Bibel immer noch fehlen. Auch habe ich die Überzeugung, daß auf exegetischem wie auf dogmatischem Gebiete noch manches gleichzeitige oder unmittelbar vorausgehende Handschriftliche zu erheben ist, was für die ersten Jahrzehnte der wissenschaftlichen Arbeit in Wittenberg und für Luthers theologische Frühzeit von Wert sein wird.

 

Luther las 1515 –1516 über den Römerbrief. Schon vor seiner ersten Vorlesung über die Psalmen hat er sich mit einigen Stellen eingehender beschäftigt und in ihr selbst den Brief überaus oft befragt und verwendet, insbesondere häufig bei Kap. 1, 17 verweilt.1 Er selbst bezeichnet bei der Herausgabe des Ersten Bandes seiner Werke (W. A. 54, 185) die Stelle, die der Brief in der Reihe seiner ersten Vorlesungen hat, und er sagt hier in dem großen Dokument seiner Anfänge, was ihn zu dem Briefe getrieben, was ihn gehemmt und wie sich ihm die Pforte zu ihm und damit zum Höchsten geöffnet habe. Schon mit dem Ringen um die Erkenntnis der Iustitia Dei und nun vollends mit ihrem Gewinn war der Brief in die Mitte seines Lebens und seiner Theologie gerückt. Mit ihm verband er die Erkenntnis der rechten Schriftauslegung, non quid Christus significaret, sed quid Christus esset.2 Der Anfang der Vorlesung ist durch Johann Oldekop3 bezeugt, der sie hörte: “Jm jare 1515 des mandages na dem witten sondage, is Quasimodogeniti kam ik to Wyttenberge ... Und umme de tit hof an Doctor Martinus Luther epistolas Pauli ad Romanos lesende. Der Doctor hadde darup bi Johan Grunenberg den bokdruker bestellet, dat de epistula

 

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Pauli de rige ein wiet von der andern gedrucket wart umme gloserens willen.” Vom Schlusse im Herbste 1516 ist Luthers Äußerung an Spalatin zu verstehen, 9. Sept. 1516: “absoluta professione lectionis Paulinae”.1

 

Luthers für die Vorlesung verfaßte und in ihr gebrauchte Bearbeitung ist Ms. 64 theol. qu. 21 der Preußischen Staatsbibliothek, als deren Besitz im ältesten Kataloge (von Raue) 1668 nachweisbar: Bl. 101b. 2. S. Pauli epistola ad Romanos latine laxe typis expressa ao. 1515, Wittembergae cum interjectis Annotationibus Lutheri, ab ipso auctore scriptis it. B. Lutheri Commentarius in Ep. ad Rom. qto.2

 

Sie ist in einen Prachtband gebunden, der die Art von Jakob Krause zeigt: braune goldgepreßte Kalblederdecke über Holz, die sich vom Rücken nach der Vorderdecke herumlegen und mit zwei Schließen geschlossen werden. Die Vorderseite trägt das große Wappen des Kurfürsten August: AHZSK und die Jahreszahl 1582, die Rückseite das seiner Gemahlin Anna; beide sind auf allen vier Seiten von reichem Ornamente eingefaßt, auch der Rücken zeigt die Zwischenräume zwischen den Bünden in Goldpressung ornamentiert.3

 

Die Handschrift erscheint um die Mitte des 16. Jahrhunderts in den Händen von Johann Aurifaber, der für Ulrich Fugger selber einen Teil der palatinischen Abschrift anfertigte. Er ist selbst mit an den Verhandlungen beteiligt, die von verschiedenen Seiten her, zumal von verschiedenen fürstlichen Herren mit den Söhnen Luthers um den Nachlaß des Vaters geführt wurden (Schriftstücke im Weimarer und Dresdener Archiv). Johann Wigand hat dann in seiner 1587 erschienenen Schrift über die Schwenkfelder über die Auslegung mit Bewunderung berichtet. Noch 1592 befand sie sich in den Händen von Dr. Paul Luther: er beabsichtigte eine deutsche Übersetzung der Auslegung.4 Er ists ohne Zweifel gewesen,

 

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der in Dresden dem kostbaren Erbe wie anderen Handschriften des Vaters den kostbaren Einband hat geben lassen.1 Seine Söhne haben das Erbe weitergegeben. Das Brandenburgische Haus, mit dem der Vater persönlich verbunden gewesen und geblieben war und dem er, wie der Brief aus seinen letzten Lebensjahren an die Kurfürstin bezeugt, das Kostbarste seines Besitzes selber vorgelegt hatte, erwies sich von verständnisvoller Willfährigkeit. Jn den Verhandlungen, die Paul Luthers Erben 1594/95 mit dem Administrator von Magdeburg, Markgraf Joachim Friedrich von Brandenburg, führten2, wird verschiedenes aus der Nachlassenschaft genannt, und aller Wahrscheinlichkeit nach sind auch die Handschriften, die mit zu den kostbarsten Cimelien der Preußischen Staatsbibliothek gehören, damals in brandenburgischen Besitz gekommen. Lange Zeit galten die Initia Lutheri, unter ihnen das vornehmste, die Römerbriefvorlesung, als verloren, auch für Seckendorf, der sie erwähnt. Die Lutherausstellung in der Berliner Königlichen Bibliothek3 brachte sie in dem Gedächtnisjahr 1846 wieder vor den Kreis der Besucher, aber danach hat sie wieder im Schaukasten der Bibliothek ein verborgenes Dasein geführt und galt abermals der Lutherforschung für verloren. Valentin Rose hat dann bei ihrer Beschreibung im Handschriftenkatalog der Königlichen Bibliothek schriftlich und gelegentlich auch mündlich an der nächstbeteiligten Stelle seine Verwunderung über ihre Vergessenheit ausgesprochen. Unterdessen war schon Jahre zuvor auf Grund der von J. Ficker veranlaßten Auszüge, die Hermann Vopel über die reformatorischen Exegetika in den Katalogen der Vatikanischen Bibliothek genommen hatte, die Vorlesung in der Abschrift der Palatina mit Hilfe des in Gotha und Stuttgart erhaltenen Materials im Frühjahr 1899 festgestellt worden. Bei dem in weitem Umkreise

 

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veranstalteten Suchen nach dem Originale wurde auch die Berliner Handschrift erreicht. Eine vorläufige Ausgabe von ihr erschien als erster Band der von J. Ficker herausgegebenen Anfänge reformatorischer Bibelauslegung, in zwei Teilen: Die Glossen. Mit einer Lichtdrucktafel. Die Scholien. Leipzig 1908.1 Eine vierte Auflage ist 1930 erschienen. Eine Übersetzung ist 1927 herausgegeben worden. Martin Luther, Vorlesung über den Römerbrief, übertragen von Eduard Ellwein. 4. Auflage, München 1937.

 

 

 

 

 

Der Druck und das Äußere der Handschrift.

Die Grundlage für Luthers Vorlesung ist der Text des Römerbriefes, den er bei Johann Rhaw-Grunenberg für seine Vorlesungen hatte drucken lassen, in der modernen Durchnumerierung der Berliner Hs. als Bl. 1 –28 gezählt. Exemplare auch in Dessau, Rom, Stuttgart, Zwickau.

 

 

Diui Pauli apostoli ad Roma- ||

NOS EPISTOLA ||

 

Titelrückseite unbedruckt. 28 ungezählte Blätter 40, mit Signatur A ii –F iii, Bogen A und C je 6 Bl. (die anderen je 4 Bl.). Bl. 2a:

 

 

Epistola beati Pauli ad ||

Romanos incipit

 

Bl. (F IV) am Ende: Epistola Pauli ad Romanos explicit.

 

 

Wittenburgii in aedib. Ioan: Grunenbergii

Anno. M.D.XV.

Apud Augustinianos.

 

Halbe Seite leer. Letzte Seite unbedruckt.

 

Eine jede Seite enthält 14 Druckzeilen mit Durchschuß für interlineare Bemerkungen und breiten, außen und unten besonders reichlichen Rändern. Breite des Spiegels 9 cm, Höhe 14, 5 cm, Durchschuß 0, 9 cm. Über jedem Kapitel Jnhaltsangabe (wie z. B. in der Biblia latina, Basil., Froben, 1509), an deren Ende die Kapitelzahl. Überschrieben ist das Summarium bei dem ersten Kapitel mit “Casus summarius”, bei den folgenden mit C. S. Für die einzumalenden Jnitialen sind an jedem Kapitelanfang die ersten Zeilen (I –VI drei; VII –IX, XI –XVI zwei, X eine) eingerückt und der entsprechende Kleinbuchstabe eingedruckt.

 

Der Grunenbergische Druck ist mit vielen Abkürzungen in einer etwas abgenutzten Antiqua ausgeführt2, die zumal u und n nicht durchweg deutlich erscheinen läßt. Öfters findet sich ein Q in Fraktur, auch am Ende ist das W in Wittenburgii aus der Fraktur genommen. Die Orthographie ist nicht gleichmäßig, zumal bei u und v im Anlaut; auch die Klein- und Großbuchstaben wechseln im Anlaut der Eigennamen, und e und ae, i und y werden durcheinander gebraucht.

 

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Als Eigentümlichkeit unter den Abkürzungen sei die auch Luther geläufige Schreibung von R mit durchstrichener Haste am Wortende (= rum) hervorgehoben.

 

Jm Drucke sind Unsauberkeiten und Mängel besonders in den Jnterpunktionszeichen: öfters sind sie weggelassen, mehreremal nicht richtig (Punkt für Komma). Einige Worte sind verdruckt, einige weggelassen (12, 17 fehlt etiam, 13, 10 dilectio, 15, 32 in; 15, 12 steht et für erit; 4, 14 semine für lege).

 

Der Drucktext zeigt (s. Anfänge XLVIII) charakteristische Übereinstimmungen mit der Basler Ausgabe Frobens von 1509 (Rm 1, 13 spiritalis; Faber hat spiritualis); 4, 15 ubi est non est lex; 5, 13 imputabitur; 6, 20 essemus; 7, 25 lege peccati, hat auch in der Hauptsache die Orthographie und durchgängig die Jnterpunktion mit diesem Drucke gemein. Doch sind die Eigennamen in Basil. 1509 klein, im Grunenbergschen Text zumeist groß geschrieben, wie regelmäßig bei Faber. Eine reichhaltigere Übersicht der Verschiedenheiten in den Lesarten verstärkt überhaupt die Übereinstimmung des Wittenberger Druckes mit dem Vulgatatext Fabers — doch fehlen hier die Kapitelsummarien — und die Abweichung von der Basler Ausgabe.

 

 

Faber: Basil. 1509:

 

1, 11 impartiar impertiar

 

15 itaque ita

 

27 homicidio homicidiis

 

2, 7 iis (Faber in Übersetzung 1512 His (auch Fabers Vulg. 1512)

 

und in Vulg. und Übersetzung 1515)

 

28 neque quae neque qui (Fehler)

 

3, 7 adhuc et et adhuc

 

19 iis his

 

25 propiciationem propitiatorem

 

4, 2 operibus operibus legis

 

9 Abrahae fides fides abraȩ

 

12 et sit ut sit

 

iis his

 

8, 1 iis his

 

28 iis his

 

36 te me (Fehler)

 

10, 20 iis his

 

15, 31 liberer liberet (Fehler)

 

 

 

Ab und zu treffen der Grunenbergsche und der Fabersche Druck auch in orthographischen Einzelheiten zusammen (Auflösung von ȩ in ae; Desydero 1, 11; desyderia 1, 24); consumans 2, 17, wie Faber 1512, während Faber 1515 — mit Basil. übereinstimmend — consummans druckt; gelegentlich steht auch einmal die Grunenbergsche Ausgabe in der Jnterpunktion mit Faber zusammen: in dem Punkte 3, 26 (38, 12) nach tempore gegenüber dem Doppelpunkte in Basil. 1509. Auch fehlt in Basil. 1, 31 (16, 15) nach incompositos die Jnterpunktion (O setzt hier Punkt, Faber hat Kommastrich).

 

Doch ist bei der Vergleichung nicht nur Fabers Vulgatatext heranzuziehen. Auch die Wortformen seiner Übersetzung sind gelegentlich (s. oben zu 2, 7) und (mit leichten orthographischen Abweichungen) fast durchweg in den Eigennamen von Kap. 16 für Grunenbergs Druck bestimmend gewesen.

 

 

 

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Demnach ist dieser Drucktext des Römerbriefs im Gros des Satzes eine Kombination wohl auf der Grundlage von Basil. 1509, jedoch in vielfacher Abhängigkeit von Fabers Vulgatafassung und auch seiner eigenen Übersetzung. Auch die Gewohnheiten der Druckerei und (z. B. im Wechsel der Groß- und Kleinschrift und in der Jnterpunktion) Eigenheiten des Setzers sind mit wirksam gewesen. Daher manche Undurchsichtigkeit und Ungleichmäßigkeit.1

 

Für den Drucktext ist (s. o. zu 2, 27) die erste Ausgabe Fabers benutzt worden. Doch hat Luther für seine Auslegung neben der von 1512 (vgl. Anfänge S. LIII Anm. 2), wie insbesondere Korrekturen in der Jnterpunktion bezeugen, auch die von 1515 eingesehen, s. Ausgabe 24, 3; 120, 11; 123, 9; 400, 14 Note und vgl. 93, 10 (Kommastrich fehlt in Fabers Übersetzung 1512); 107, 18ff.

 

Jm Berliner Exemplar ist vor dem Binden eine Anzahl von Blättern des Druckes am obern, andere auch am untern Rande, ebenso einige der Schriftblätter in den angehängten Scholien teils oben, teils unten eingeschlagen. Dadurch sind sie vor Textverlust bewahrt geblieben, während andere durch das Beschneiden beim Binden einigen Schaden am Texte erlitten haben. Die oben fast unversehrten Blätter geben die volle Höhe an: 0, 22, während die volle Breite des Druckes sich noch am Zwickauer Exemplar feststellen läßt: 0, 172.

 

Das Papier des Druckes zeigt in allen Exemplaren bei den Wasserzeichen den Wechsel von Krone (mit steilem, perlenbesetztem Bügel und Kreuz, Briquet, Les filigranes Nr. 4954) und dem Ochsenkopfe mit schlangenumwundenem Kreuze, ähnlich Briquet Nr. 15422. Der Druck in der Palatina hat nur einmal die Krone, die andern haben sie in der ganzen ersten Hälfte, in der zweiten Hälfte den Ochsenkopf.

 

Dem gesamten Drucktext hat Luther interlineare und marginale Glossen ein- und gewöhnlich auf allen vier Rändern an-, über- und untergeschrieben. Es folgt unter der Überschrift Epistola ad Romanos und beginnend mit einer über zwei Zeilen mit ausgespartem Raume laufenden Jnitiale P(aulus) die fortlaufende handschriftliche Auslegung der Scholien, die, von Bl. 29 –154 gezählt, in einer Anzahl von Lagen wechselnden Umfanges angebunden ist:

 

1. 20 Bl. 29 –48; 2. 22 Bl. 49 –71. Als Blatt 50 (Einzelblatt) ist hier ein Empfehlungsschreiben des Augustinerpriors Drechsler in Neustadt a. d. Orla d. d. 27. Oktober für einen nach Wittenberg zur Vollendung seiner Studien geschickten Augustiner eingeheftet, das Luther auf der Rückseite für sein Kolleg benutzt.2 Anschließend daran ist in die größere Lage eine Lage von zwei Blatt eingeheftet (51/52). Bl. 52b und Bl. 53 sind zum Zeichen ihrer Zusammengehörigkeit

 

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je mit einem Kreuze am Kopfe von Luther versehen und durch ein Schrägkreuz, das auf beide Blätter übergreift (mita cb d an den Enden bezeichnet) miteinander verbunden. 3. 22 Bl. 72 –93; 4. 16 Bl. 94 –109; 5. 20 Bl. 110 –128 (ein Blatt als 111 bis gezählt); 6. 22 Bl. 129 –149 (ein Blatt als 132 bis gezählt); 7. 5 Bl. 150 –154, davon Bl. 152b. 153. 154 leer, Bl. 155 fehlt.

 

Wasserzeichen sind hier die gleichen wie im Druck verwendet, doch schwankt die Form der Krone zwischen einer schmäleren und einer größeren, die Nr. 4955 bei Briquet 1. c. ähnlicher ist, und auch der Ochsenkopf wechselt in den Maßen. Die letzte Lage hat Bl. 152/153 das Kreuz über dem Kreise, ähnlich Briquet n. 3076.

 

Das Papier ist in einigen Lagen des Druckes nicht gut. Besonders auf Bl. 13. 14 (Kap. 8) ist darin die Tinte ausgelaufen.

 

Die Handschrift selbst zeigt, zumal in dem Glossenteile, die Spuren starker Benutzung, nicht nur auf den ersten und letzten Seiten von Druck und Scholienheft; Tintenflecke, einigemal auch rote; Lichtflecke; einmal auch Spuren grünen Wachses; auf dem Titelblatte sind auch Stockflecke sichtbar; die Ränder sind vielfach ausgefranst. Doch ist das Ganze, besonders der Scholienteil, im weitaus größten Teile sauber und gut erhalten.

 

 

 

 

 

Das Schriftbild.

Die Tinte, zuerst dunkel, wird von Kap. 3 an lichter, ist dann besonders in Kap. 8 ganz blaß, auch noch in Kap. 9 und 10, wird von Kap. 11 an etwas dunkler und bleibt in einem Mitteltone bis zum Schlusse.

 

Die gesamte Erklärung ist mit einer nadelspitzen, aber ebenso den haarscharfen Anstrich als den breiten kraftvollen Grundstrich wiedergebenden, stetig kontrastierenden, in aller Einfachheit und vollendeten Klarheit höchst modulationsfähigen Feder geschrieben. Der Duktus ist ebenso von geschlossener Ebenmäßigkeit wie innerhalb derselben von großer Beweglichkeit. Am Anfange zeigt er in den Glossen, noch mehr in den Scholien, einen gebundeneren, kalligraphischeren Charakter. Schon von Kap. 3 an wird der Typ, nicht so sehr in den Glossen als in den Scholien, weniger kalligraphisch, wird lebendiger, mitunter in einzelnen lebhaften Strichen, auch kleiner, während er in den Glossen bei aller Verschiedenartigkeit noch sehr gehalten bleibt. Besonders von Kap. 9 ab ist er dann in beiden Teilen freier, lockerer, lichter, kräftiger, sicherer und bestimmter, was sich bis zum Ende fortsetzt und steigert: er wird hier nach und nach größer, flotter, rascher, unmittelbarer, mächtiger.

 

Luther hat das ebenso geschlossene wie dichtgedrängte Schriftbild, das jene Zeit mit meisterhafter Ökonomie zumal in den Drucken glossierter Werke geschaffen hatte, bei seiner Niederschrift vor Augen. Mit der gleichen Kunst fügt er in den Glossen in kleiner, oft kleinster Schrift und spitzigster Schärfe die Glossen zu den Worten zwischen den Zeilen, und in derselben geschlossenen Gleichmäßigkeit schreibt er mit geradlinigen Umrissen in größeren Graden die erklärenden Sätze an den Rand. Freilich ist die Fülle auf vielen Blättern so groß, daß die klaren, ruhigen Linien häufig durchbrochen werden: Überschreibungen, Schräg-, auch Hochschreibungen, Streichungen, Radierungen, Deutlichmachung von Einfügungen, demzufolge ein ganzes System von Strichen: teils zur vertikalen

 

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Abgrenzung der Glossen, teils — bei den Randbemerkungn — durch horizontale Trennung, teils durch geschwungene Bogenlinien und Schräglinien, die Glossen und Textworte verbinden, seltener auch Anstreichungen und Unterstreichungen ziehen sich durch das ganze Druckheft hindurch. Mit kalligraphischer Ebenmäßigkeit ist der Anfang, Kap. 1 und 2 angelegt. Aber sogleich das erste Blatt zeigt Änderungen und Zusätze. Vom Beginn des 3. Kap. an, Bl. 6, steigert sich durch das ganze Kapitel der quellende Reichtum, die Bewegtheit des Satzes, in dem fast kein Raum mehr bleibt, setzt sich mit wenigen lichteren Strecken in der Folge fort und tritt in besonderer bewegter Gedrängtheit Bl. 8. 8b bei 4, 13 –18 (= 44, 5 –47, 8) und Bl. 9b bei 5, 12 –17 (= 51, 19 –55, 2) hervor, auch in großen Teilen von Kap. 6, dann durch das ganze Kap. 7 und 8. Kap. 8 zeigt im allgemeinen eiligeren Charakter. Mit Kap. 9 wird die Struktur etwas lockerer, schwillt aber zu stärkerer Fülle stellenweise an durch Kap. 10 und in Kap. 11, 6 –14, Bl. 19. 19b (= 107, 8 –111, 4) und in den meisten Teilen von Bl. 20b. 21, Kap. 12, 1 –10 (= 116, 13 –120, 10), am Anfang und Ende von Kap. 13, 1 –6 (= 123, 9 –126, 5) auf Bl. 21b. 22, am Anfang und in Teilen von 14, 1 –5 (= 129, 4 –131, 3), Bl. 22b. 23, und erfüllt das ganze 15. Kap. mit gleichmäßig voller Ausnutzung des Raumes. Das 16. Kap. läßt dann vielen Raum frei.

 

Der ebenmäßige Charakter des Schriftbildes tritt noch geschlossener in den Scholien entgegen, in der Geschlossenheit des Satzes, der in seiner linearen Strenge des Schriftspiegels einem Drucksatze gleicht, wie im Rhythmus der Struktur: die Kapitel beginnen stets mit neuer Seite, gewöhnlich ist auf der Seite vorher größerer Raum freigelassen; die Stichworte des Schrifttextes sind meist in die Mitte der Zeile gesetzt; innerhalb der einzelnen Absätze sind vor dem Beginn neuer Sätze Spatien gelassen. Die Absätze selbst sind am Anfange eingezogen. Die ersten beiden Kapitel tragen geradezu die Form einer kalligraphischen Reinschrift: sie sind in einer größeren und lichteren Letter sorgfältig geschrieben, wie das 1. Kap. so auch noch das 3. mit einer großen Jnitiale und das 2. und 15. mit verzierten Anfangsbuchstaben am Anfang, und mit Verwendung von roter Tinte (in den ersten drei Kapiteln) zu stärkerer Hervorhebung — vielfach auch da, wo schon mit schwarzer Tinte vorher unterstrichen war —. Die Stichworte sind rot geschrieben oder rot unterstrichen, oder auch beides. Auch sind einzelne Stichworte rot an den Rand geschrieben. Die Unterstreichung der Stichworte setzt sich dann mit ziemlicher Regelmäßigkeit bis zum Ende der Scholien fort, auch andere Unterstreichungen: Anfänge von Partitionen, besondere Hervorhebung des Anfanges eines Satzes, auch ganze Sätze und gegenteilige Satzpaare. Luther faßt diese gewöhnlich noch durch geschweifte Klammern zusammen, wie er auch Aufzählung von Synonymen, auch gegensätzliche Synonymreihen durch Klammern zusammenschließt. Die Unterstreichungen sind aber in den späteren Teilen immer seltener. Zusätze stehen zumeist auf den Rändern, doch ist auch mancherlei übergeschrieben. Einschaltungsstriche bezeichnen oft ihren Charakter und den zugehörigen Ort ihrer Einfügung, oft fehlen sie. Sie beginnen sogleich reichlich auf dem ersten Blatte und treten alsdann zu 1, 17 besonders hervor. Sie zeigen ein großes Ausmaß besonders im 3. Kap. Außer denen auf den Rändern hat Luther hier jenes Einzelblatt und ein Doppelblatt eingefügt, das selbst wieder erhebliche Randzusätze und Streichungen wie der Text selbst zeigt. Das Skriptum setzt sich dann mit Gleichmäßigkeit und mit weiteren Zusätzen fort, in Kap. 3 auf Bl. 58b. 59b. 60. 60b. 62a. 63b. 64, doch lassen diese nach. Kap. 4 hat noch einige: Bl. 66, besonders 66b (zu 4, 7). Die folgenden Kapitel haben nur ganz

 

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wenig Zufügungen. Sie sind erst von Kap. 12 an wieder da und sind ziemlich zahlreich und ausgedehnt: Bl. 122, besonders 122b (12, 1. 2). Bl. 123. 125, besonders Bl. 127 (12, 7. 8); Bl. 127b. 128. 128b. 129. 129b. 130. 131. 132b. 132bis. Jn Kap. 13: Bl. 134. 136b. 137. Jn Kap. 14 Bl. 139. 139b. 140. 140b. 141. 143. 145. 146. 147b. 150b.

 

Viele Anstreichungen ziehen sich durch das Ganze hindurch. Wenige nur in den Randglossen, um so mehr in den Scholien. Und zwar in sehr wechselnder Form. Das auch in Drucken übliche, von Luther auch sonst, z. B. in der ersten Psalmenvorlesung häufig verwendete gewellte Strichzeichen, mitunter in mehreren zusammengesetzt, ist des öfteren sichtbar, daneben der einfache, meist sehr leichte Strich, nicht selten über ganze Seiten gezogen, mitunter auch aufgelöst in eine Folge von intermittierenden Kleinstrichen. Zahlen am Rande wiederholen verschiedentlich die Partition des Kontextes. Einigemal ist ein Kreuz an den Rand gesetzt (Bl. 10b. 86. 87b. 88a) und einmal (Bl. 141b, zu 14, 1) hat Luther rasch eine Hand mit riesig ausgestrecktem Zeigefinger an den Rand gezeichnet. Wie kleinlich und schwächlich heben sich davon wie auch von den Schriftzügen Luthers andere Einzeichnungen ab, die von anderer Hand bei späterer Benutzung der Handschrift zugefügt worden sind: die weisenden Hände Bl. 69b., 93a. 96b. 100, wie das Nota Bl. 67a. 96b und die Bemerkungen auf Bl. 93b. 98b (Egregium simile) (Taulerus). 107b (Zween harte Stein Malen selten klein). Sie stammen von einer gelehrten Hand und sind, ihrem Duktus nach, erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts ausgeführt, erst, nachdem die Abschrift in der Palatina geschrieben war, die diese Einzeichnungen nicht vor sich gehabt hat.

 

Lautzeichen sind bei weitem nicht durchgehend und auch, wo sie sichtbar werden, nicht durchweg regelmäßig gesetzt. Sie sind am häufigsten in den ersten Kapiteln, und auch hier sind sie am wenigsten häufig in den Scholien. Sie fallen in ganzen Zeilen, ja in größerem Gefüge mehrerer Zeilen mitunter völlig aus. Verhältnismäßig am häufigsten ist der Punkt über i, und ganz regelmäßig sind hii und ii mit zwei Punkten bedacht; seltener sind die wechselnden Zeichen über u, ganz vereinzelt nur wird das n durch ein Dachzeichen besonders gekennzeichnet, deutlich da, wo damit eine Verwechslung ausgeschlossen werden sollte: len̂iter, n̂obis, Non̂um, sin̂e, auch in Fremdworten: an̂athema oder in deutschen Worten: eyn̂ gn̂ade (456, 26). Hier sieht man, daß nicht Vergeßlichkeit die Ursache ist, wie bei dem einige Male zu beobachtenden Fehlen von Abkürzungszeichen. Jn diesen mit vollkommener Deutlichkeit in lichten Raum geschriebenen Schriftsätzen waren jene Zeichen nur selten notwendig. Deshalb fällt in den Glossen weniger ihr Dasein als ihr Fehlen auf. Jn den Marginalnoten sind nicht viele verwendet, häufiger aber in den interlinearen Noten. Auch hier ist der Punkt über i am häufigsten, die u-Lautzeichen sind von Anfang an da, aber nicht regelmäßig und eigentlich nicht häufig. Seltener auch hier die Kennzeichnung n̂ und deutlich fast in jedem einzelnen Falle die Absicht, zumal wenn im selben Worte auch das u noch verdeutlicht wird: Bl. 17: hün̂c, Bl. 17: audean̂t, Bl. 22: In̂uiti, aüdierun̂t.

 

Ganz anders häufig ist die Verwendung dieser Lautzeichen bei den oft unscharfen Lettern des Drucktextes. Jhn hat Luther fast mit durchgehender Versehung bedacht. Darum wird gerade an ihm die lebendige Behandlung des Wortes, des Buchstabens, des Lautes wie unmittelbar lebendig. Zumal in diesen Lautzeichen, die den Lettern einen stark persönlichen Klang geben und Druck

 

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und Handschrift sichtbar und lautbar eng verbinden. Große Sorgfalt, graphische Sauberkeit und Deutlichkeit wird hier auch darin sichtbar, daß möglichst darauf geachtet ist, die Buchstaben der Glosse und die Lautzeichen des Bibeltextes nicht ineinander übergehen zu lassen, obgleich der Reichtum der glossierenden Schriftsätze oft so gedrängt ist, daß eine Kollision nicht zu vermeiden war. Sogleich in der zweiten Zeile des Textes beginnen diese Zusätze über den gedruckten Buchstaben: euan̂gelium ... an̂te, ziehen sich bis zum Ende durch und gehen mit mannigfachsten anderen graphischen Elementen zusammen: Worte werden als kritisch unhaltbar gestrichen; Klammern werden eingeschaltet, häufig auf die Autorität von Faber, später auch von Erasmus oder auf eigenen Entscheid hin, Jnterpunktion als Komma, Punkt, auch Fragezeichen in wechselnden Zeichen eingeschoben. Trennungsstriche werden eingezogen, nicht selten sind Unterstreichungen, gelegentlich zur Hervorhebung, auch als Beanstandung, als Bezeichnung der grammatischen Zusammengehörigkeit von Worten, oder, sogar in roter Tinte (wie in der Digression 5, 12ff.) zur Unterstützung der die Einschaltung anzeigenden Klammern, oder zum Hinweise auf die Zugehörigkeit von Marginalglossen. Die Lautzeichen gelten weitaus zumeist u und n: u wird mit oft nadelspitzen ” oder ’, auch ̌ und ̌ überschrieben — auch über dem mit Abkürzungsstrich versehenen Vokal —, von Bl. 5 ab (2, 13) häufiger, manchmal, wie auf Bl. 10b ist jedes u damit versehen (6, 3. 4, S. 57, 11 –14), auch im selben Worte: unum; auch ̌ über n erscheint von Bl. 8 (Kap. 4) ab häufiger, zumal in Worten, in denen eine Verwechslung leicht war: sin̂e, mitunter mehrmals in einem Worte: n̂on̂ (5, 16; 54, 3), und oft haben u und n, wenn sie in einem Worte beieinander sind, ein jedes das Kennzeichen: an̂n̂ūǔciet, abǔn̂daǔit, p̄ǔen̂ientes. Man kann beobachten, daß Zeichen am häufigsten in glossengetränkten Gegenden (Kap. 5. 6. 8) gebraucht sind, und daß sie bei gedrängtem Tempo, wie am Schlusse von Kap. 8 (Bl. 15) besonders oft gesetzt werden. Hier war jeder Zeitverlust, etwa durch Verlesen, am empfindlichsten und darum die bis ins Allerletzte reichende Zurüstung am nötigsten. Aber die Zeichen fehlen auch nicht in lichteren oder lichten Zeilen, nur daß sie hier seltener sind. Die zeitliche Folge dieser Lautzeichen läßt sich daran erkennen, daß gelegentlich doppelte Zeichen gesetzt sind, z. B. über dem uidet des Drucktextes (Bl. 14b Z. 5 des Manuskriptes = S. 82, 4) steht über einem etwas undeutlichen Doppelstrich noch ein u-Haken, zumeist aber am graphischen Charakter der einzelnen Zeichen selber: die kleineren, gleichmäßigeren sind in der Regel früher, die größeren, flotteren, von rascherem Duktus, zu dem zugehörigen Buchstaben mitunter weniger streng gestellten zeigen deutlich spätere Einsetzung: Luther hat die meisten Lautzeichen im Drucktexte vor dem jeweiligen Eintrag der Glossen und viele Lautzeichen in den Glossen (auch wohl die Mehrzahl von den weniger zahlreichen in den Scholien) gleich bei der ersten Niederschrift gesetzt, nicht wenige aber erst nachträglich bei erneutem Durchlesen für die Vorlesung, und zwar sind in den späteren Teilen, etwa von Bl. 17 (Kap. 10) ab weniger Zeichen beim Niederschreiben als vielmehr erst zur Sicherung des Vorlesens eingesetzt, verdanken also ihre Entstehung der Vorbereitung für das Kolleg.

 

Hierzu kommen noch Besonderheiten mehr kalligraphischen Charakters. Jn die Augen fallen besonders malerische Streichungen: die eines & durch radiale, von einem Kreise umfaßte Striche (Bl. 10, S. 55, 6), wie ein Stern; Bl. 14 (S. 78, 12) streicht er filiorum dei durch Quer- und Hochstriche, so daß wie ein Mauergefüge dasteht. Wie Gitterwerk erscheinen auch sonst Tilgungen (Bl. 80,

 

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Sch. 319, 22), und einigemal wird auch eine solche mit vierseitig einrahmenden Strichen ausgeführt, während andrerseits solche Rahmen zur Hervorhebung um Ziffern gesetzt werden. Und wiederum stehen gerade die Drucklettern vor Auge und Hand und ziehen beide an. Mancher Großbuchstabe zeigt die Spur von Nachziehen und Verzieren, und bei vielen Kleinbuchstaben entdeckt man, daß die Feder Buchstabenteile oder Buchstabenverbindungen nachgezogen hat. Der Hohlraum des Q in Quid, Bl. 6 (Gl. 33, 2), ist ganz ausschraffiert — vielleicht gerade er, weil hier ein neuer Absatz beginnt. Wie Jnitialen an Kapitelanfängen, so wird auch der und jener Anfangsbuchstabe an kleineren Absätzen größer geschrieben und leicht verziert, Bl. 53, Kap. 3, 5 (Sch. 231, 19), und wieder wird gerade in Kap. 3 in naher Nachbarschaft (3, 29. 31) ein A und ein S verziert. Auch in Kap. 14, 10. 15, Bl. 23. 23b (Gl. 131, 16; 133, 9) ist zweimal das C von Christus damit ausgezeichnet. Es ist ein Spiel der Feder, um zugleich dem Verweilen der Gedanken eine Weile ablenkend Ruhe zu geben. Das spürt man vor sich, wenn man die überaus vielen Buchstaben sieht, die die Spur der Lutherschen Feder zeigen: den Punkt, gelegentlich auch zwei, in den Leerräumen der Lettern, zumeist in den Rundungen, gewöhnlich im o, mitunter in jedes der einander folgenden o, auch wohl 1, 2, 3 Punkte in den verschiedenen o nacheinander, wie 122, 9 in Non vosmet ipsos; auch in d und p u. a. Sogleich im ersten Buchstaben A und im ersten o von apostolus der ersten Textzeile, dann vereinzelt auf Bl. 3. 6, mitunter auf Bl. 7: hier ist, wiederum in Kap. 3, 30, S. 40, 1 in praeputium ein jeder Rundbuchstabe mit dem Punkte versehen, zwischen t und i ist ein Punkt gesetzt, und ebenso in d in fide vorher und nachher; Bl. 7b. 8b. 11. 11b. 12b. 13b. 14b (hier, Kap. 8, 28ff., S. 83, 5 –84, 6, besonders häufig), dann wieder vereinzelt Bl. 21. 22. 23. 24. 25. 26. Mit erstaunlicher Sicherheit und gleichmäßiger Ordnung trifft die Feder stets die genaue Mitte. So wird auch das Winzige hier zur Kennzeichnung des Großen und des Ganzen.

 

Prüft man, zunächst nur graphisch, die Textbilder, so zeigt sich, daß die Zusätze mit Ausnahme von wenigen, die als a tempo eingesetzt sich sofort erkennen lassen, erst nachträglich dem Kontexte zugefügt worden sind. Namentlich in den Anfangskapiteln tritt der Unterschied im Duktus hervor: Die Zusätze sind meist kleiner, gewöhnlich auch lockerer, weniger kalligraphisch geschrieben, meist in etwas lichterer Tinte. Auch die Streichungen und in den Glossen die Rasuren und vielfach die vertikalen und horizontalen Trennungsstriche lassen das Spätere erkennen.1 Jn den folgenden Kapiteln rücken Zusätze und Textgefüge im Schriftcharakter näher aneinander und etwa von Kap. 9 ab kann — auch in den Scholien, deren Kontext als durchgängige Reinschrift bis zuletzt die Zusätze sich deutlich abheben läßt — eine noch stärkere Angleichung in den Schriftzügen und der Tinte beobachtet werden, so daß die zeitliche Entstehung von beiden immer näher zusammengerückt gewesen sein muß. Es fällt besonders auf, daß die Bemerkungen über die griechischen Textformen, gewöhnlich durch größeren Grad ausgezeichnet,

 

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auch in Kap. 7. 8. 9 bis 15, erst nachträglich, auch in den früheren Partien, zugefügt worden sind.

 

Wieviel und wieweit diese Zusätze in der Vorlesung zur Verwendung gekommen sind, sei es in dem Diktat, sei es außerhalb dieses, läßt sich erst im Vergleich mit den Nachschriften feststellen. Ebenso auch, wie viele der unterstrichenen und angestrichenen Stellen im Kolleg mitgesprochen haben. Doch gibt schon der Jnhalt dieser Zusätze im allgemeinen den Hinweis auf die Verwendung im Kolleg: Zwar sehr verschiedenartig, sind es doch gemeinsam verdeutlichende Wort- und Satzerläuterungen teils sprachlichen, teils sachlichen Jnhalts, insbesondere Zufügungen von Synonymen, viele Zitate, entweder Angabe von Zitatorten oder ausgeführte Zitate, auch polemische und praktische Nutzanwendungen, die für den lebendigen Gebrauch bestimmt sind. Namentlich in den Anstreichungen ist der spätere Charakter in den meisten Fällen deutlich, sei es in der rasch bewegten Schreibart der Wellenlinien, sei es in den meist in hellerer Tinte gegebenen flüchtigen, oft haarfeinen. Sie machen den Eindruck, daß sie, was ja auch das nächstliegende ist, für die Vorlesung gemacht sind. Jhre Häufigkeit und ihre Verschiedenheit zeigt dabei, daß auch bei der Auswahl und Form der vorzutragenden Stücke viele und mannigfache Überlegung gewaltet hat.

 

Man wird mit alledem aus dem graphischen Befunde entnehmen können, daß Luther seine Auslegung mit größter Sorgfalt zugerüstet und durchgeführt hat. Es ist nicht richtig, daß die Schrift durchweg flüchtig sei. Manche, viele Partien sind rasch, aber nur sehr wenige flüchtig geschrieben. Luther, ein Meister gewaltiger Schreibleistung und einer der größten Meister auch der Schriftform, hat erstaunlich rasch geschrieben, aber auch das Rasche zeigt die gesammelte Energie. Der weitaus größte Teil des Manuskripts erscheint wie eine Reinschrift, die, zumal in den späteren Teilen wohl den ersten Entwurf selbst in fertig geschlossenem Niederschlag darstellt, die aber, besonders in den Anfängen die Umschrift einer schon vorliegenden Fassung ist und die auf den weitesten Strecken, Vorlagen zusammenfassend in Einem — auch durch Zitatlücken nicht aufgehaltenen — Gusse fertig formt: ein großer Teil der größten geschlossenen Sätze der Randglossen, manches wohl auch in den interlinearen Noten und wohl die gesamten Scholien, deren erste Teile geradezu wie ein Druckmanuskript geschrieben sind. Das Abschriftliche läßt sich in den Glossen, zumal in den Scholien erkennen, in jenen an Wiederholungen, z. B. 60, 20. 23; 75, 10. 15 (Noten); 106, 19. 21; 140, 3. 4; auch an unrichtiger Auflösung einer Sigel, 100, 16. Jn den Scholien beginnt Luther einigemal spätere Absätze früher: Bl. 88b (345, 23) No[num], vgl. Z. 29; Bl. 98 (375, 1, cf. 4: mit Sicut); Bl. 122 (441, 13): Sicut etc. s. 23. Bl. 107 fängt er (401, 29 cf. 404, 19) mit dem Kopfe von Bl. 108 an. Auch Bl. 117b ist an unrechte Stelle gekommen (s. S. 432, 11ff.), was Luther durch verweisende Striche am Ende von Bl. 117a und 118a und durch die genaue Bemerkung am Ende von Bl. 118b richtigstellt: hic sequitur fiat Mensa eorum folii precedentis facie 2. Auch ist in einer Überschrift ein näheres Stichwort zunächst angefangen, dann gestrichen und durch ein ferneres ersetzt (Bl. 48, S. 214, 12). Auf weitere Strecken läßt sich in verschiedenen Kapiteln (3. 6. 7. 10. 12. 14) an der Verschiebung der Folge der ausgelegten Verse (S. 251. 263. 332. 348, vgl. 428. 443. 505) und ebenso aus den — von Luther in der ersten Psalmenvorlesung öfters und wiederholt sehr reichhaltig zusammengestellten — Konkordanzen von Bibelstellen zu einzelnen Worten (requirere zu 3, 28, S. 265; reliquiae zu 9, 27, S. 405) oder wichtigen Materien (allgemeine Sündhaftigkeit, 4, 7, S. 287f.;

 

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Prädestination 8, 28, S. 383f.) auf die Zettelvorlagen schließen, mit denen Luther seine Auslegung begann. Er spricht selbst davon1, und in dem eingelegten Einzelblatt 50 des Heftes haben wir einen solchen Zettel erhalten. Auch das läßt sich aus den graphischen Grundlagen erschließen, daß Luther mit der Zusammenarbeitung seiner Zettel zu geschlossenen Schriftsätzen geraume Zeit vor der Vorlesung begonnen hat. Der Anfang der Scholien ist wohl überhaupt das erste, was Luther in seinem Vorlesungsheft geschrieben hat, und darum ist auch der Duktus am meisten verschieden vom Gros der Niederschrift. Daß Luther auch in der Folge mit seinem Hefte dem Kolleg vorausblieb, zeigen die Hinweisungen, die auch auf spätere, also schon fertige Partien der Scholien Bezug nahmen (Bl. 145b, S. 511, 17 vgl. 519, 2). Er arbeitete dann das Vorausgeschriebene, das er zu einem großen Teile gerade in den Anfangspartien für seine Einarbeitung und die eigene Unterrichtung umfassend angelegt hatte, für sein Kolleg durch, fügte, lange Teile erfassend, kürzere, auch wiederholte Zusammenfassungen an (wie in Kap. 3, S. 222ff., so ist das auch in Kap. 14, S. 507f. sichtbar) und setzte Neues hinzu. Das veranschaulichen insbesondere jene eingelegten Blätter (50 –52). Sie zeigen, auch mit ihrer Einpassung in den Kontext2, wie der Text vorausgeschrieben war, und mit ihrem an den Charakter der Zusätze genäherten Duktus führen sie ebenso wie mit den Zusätzen selbst, die auch auf diesen Blättern eingetragen sind, deutlich vor Augen, daß diese Zusätze zu dem Grundstocke der Niederschrift bei der nochmaligen Durchsicht erfolgt sind, die für das Kolleg vorgenommen wurde. Man kann das in der Übereinstimmung der in die Glossen eingetragenen Noten mit den in den Scholien zugefügten erkennen, sowie in dem schon bemerkten, während des weiteren Fortschreitens der Vorlesung allmählich erfolgenden Zusammenlaufen der verschiedenen Duktus. Man kann auch beobachten, daß Luther einige Zusätze in allerletzter Minute vor der Vorlesung gemacht hat; sie sind in besonderer Weise, meist besonders eilig geschrieben. Einige Beispiele:

 

Bl. 10b (Gl. 57, 16 krit. Apparat); Bl. 17 (96, 27f., besonders blasse Tinte); Bl. 19 (107, 14: i. e. electi); Bl. 23b (134, 23); Bl. 40 (Sch. 192, 7f.); Bl. 68 (277, 6 add. Reuchlin); Bl. 77 (309, 13f.); Bl. 98 (375, 19 s. krit. Apparat); Bl. 114 (422, 13, vgl. Note); die große Hand Bl. 141 (499, 26); Bl. 146 (512, 2, der Verweis auf die Augustinstelle); Bl. 147b (515, 26 der Hinweis auf Wittenberger Vorgänge). Einiges ist wohl erst nach der Vorlesung nachgetragen (z. B. 389, 28).

 

Auch das bringt das graphische Bild unmittelbar nahe, wie Luther, von der Fülle der sich drängenden Gedanken erfaßt, beinahe keinen Raum mehr findet, um den Reichtum festzuhalten, und wie er, durch das Neue wie durch das Gegensätzliche

 

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getrieben, in rastloser Auseinandersetzung mit dem Texte, mit sich selbst und seiner Aufgabe, sich stetig tiefer bohrt: was für Bilder des Suchens und Ringens, des Verwerfens, des Findens und Gewinnens sind etwa Bl. 6 (Kap. 3), Bl. 8 (Kap. 4), Bl. 18 (Kap. 10), von welch drängender Eile spricht Bl. 13 und Bl. 14 (Kap. 8) und von welch sicherer, wie beschwingter Klarheit und Festigkeit ist der Vortrag von der Höhe des 9. Kap. an getragen!

 

Mit alledem breitet sich, allein schon auf die Schrift gesehen, ein in Form gefaßtes Geschehen von ebenso überreicher Fülle wie quellender Bewegtheit aus: die wechselnde Verschiedenartigkeit der Grundelemente der einzelnen Buchstaben, die wechselnden Formen einzelner (z. B. d und E), die mannigfachen Lautzeichen und ihr sehr wechselnder Gebrauch; die Reichhaltigkeit der anderen graphischen Ausdrucksmittel, die Zeichen für Jnterpunktion und Einschaltung wechseln: Kommapunkt, Kommastrich, Doppelpunkt, und dasselbe Zeichen wird für verschiedene Zwecke verwendet; auch die Marken im Texte für den Anfang einer neuen Stunde sind mannigfach: Strich, Doppelstrich, Paragraphenzeichen; die wie körperliche Belebung der Drucklettern in und über ihrem Körper; die verschiedenste Handhabung des Striches vom feinsten Haarstrich bis zu kräftiger Breite; die wie mit dem Lineal gezogene Gleichmäßigkeit der einzelnen Schriftsätze und die um der Vollständigkeit willen dort, wo eine lichte Stelle war, eingezwängte Note, die zwischen sorgfältiger gehaltener Niederschrift, ja kalligraphischer Reinschrift, und augenblicklicher Unmittelbarkeit variierenden, auch in verschiedenen Graden sich bewegenden Arten des Duktus, in dem streng geschlossenen Schriftsatze der Scholien der schwingende Rhythmus der Einzelteile.

 

Das vervollständigt sich noch durch graphisch-orthographische Einzelzüge: Auch in der Schreibung der Wörter Mannigfaltigkeit und bewegter Wechsel. Allein schon in der Klein- und Großschreibung. Wie schon oft erwähnt, ersetzt Luther meistens die Jnterpunktion durch folgende Großbuchstaben. Er setzt aber auch die Versalie häufig mitten im Satze, nicht immer mit erkennbarem Grunde, aber meistens nicht ohne Absicht (wie er auch verschiedentlich Minuskel und Majuskel für einander korrigiert: et in Et, Et in et, oder in sicut: s für S (Sch. 300, 11) und 394, 12 (Eigenname) a in A): Betonung, Hervorhebung, Verdeutlichung im Gefüge soll damit angezeigt werden. Auch die Eigennamen sind nicht durchweg groß geschrieben: im selben Namen, etwa Christus, wechselt die Schreibweise häufiger.

 

Hinzu tritt eine nicht leicht übersehbare, hier nur in einzelnen Beispielen anzudeutende Mannigfaltigkeit im Wechsel der orthographischen Formen. Nicht nur im allgemeinen, etwa in der Art der Abbrechungen oder der eigentlichen abkürzenden Sigeln. Jn Eigennamen, in Fremdworten, doch auch in geläufigen lateinischen Worten stehen verschiedene Formen nebeneinander, nicht selten in derselben Zeile. Hier redet die schwankende Übung der Zeit, die ebenso eine Zeit des Übergangs als sich bildender fester Grundlagen war, und in diesem Schwanken ist wie auch bei Luther die orthographe Form vielfach durch die Gewohnheit der Aussprache bestimmt. Luther selbst schreibt einmal im Römerbriefheft: Apostulus (Sch. 395, 17) und jehenne (Gl. 17, 4); auch iccirco schreibt er neben dem häufigeren idcirco und obturauerunt für obduraverunt Sch. 207, 13; auch ist Deuteronomium so geschrieben, wie es gesprochen wurde: Deutronomium (s. auch im Augustinereremitenmissale und in Biels Sentenzenwerk). Noch viel stärker ist das Schwanken in den Vokalen: Luther setzt oft i für y und y für i, er schreibt hidra, hipallage, delyramentum, gygas, lachrymis, sylva, synceritas;

 

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und setzt beides nebeneinander: desiderare, desyderia; hipocrite, hypocrite; misterium, mysterium. Auch der Gebrauch von e, das vor ȩ und dem seltenen ae bevorzugt ist, schwankt: eternus, ȩternus; Iudei, Iudȩi. S. 272, 8 steht dicht nebeneinander: aegrotus, ȩgrotus, egrotus; die Cauda wird zu e vielfach streckenweise erst nachträglich zugesetzt und fehlt weithin fast gänzlich (z. B. S. 484 –486). Bei den Konsonanten ist vielfach die Aspirata bevorzugt, auch s für z. Doch schreibt Luther durchgängig scisma, Treni; gewöhnlich sepulchrum, simulachrum; durchgängig aber nihil. Jm übrigen steht der Wechsel vielfach auch hier nebeneinander: arena und harena (Gl. 117, 13 korrigiert er harena); autor, authoritas, auch auctoritas; metaphora, methaphora; scandalisentur und schandalum stehen S. 519, 2ff. zusammen (er korrigiert auch scandalum für schandalum); thezaurus, tezaurisant. Zumal ci und ti gehen ineinander über. Luther schreibt gratia, iustitia, iudicium, fiducia; doch findet sich auch gracia; mundicia, immundicia stehen neben immunditia; malicia, malitia, negocia, negotium, nequicia, nequitia, specialis, spetiale, auch sotialis, meist tercius, gelegentlich tertii; vicium, vitium. Für m vor Konsonant ist meist n gebraucht: circuncisio; nunquid, überhaupt meist vor q: quicunque, ubicunque, tanquam. Wohl aber ist wie quamuis durchweg quamquam geschrieben. Auch f und ph gehen ineinander über: multipharias; x gewöhnlich für xs in expectare, exuperare und anderen Worten. Oft fehlen Verdoppelungen: apellare neben appellare; comodare, consumare, glosa, oportunus. Dafür wird sonst öfters verdoppelt: aufferre, einigemal auch Appollo, Gallilei. Der Wechsel wird besonders sichtbar in Eigennamen: Crisostomus, Chrisostomus; Iericho, Ihericho, Ierosolima, Ierusalem, Iherusalem, Iere- und Hiere(mias), Isa- und Esaie, Hataa und Hattaa.

 

Sicher bestimmende Konstanten sind durchweg da in dem orthographischen Gefüge. Aber gerade der Wechsel auch hier vervollständigt das Bild der allen Schematismus spottenden Fülle und der vorwärts und in die Tiefe drängenden Bewegtheit, die sich auch in der zur letztmoeglichen Schärfe des sprachlichen Ausdrucks vorstoßenden Gestattung neuer Worte1 auswirkt und die sich sichtbar darbietet innerhalb einer kraftvollen Beherrschtheit klarer Ordnung und künstlerischen Gleichmaßes.

 

Auch schon aus der graphischen Zurüstung mag man die durchgehende Bestimmung des von Luther Geschriebenen für den Zweck der Vorlesung erkennen: die Sorgfalt der Schrift, die verdeutlichenden Zufügungen, zumal der Lautzeichen in Druck und Handschrift, die trennenden Striche, der die praktische Absicht noch verstärkende Charakter der Zufügungen, wie inhaltlich so auch vielfach in der Form, die Unter- und Anstreichungen. Die mancherlei Verweise in der Glosse wie in den Scholien auf Vorausgehendes oder Folgendes, in der Glosse auf die Scholien und in den Scholien auf die Glosse dienen derselben Aufgabe.

 

 

 

 

 

Die äußeren Daten der Vorlesung.

Den Verlauf der Vorlesung markieren Paragraphenzeichen, die, meist in Verbindung mit Unterstreichung des folgenden Wortes oder (bei Überschriften) der Stichworte Luther eingetragen hat. Sie zeigen im allgemeinen die übliche Form, wechseln aber auch und sind einigemal mehr eilig angedeutet als ausgeführt.

 

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Sie heben sich gewöhnlich auch in der Tinte des öfteren von den dem früher geschriebenen Kontexte deutlich ab. Erkennbar sind die folgenden:

 

[Table: ] [Tabelle: ]

 

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[Table: ] [Tabelle: ]

Jn dieser Aufzählung ist die Anzeichnung von 12, 14 (ein auffallender Strich) unsicher, andere (aufgebogener Strich)2 zu Kap. 2, 14 b; 5, 5; 6, 3; 8, 15; 9, 32; 15, 20 werden durch die Nachschriften als Marken von Kolleganfängen bestätigt. Und

 

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als solches Zeichen des Stundenschlusses ist auch, da es mehrmals bestätigt wird (von Luther selbst, Scholien zu 3, 13 vgl. 12, 10, und zweimal, zu 3, 3b und 8, 35 durch die Nachschriften) der einen Doppelpunkt oder öfters den Endbuchstaben eines Wortes des Drucktextes durchstreichende feine Strich an verschiedenen Stellen der Glosse anzusehen, nicht an allen mit gleicher Sicherheit (1, 25; 3, 3b. 13; 6, 16; 8, 29. 35; 12, 4. 17b; 15, 7. 12). Daß eine Anzahl solcher Vermerke fehlt, erhellt schon daraus, daß für Kap. 13 überhaupt keiner da ist, für Kap. 2. 7. 10. 11 sehr wenige, und daß die Nachschriften eine ganze Reihe noch anderer Vorlesungsanfänge erkennen lassen, wenigstens 25. Wenn man mit anderen Vorlesungen Luthers vergleicht, die Tag für Tag genau verzeichnen, z. B. die über den Galaterbrief und über die Stufenpsalmen, so kann man feststellen, daß Luther während dreier Semester zweistündig über den Römerbrief gelesen hat, wohl früh von 6 –7, wahrscheinlich an denselben Tagen, wie die folgende Vorlesung über den Galaterbrief, Montag und Freitag.1 Auch die größeren Semestereinschnitte lassen sich feststellen. Das Zwickauer Kollegheft hört mit Kap. 3, 4 auf. Der Beginn von 3, 5 ist auffäligerweise in Luthers Niederschrift dreimal signiert, und im Anschlusse an das über 3, 5 Gesagte folgt in den Nachschriften die Ausführung über den Vergleich des Künstlerwerks mit der Rechtfertigung Gottes. Die Vorlage hierzu steht in Luthers Original (Scholien S. 222, 1 –19) auf der Rückseite des Empfehlungsschreibens, das der zur Fortsetzung seiner Studien nach Wittenberg gekommene Augustinerbruder am 27. Oktober in Neustadt erhalten hatte. Damit sind wir also am Beginne des Winterhalbjahres, das offiziell am Lukastage (18. Okt.) seinen Anfang nahm. Demnach stehen die zusammenfassenden Formulierungen der Iustificatio (zu 3, 7) am Anfange des neuen Semesters, wohl noch am Ausgange des Oktober. Auch das Ende dieses Halbjahres hat seine doppelten Anzeichen. Mit Kap. 8 hört die Nachschrift Foglers in der Palatina auf, und dieses Kapitel zeigt ebenso in der Niederschrift Luthers wie teilweise auch in der Nachschrift des Dessauer Manuskripts gedrängte Eile, die auf Semesterschluß deutet, während in beiden Handschriften das 9. Kapitel mit einem neuen, kräftigen, schwunghaften Zuge anhebt. Damit war dem mit Philippus und Jacobus (1. Mai) amtlich beginnenden Sommerhalbjahr das große Pensum bezeichnet: mit der 2. Hälfte des Römerbriefes die große Vorlesung zum Schlusse zu führen.

 

Was Luther aus dem Reichtum seiner Vorbereitung und aus der Geschlossenheit seiner Ausarbeitung, die sich in seinem Hefte schon äußerlich wie ein graphisches Wunderwerk darstellt, seinen Zuhörern gegeben und wie er das Geschriebene zu lebendigem Worte hat werden lassen, kann nur mit der Darbietung der Nachschriften und durch den Vergleich mit dem ursprünglichen Werke erkannt werden.

 

Für die Herausgabe des Textes des Lutherschen Originals muß auch die von Aurifaber veranstaltete, von ihm selbst und zwei anderen gelehrten Händen um 1550 –60 hergestellte Abschrift Pal. lat. 1826 (P) herangezogen werden: Commentarius D. M. Lutheri in Epistolam Pauli ad Romanos ex autographo descriptus, wie der ursprüngliche Titel lautet. Die große, mit besonderer Sorgfalt geschriebene Foliohandschrift, in der der Bibeltext und die durchlaufenden

 

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Kolumnentitel in Majuskeln erscheinen, kommt für den Text in Betracht insoweit, als die Verluste, die das Original durch Binden und Benutzung erlitten hat, hier in der Hauptsache ersetzt werden können und insofern P ausdrücklich bestätigt, daß die von späterer Hand in O zugefügten Randzusätze, die hier fehlen, erst nach der Anfertigung der Kopie in die Urschrift gekommen sind. Es ist auch von Nutzen, daß hier durch Vergleichung von Vorlage und Abschrift in einem großen Umfange festgestellt werden kann, wieweit Aurifabers Abschriften zuverlässig sind. Das schon ausgesprochene Urteil bestätigt sich, daß sie mit Sorgfalt, auch, wo andere Schreiber an der Arbeit waren, in Nachprüfung Aurifabers hergestellt sind, daß Aurifaber die Urschriften gut liest, daß die Abschriften aber als buchstäbliche, ja vielfach auch als ganz wortgetreue Wiedergabe (z. B. auch mit der Gewohnheit, lateinisch geschriebene griechische Worte griechisch wiederzugeben) im strengen Sinne nicht angesehen werden können.

 

Wichtiger ist, daß die feierliche Form der Wiedergabe des Originals ein Zeugnis ist für die besonders hohe Schätzung des von Luther überkommenen Erbes.

 

Um die Einsicht in das Original möglichst zu erleichtern und dieses selbst zu schonen, hat J. Ficker 1908 eine Lichtdruckausgabe der gesamten Handschrift (hergestellt von Hofphotograph J. Kraemer in Kehl) herstellen lassen und ihre Exemplare der königlichen Bibliothek in Berlin überwiesen. Diese sind von 1909 ab an die bedeutenden Bibliotheken des Jn- und Auslandes gegeben worden.

 

Ein Verzeichnis der Literatur über Luthers Römerbriefvorlesung ist unmöglich.

 

 

 

 

 

Der Neudruck.

Bei dem Abdrucke des Originaltextes wird gegenüber der vorläufigen Ausgabe (s. dort S. XLIIff. die Bemerkungen) der Charakter des Authographon damit umfassender zum Ausdruck gebracht, daß das graphische und orthographische Bild auch in seinem wechselnden Bestande nach Möglichkeit festgehalten ist: in der Unterscheidung von s und s (innerhalb eines Wortes schreibt L. sehr selten s)1 in der Wiederholung der Cauda ȩ, sowie u und v2, i und dem ebenso vokalisch als meist konsonantisch (für j im Anlaute) gebrauchte J (mit I wiedergegeben) nach der Vorlage, wie überhaupt in der Wiedergabe der Klein- und Großbuchstaben am Wortanfang (wie es für eigenhändige Niederschriften Luthers in der Weimarer Ausgabe festgehalten ist); im Festhalten von Abbrechungen, zumal bei Eigennamen, doch mit Zufügung von ; in der verbundenen oder getrennten Schreibung von Doppelworten (inȩternum; non nisi); in der Kenntlichmachung von Jnterpunktionen und Trennungs- oder Einschaltezeichen, die Luther im Drucktexte in der Glosse vollzogen hat (für diese Striche, Kommata oder Doppelpunkte ist das Zeichen  verwendet); in der Aufnahme aller Selbstkorrekturen; in der Kennzeichnung auch des Schriftsatzbildes durch das Herausheben der Absätze, auch kleinerer. Geändert wird durch die Auflösung der Abkürzungen, wobei je nach der Vorlage sc. scil. scilicet oder ps. psal. psalmus usw. unterschieden ist.

 

 

 

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Die Eigennamen und Deus sind alle groß geschrieben, auch die von Nomina propria abgeleiteten Adjektiva, zumal Hebreus und Grecus, wenn von den Grundtexten verstanden; bestimmte Hauptwörter prägnanter Bedeutung, die in der Schreibung bei L. wechseln: Apostolus (= Paulus); Gentes; und die in lateinischen Buchstaben geschriebenen griechischen und hebräischen Wörter. Jnterpunktion ist einheitlich modernisiert, auch wenn mit der beibehaltenen Groß= und Kleinschreibung folgender Worte Kollisionen vorkommen. Jn Verbindungen wie nonimputatio ist der Bindestrich zugesetzt. Übergeschriebene Korrekturen des Bibeltextes werden in die Zeile gesetzt. | | bezeichnet Zusätze mit angegebener Stelle der Einfügung, || || Zusätze ohne solche Angabe. Meistgebrauchte Abkürzungen sind: cf = corrigiert für; a. l. R. = am linken Rande; u. = und oder unter.

 

Lautzeichen sind nicht wiedergegeben. Sie sind zu mannigfaltig und führen irre (etwa wenn u als ü gedruckt wird) nnd köunen doch nicht das volle graphische Bild geben, da die Setzung solcher Zeichen vielfach durch die graphische Umgebung bestimmt ist. Es sei hierfür auf die beigegebenen Tafeln und für das Ganze auf die Lichtdruckausgabe verwiesen. Der Druck des Bibeltextes ist nach Möglichkeit ganz unverändert wiedergegeben, auch in der durchgängig (mit einer Ausnahme) festgehaltenen Setzung von s im An- und im Jnlaute. Ebenso sind die Jnterpunktionszeichen außer in Aufzählungen an einigen Stellen, an denen irrtümlich Punkt für / steht, in der ursprünglichen Gestalt eingesetzt. Sie sind weggelassen, wo sie in der Vorlage fehlen, nur dort zugefügt, wo sie (am Satzende) unentbehrlich sind. Jn den Noten ist durchweg darauf hingewiesen. Nur eine auch äußerlich ganz übereinstimmende Wiedergabe des Drucktextes macht seine Behandlung durch Luther auch graphisch ganz verständlich und ermöglicht die Feststellung seiner Vorlagen.

 

Die Beigabe eines besondern Registers der von Luther benützten Stellen erscheint wie — in der Wiederholung — für das Autographon (mit Erweiterung des sprachlichen Anhangs) so auch jetzt für die Nachschrift als unerläßlich, allein schon um der Vergleichung willen zwischen dem ausgearbeiteten und dem im Diktate zusammengefaßten Texte, die für die Vorlesungen des Reformators nur hier möglich ist. Doch auch das wird zusammen mit der wissenschaftlichen Leistung unmittelbar in der graphischen Deutlichkeit anschaulich: in welcher Ausdehnung und mit welcher Sicherheit Luther schon in der Frühzeit die heilige Schrift durch die heilige Schrift und insbesondere den Römerbrief durch den Römerbrief auslegt; und das andere: aus welchem im weitesten Umfange und bis in letzte Tiefen mit gewaltigster Kraft erfaßten und zusammengeschlossenen religiösen Lebensgrunde die Reformation herausgewachsen ist.

 

Zu Dank beim Drucke dieser frühen Vorlesungen Luthers bin ich der Forschungsgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft verpflichtet, die mir seit 1927 wiederholt die Einstellung von Hilfskräften ermöglicht hat.

 

Den weitaus größten Teil der vielfach sehr schwierigen Korrektur, deren verständnisvoll geduldige und sorgfältige Erledigung durch Druckerei und Verlag von Hermann Böhlaus Nachfolger hoch anzuerkennen ist, haben zum Ausgleich der Augenschwäche des Herausgebers sowohl für das Autographon als für die Nachschriften der Römer- und Hebräerbriefvorlesung, mit dankenswerter großer Hingabe Herr Assistent Dr. H. Dreger in Tübingen und Herr Lic. Dr. K. A. Meißinger in Gauting besorgt; der letztere, der als mein Assistent in Straßburg

 

[Seite xxxii]

 

[Berichtigungen zu Band 56 (Luthers Autographon der Vorlesung über den Römerbrief).]

1906 –14 die Initia exegetica der Reformation kennen und bearbeiteu gelernt und sich schon um die erste Ausgabe der Römerbriefvorlesung seine Verdienste erworben hatte, hat bei der Korrektur eine Durchsicht des buchstäblichen Textbestandes sowie auch des Jnhalts vollzogen und hat damit an einer Anzahl von Stellen — auch mit verschiedenen neuen Lesungen1 — die Textgestalt gefördert. Diese selbständige Gegenprüfung durch einen für die Aufgabe besonders geschulten Theologen und die bis zum Abschlusse des Druckes fortgesetzte Nach- und Neuprüfung, zumal der Scholien, seitens des Herausgebers selber2 läßt hoffen, daß der Wortlaut Luthers in der erreichbaren Sicherheit gewonnen ist.3

 

Außerdem habe ich für mancherlei Hilfe auch bei dieser Ausgabe zu danken: bei Durchsicht und Umformung des Lautbestandes des Textes Herrn Pfarrer Werner Matthias in Halle und Herrn Professor Walter Elliger, jetzt in Greifswald; für sachliche Beratung meinem Kollegen Herrn Professor Baesecke und für wiederholte Auskunft der Redaktion des Thesaurus Linguae Latinae; für die Erlaubnis, die Originalhandschrift in Halle zu benutzen, der Direktion der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin; der Universitätsblibliothek in Jena, zumal Herrn Oberbibliothekar Lic. Willkomm für die Hilfe bei der Feststellung der aus Wittenberg stammenden Quellenwerke; für die Überlassung nötiger Werke hauptsächlich der Direktion der Bayerischen Staatsbibliothek in München und der Verwaltung der Bibliothek des Predigerseminars in Wittenberg, für viele fördernde Freundlichkeit der Direktion der Universitätsbibliothek in Halle. Alle diese Unterstützungen haben mir vieles ersetzt, aber doch habe ich mich nicht in allem auf einen Ersatz von dem umstellen können und mögen, womit ich diese Ausgabe einst aufgebaut habe, den mir vertrauten Beständen der uns verlorenen großen Sammlung des uns verlorenen Landes, der Universitäts- und Landesbibliothek in Straßburg.

 

 

 

Johannes Ficker.

 

 

 

 

 

[Nachwort]

Die beigegebenen Tafeln sind entnommen: A B dem Autographon Luthers (Berlin, Staatsbibliothek Ms 64 theol. qu. 21 Bl. 3a. 126a = S. 9ff. 451f.), C D der Abschrift in der Biblioteca Vaticana Pal. lat. 1826, Bl. 48a (Probe der zweiten Hand, s. vorläufige Ausgabe S. XXVIII) und Bl. 123a (Probe der dritten Hand, s. a. a. O.) (= S. 107, 12f.; 109, 16ff.; 237, 20ff.).

 

 

 

[Seite xxxiii]

 

 

 

 

 

 

 

Quellen- und Nachschlagewerke.

 

 

 

 

Aegidius Romanus, Expositio in artem veterem, Venet. 1507.

       Opus super primo libro Sententiarum, Venet. 1492.

       Super secundo libro Sententiarum opus praeclarissimum, Venet. 1482.

       s. auch Petrus Lombardus.

Aesopus, Vita et Fabulae (Steinhöwel) Ulm s. a.

       Fabulae. Brix. 1489. Erf. 1500

Albertus Magnus, Commentaria librorum de anima Aristotelis, Colon. 1510.

Alexander de Villa Dei, Doctrinale. Norimb. 1487.

Altenstaig, Joh., Lexicon theologicum, Hagen. 1517. Antwerp. 1576.

       Vocabularius, Basil. 1515.

Ambrosius, de officiis, s. l. 1512.

       Opera, Basil. 1516.

Angelus de Clavasio, Summa angelica de casibus conscientiae, Argent. 1513.

Annius s. Nanni.

Anselmus Cantaruensis, Opuscula s. l. e. a.

Aristoteles, Opera, ed. Bekker, Berol. 1831 –1870.

       Opera latina cum commentariis Averroïs, Venet. 1483.

       Ethica, Politica, Oeconomica, Magna Moralia, Moralia, Venet. 1498.

       Decem libri morales, ed. Faber Stapulensis, Paris. 1505.

Athanasius, In vim psalmorum, Argent. 1508.

Augustinus, Opuscula plurima s. l. 1489.

       de trinitate. Basil. 1489.

       de civitate dei. Basil. s. a.

       Canones iuxta triplicem quam edidit regulam, Argent. 1490.

       Liber epistolarum, Basil. 1493.

       Epistolae, Basil. 1493. Paris. 1515.

       In Pauli epistolas, Paris. 1499.

       Opera, Basil. 1506.

       Sermones ad heremitas, Venet. 1515.

Balbus de Janua, Joh., Summa, quae vocatur Catholicon, s. l. et a.

Baptista Mantuanus, Opera, Paris. 1513.

       Eclogae, Argent. 1498. Erfurd. 1502.

Bernardus Claraevallensis, De consideratione [Augsburg] s. a.

       Sermones de tempore et sanctis, Paris. 1508.

Biblia cum glosa ordinaria et expositione Lyre literali et morali necnon additionibus

       [Pauli Burgensis] ac replicis [Matthiae Doering], 1Basil. 1498, 2Basil. 1507 sq.

Biblia cum pleno apparatu summariorum etc., Venet. 1506. Basil. 1509.

Biel, Gabriel, Sacri canonis missae expositio, Tubing. 1499.

       Sermones dominicales de tempore, Hagen. 1515

       Collectorium in quattuor libros Sententiarum, s. l. et a. id. Lugdun. 1514

       (Luthers Randbemerkungen hierzu, hrsg. von H. Degering, Weimar 1933).

 

 

 

[Seite xxxiv]

 

 

Boëthius, Opera. Venet. 1497 –1499. S. Porphyrius.

Bohatta, Liturgische Bibliographie des XV. Jahrhunderts (mit Ausnahme der Missale

       und Livres d'heures), Wien 1911.

       Katalog der liturgischen Drucke des XV. und XVI. Jahrhunderts in der Herzogl.

       Parmaschen Bibliothek in Schwarzau am Steinfels. Wien, I. 1909, II. 1910.

Bonaventura, Opera omnia, ed. Quaracchi, 1882 –1902.

       In primum et secundum librum Sententiarum, Venet. 1482.

Brandis, C. G., Luther und Melanchthon als Benutzer der Wittenberger Bibliothek

       (Theol. Studien und Kritiken 90, 1917, 206ff.).

Breviarium der Augustinereremiten, handschriftlich (“Carthusianorum in Buxheim”)

       1496, Wittenberg, Lutherhalle.

       secundum ritum sancte romane ecclesie (mit den Propria der Augustinereremiten).

       Venet. 1504.

       ad usum Romane curie, Paris. 1504.

       Misnense, Lips. 1517.

Burgensis, Paulus, Scrutinium Scripturarum, Mogunt. 1478, s. Biblia.

Capito, Wolfg., Hebraicum Psalterium (mit Institutiuncula in Hebr. linguam), Basil. 1516.

Cassianus, Jo., de Institutis Cenobiorum. Basil. 1485.

Cassiodorus, in Psalterium expositio. Basil. 1491.

Catholicon s. Joannes de Janua.

Cato, de moribus. [Argent.] 1478.

Catullus, Tibullus, Propertius cum commentariis, Venet. 1493.

Chrysostomus, Opera, Basil. 1504.

Cicero, Opera omnia, Mediol. 1498.

       de officiis. Mog. 1465.

Codex Justiniani, libri IX cum glossis, Basil. 1486.

Constitutiones Clement. V. cum extravagantibus, Norimb. 1482.

Comestor, Petrus, Historia scolastica, Argent. s. a. (Voulliéme 2176).

Constitutiones Fratrum Heremitarum sancti Augustini, ed. Staupitz, s. l. 1504.

[Corpus iuris canonici], Paris. 1504 –1506.

Cyprianus, Opera. Paris. 1512.

Decretalium Gregor. IX. libri V cum glossa, Basil. 1482.

— Bonifat. VIII. liber Sextus, Basil. 1477.

Decretum cum apparatu, Basil. 1482.

Dictionarium graecum copiosissimum, Venet. 1497.

Dietz, Ph., Wörterbuch zu Dr. Martin Luthers deutschen Schriften I, Leipzig 1870.

Dionysius Areopagita, Opera, Argent. 1502.

       Coelestis hierarchia, Venet. 1502.

Donatus minor. Ulm 1497.

Duns Scotus, Primus, secundus, tertius, quartus Sententiarum, Venet. 1490.

       Quodlibeta, Venet. 1490.

Erasmus, Desid., Novum instrumentum cum Annotationibus ..., Basil. 1516.

Eusebius, Praeparatio evangelica, Venet. 1501.

       Ecclesiastica historia. Hagen. 1506.

Faber Stapulensis, Jac., Epistole Pauli Apostoli 1Paris. 1512, 2Paris. 1515.

       Quincuplex psalterium, Paris. 1509.

Ficker, Johannes, Luther als Professor (Hallische Universitätsreden 34), Halle 1928.

Frimar, Henricus de, s. Petrus Lombardus.

Garcia, M. F., Lexicon scholasticum philosophico-theologicum, Quaracchi 1910.

 

 

 

[Seite xxxv]

 

 

Gerson, Joh., Opera, Basil. 1489. Argent. 1498.

       Opera, P. I s. l. 1514; P. II. III s. l. 1489.

Glossa s. Biblia.

Gorichem, Henricus, s. Petrus Lombardus.

Gregorius de Arimino, In primo Sententiarum, Venet. 1503.

       In secundo Sententiarum, Venet. 1503.

Gregorius Magnus, Moralia, Venet. 1480.

       Homeliae super Ezechielem. Paris. 1512.

       De diversis evangelii lectionibus. s. l. 1475. Lugd. 1516.

Guarna, Grammatices opus seu Grammaticale bellum, Argent. 1512.

Hieronymus, Commentaria in Biblia, Venet. 1497. 1498.

       Opera, edd. Erasmus et Amerbach, Basil. 1516.

Hilarius, Opera complura, Paris. 1510.

Hildebrandt, Die kurfürstl. Schloß- und Universitätsbibliothek zu Wittenberg 1512

       bis 1547 (Ztschr. füt Buchkunde 2, 1925).

Homeliae sanctissimorum ecclesiae doctorum. Basil. (Keßler) 1493.

Horatius, cum quatuor commentariis, Venet. 1492.

       Epistolarum liber, Lips. 1504.

Hortulus animae, Lugd. 1513.

Hugo de S. Caro, Postilla super bibliam, Basil. 1504.

Hugo de S. Victore, de sacramentis christianae fidei, Argent. 1488.

       Expositio super Regulam B. Augustini, Hagen. 1505.

Hus, Joh., Sermones. handschriftlich (gedr. 1525).

Jacobus de Voragine, Legenda aurea, Nurnberg. 1501.

Interpretationes nominum hebraicorum (Hieronymus) s. Biblia.

Joannes de Janua, Catholicon s. Summa (Mogunt. 1460).

Joachimus abbas, Revelationes devotissimi abbatis Joachimi super statum summorum

       pontificum Romanae ecclesise, s. l. e. a. (Hain 9376)

Josephus, Opera latina, Mediol. 1513.

Justinus, liber ad gentes in lat. conversus per J. Fr. Picum, Argent. 1507. s. Picus.

Juvenalis, Satyrae, Venet. 1483; id. Venet. 1494.

Juvencus, Historia evangelica, s. l. e. a.

Köhler, W., Dokumente zum Ablaßstreit von 15172, Tübingen 1934.

Lexicon graecolatinum multis et praeclaris additionibus locupletatum (mit Vorwort

       Aleanders), Paris. 1512.

Limperger, T. s. Augustinus, Canones.

Lucianus, Dialogi duo Charon et Tyrannus lat., Lips. 1518.

Luther, Werke, hrsg. von O. Clemen, 1. Bd., Bonn 1912 (mit BA. bezeichnet).

       Vorlesung über den Galaterbrief 1516/17. Hrsg. von H. von Schubert. (Abh. der

       Heidelb. Akad. der Wissenschaften, Philos.-hist. Kl. 5. Abh.) Heidelb. 1918.

Lyra s. Biblia.

Magdalius, Jac., Correctorium Biblie, Colon. 1508.

Margalits, Ed., Florilegium proverbiorum universae latinitatis, Budapest 1895.

Mauburnus, Joh. s. Rosetum.

Meißinger, K., Luthers Exegese in der Frühzeit, Leipzig 1911; s. v. Schubert.

Missale Augustinianorum: Ordo missalis secundum consuetudinem romane curie

       (a. E.: pro fratrum heremitarum diui Augustini de observantia iussu et auspitio

       reverendi patris Andree Proles), Nurenb. 1491.

— ecclesiae Brandenburgensis, Norimb. 1516.

 

 

 

[Seite xxxvi]

 

 

Nanni, Giov., Commentaria, Rom. 1498.

Occam, Guilelmus de, Adnotationes super quattuor libros Sententiarum, Lugd. 1495.

       Expositio aurea super artem veterem, Bonon. 1496.

       Quotlibeta septem, Argent. 1491.

       Summule in lib. Physicorum, Bonon. 1496.

       Tractatus logice, Paris. 1488.

Origenes, Opera, Paris. 1512.

Ovidius, Opera omnia emendata, Vicent. 1480.

Paltz, Joh. von, Celifodina, Lyps. 1511.

       Supplementum Celifodine, Erphord. 1504.

Perottus, Nicol., Cornu copiae, Venet. 1511.

Persius, Satyrarum opus, Venet. 1499.

Petrus de Alliaco, Quaestiones super libros Sententiarum, Argent. 1490.

Petrus Lombardus, Super epistolas Pauli glossa ordinaria et magistralis, s. l. e. a.

       Textus Sententiarum, cum conclusionibus et partitione textus Henrici Gorichem. Basil. (Keßler) 1489.

       id. Cum expositionibus Egidii de Roma — cum additionibus Henrici de Vrimaria Basil. (Keßler) 1507. id. Basil. (Hornken –Petri) 1513.

Petrus Hispanus, Summule logicae, Lips. 1499.

Petrus de Natalibus, Catalogus sanctorum, Venet. 1506. Lugd. 1508.

Philelphus, Orationes, Mediol. 1481.

Philo (so), de temporibus, s. Nanni.

Picus de Mirandula, Jo., Opera, Argent. 1506. 1507.

Plato, Opera, Venet. 1491.

Plautus, Comoediae, Venet. 1499.

Plinius, Historia naturalis, Venet. 1491.

Plutarch, Opuscula, Venet. 1509.

Polybius, De primo bello Punico libri III, Paris. 1512.

Porphyrius, Isagoge ad cathegorias Aristotelis, s. l. 1499.

Priscianus, Opera grammatica omnia, Venet. 1485.

Prudentius, Opera. Venet. 1501.

Psalterium hebraicum s. Capito.

[Pürstinger, Berthold], Onus ecclesiae, Landshut 1524. 2. Ausg. s. l. 1531.

Quintilianus, Oratoriae Institutiones, Venet. 1493.

Reisch, Greg., Margarita philosophica, Argent. 1504.

Reuchlin, Joh., Rudimenta hebraica, Phorce 1506.

       Septem psalmi poenitentiales hebraici cum grammatica tralacione latina, s. l. 1512.

       Vocabularius breviloquus, Argent. 1504.

Rosetum exercitiorum spiritualium et sacrarum meditationum, ed. Joh. Mauburnus,        Basil. 1504.

Rusticae rei Scriptores, Venet. 1472.

Sabellicus, Rhapsodiae (Enneades ab Orbe condito). Paris. 1509.

Scheel, O., Dokumente zu Luthers Entwicklung, 2. Aufl., Tübingen 1929.

v. Schubert, H. und K. Meißinger, Zu Luthers Vorlesungstätigkeit (Sitzungsberichte der Heidelberger Akad. der Wissenschaften, Philos.-hist. Kl. 9), Heidelberg 1920.

de Schueren, Gherardus s. Vocabularius.

Schütz, Ludw., Thomaslexikon, 2Paderborn 1895.

Scriptores Historiae Augustae, Venet. 1490.

Sedulius, Opus, Lips. 1502.

 

 

 

[Seite xxxvii]

 

 

Seneca, Opera, Trev. 1478.

       Epistolae, Argent. s. a.

Solinus, De memorabilibus mundi, Spirae 1512.

Speculum exemplorum, Argent. 1487.

Staupitz, Joh., Opera I, ed. Knaake, Potsd. 1867.

(Suchier,) Inkunabel-Katalog der Stadtbücherei Erfurt, Erf. 1928.

Suetonius, de XII vitis Caesarum (mit den Commentaria Phil. Beroaldi etc.) s. l. 1496.

Surgant, Manuale curatorum, Argent. 1506.

Tauler, Joh., Sermones, Lips. 1498. Augsb. 1508.

Terentius, cum quinque commentariis, Venet. 1497. id. Mediol. 1509.

Theologia deutsch, handschriftlich (von Luther gedruckt 1516. 1518).

Thiele, E., Luthers Sprichwörtersammlung, Weimar 1900.

Thomas Aquinas, Prima secundae partis summae Theologiae Venet. 1483. 1490.

       Super IV. librum Sententiarum. Venet. 1497.

       Opera omnia, Rom. 1882 sqq.

[Torrentinus, H.,] Liber elucidarius carminum et historiarum ..., item Vocabula et        interpretationes grecorum et hebraicorum, Hagenau 1507.

Trittenheim, de lugubri statu, s. l. e. a.

Trutvetter, Jod., Breviarium dialecticum, Erphord. 1500.

       Explanatio in nonnulla Burdegalensis, quem Hispanum dicunt, volumina s. l. e. a.

      Veteris artis id est Porphyrii universalium et predicamentorum Aristotelis Peri        hermenias Expositio s. l. e. a.

       Compendiaria et admodum brevis parvulorum Explanatio s. l. e. a.

      Analyticorum, Topicorum et Elenchorum Aristotelis Succinctum et breviculum

       Interpretamentum — ex Summa Dialectica Dialectica Isnachcensi pendens s. l. e. a.

       Summule totius logice, Erphord. 1501.

       Summa in totam physicen, Erphord. 1514.

Turrecremata, Joh. de, Expositio psalterii, Lubecae s. a.

Usingen, Bartholomaeus von, Compendium totius loyce, Lips. 1500.

       Parvulus philosophiae naturalis, figuralis interpretatio in epitoma philosophiae        naturalis, 2Basil. 1511.

Valerius Maximus, Factorum dictorumque mirabilium libri IX. Mogunt. 1471.

Valla, Laurentius, Adnotationes in latinam Novi Testamenti interpretationem, ed.

       Erasmus, Paris. 1505.

Varro s. Res rustica.

Vitae patrum, Norimb. 1478.

Virgilius, Opera, Argent. 1502.

Vocabularius breviloquus s. Reuchlin.

— Gemma gemmarum, Argent. 1513.

— iuris utriusque, Nuremb. 1481.

— rerum, Argent. 1491.

— qui intitulatur Teuthonista vulgariter dicendo der duytschlender. Von Gherardus        de Schueren. Colon. 1477.

Vopiscus, Fl., s. Scriptores Hist. Augustae.

Wander, K. F. W., Deutsches Sprichwörterlexikon, 5 Bde., Leipzig 1867ff.

Weida, Markus von, Der Spiegel hochloblicher Bruderschaft des Rosenkrantz Marie,        Leiptzck 1515.

Zerbolt, Gerh., Tractatus de spiritualibus ascensionibus, s. l. e. a.

 

 

 

[Seite xxxix]

 

 

 

 

 

Register.

 

 

 

 

 

 

 

Biblische Stellen.

 

 

Gen 1 2 378. 441

            31 372. 393

       2 9 416

            17 77. 416

            24 343

       3 1 518

            1ff. 52. 416

            6f. 416

            7 76. 356

            15 73. 326

            16ff. 311

       4 4 4. 268. 277

       6 17 432

       8 21 234. 253.

                  287. 312.

                  358

       10 8f. 189

       12 1 158

            1ff. 267. 446

            2 431

       13 1ff. 267

       15 5 267

            5f. 41

            6 256. 267

       17 45

       17 5 45. 47. 294

            7ff. 46

            11 43

       18 2ff. 471

            10 90

       19 2ff. 471

       21 9 394

            12 89

            13 89

      22 1ff. 267

            2ff. 446

      25 1ff. 394

            23ff. 90

       27 29 91. 245

       28 12 458

       37 28 437

       41 40f. 437

       45 3 437

       46 29 437

       48 17ff. 83

       49 10 140

 

Ex 3 14 397

       4 3 368

       5 5ff. 381

       9 16 92

       13 2 505

       18 1ff. 198

       19 8 360

            10 444

       20 4 429

            5 490

            17 70. 256.

                  275. 287.

                  312

            18 367

            19 360

       22 27 420

       32 1ff. 231

            9 413

            24 314

            32 88

       33 15 308

            19 91. 182.

                  397. 402.

                  429

            22 400

       34 6f. 288

            7 260

            14 490

 

Lev 11 3ff. 161

            4ff. 493

       18 5 99. 100

       19 18 482

       20 24 505

       26 1 429

            36 410

 

Num 14 9 365

       15 30 365

       18 20 456

       21 8f. 75

       22 21ff. 452

       23 19 48

       24 9 245

            17 139

            21 403

 

Deut 4 30f. 437

       5 8 429

            21 312

       6 5 275

            6ff. 484

       9 10 23. 74

            13 413

       12 19 456

       14 6ff. 161

            7ff. 493

      24 16 310

       27 26 424

       28 65. 67 411

       30 12 414

            12f. 100

       32 11 441

            21 104

            35 123

            43 138

 

Jos 3 5 444

            16 158

       6 409

       15 63 260

 

Ruth 3 7 278

 

[Seite xl]

 

 

 

Ruth 3 9 278

 

1 Reg 2 1ff. 386

            6 193. 450

            6f. 375

       10 6 335

       13 13f. 384

       15 1ff. 416

            3ff. 163

            26 384

       16 1 384

            23 467

       17 33 446

       21 4ff. 444

       30 11ff. 406

 

2 Reg 3 27 459

       7 3ff. 452

       11 2ff. 163

       13 22 460

       16 10 180

 

3 Reg 8 46 260. 288.

                  289

       18 10 105

            17 105. 429

            26. 28 429

       19 10. 14 106

       22 8ff. 250

            17ff. 452

            22. 23 180

            24 453

 

4 Reg 3 15 467

       4 40 171

       5 1ff. 198

            13 294

       21 1ff. 384

       24 12ff. 406

            20 447

       25 429

            1ff. 447

 

1 Paral 22 9 297

 

2 Paral 6 36 288

       33 12ff. 384

 

1 Esra 5 11 478

 

Judith 16 17 83

 

Esther 2 7ff. 516

 

Hiob 1 8 288

       3 1ff. 356

       5 9 116

       7 17. 19 401

            20f. 288

       9 2 288

            10 116

            15 288

            21 236

            28 236. 252.

                  290. 502

       10 18 401

       13 3 373

            25 401

       27 6 288

       39 13 268

       41 2 386

       42 7f. 401

            10 198

 

Ps 1 1 233

            2 72. 201. 237.

                  254. 344.

                  345. 398

            4 245. 297.

                  410

            5 233

            6 83. 398

       2 8 5

            10 256

            11 291. 503

       3 4 261. 306

            9 251

       4 2 21. 196. 301

            4 377. 505

            5 431

            7 218

       5 10 501

       6 2 196. 403

            3 403

       7 11 356

       8 1ff. 168

            2 92

            6ff. 6

            10 92

       9 6 92

            7 522

       10 3 263

            6 304. 325

       11 7 68

       13 1 240. 417

            2 265

            3 247. 260

            4 242

            6 525

       14 5 233

       15 3 324. 377

       16 3 304

       17 11 441

            20 21

            27 234. 413

            37 263

            42 101. 422

            45 103

            50 138

       18 3 487

            5 37. 104. 425

            11. 12 207

            13 68. 231. 253.

                  305

       20 13 334

       21 2 100

       21 31f. 293

       23 8 403

       24 7 68. 231

            9 414

            15 362

       26 14 376

       27 3 298. 358

       30 3 299

            20 381

       31 1 268. 270.

                  271. 278

       31 1f. 41. 267

            2 278

            3 282

            4 270

            5 69. 230. 271.

                  278

            5f. 259. 276

            5ff. 285

            6 230. 236.

                  253. 270.

                  288. 305

                  325. 347

            10 285

       32 6 84

            9 232

            10 375

            16f. 170

       33 3 28

            9 368

            11 265

            22 323

 

[Seite xli]

 

 

       34 8 433

       35 3 289

            5 341

       36 5 376

            7 376

            22 245

            27 473

            28 106

       37 10 82

            12 302

            19 270

       38 6 372

       39 13 115

       41 2f. 388

            7 390

       43 22 86

       44 1 280

            3 338. 467

            5 278. 280. 445

            7 414

             8 72. 260

            9 278

            11 158. 256

            17 293

       48 7 170

       50 3ff. 285

            4 228. 277

            5 68. 230. 259.

                  271

            5f. 221. 269

            6 31. 32. 115.

                  214. 216.

                  226. 227.

                  230. 232. 271

            7 287

             8 68. 230. 291

            11 286

            12 356

            15 286

            16 230

            17 230. 349

            18 349

            19 260. 349. 387

       52 6 195

       56 1 326

       57 1 326

            7 245

       58 1 326

       59 3 196

       59 13f. 170

       62 8 278

       64 2 247

       66 5 521

            10 403

       67 10 403

            13 259

            14 486

            19. 21 323

            36 269. 290.

                  389

       68 6. 8 525

            10 136

            23f. 109

       71 7 297. 298

            14 288. 325

       72 3 298

            26 456

       75 6 487

       77 31 405

            37 356

       79 14 348

       80 7 334. 353

            8 381

            11 420

       83 8 173

       84 11 298

            12 110. 224

       85 5 420

       87 6 242

       88 7 84

       89 1 299

       90 1 298

            3 362. 432

            4 299

            6 412

            13 425

       93 11 375

            14 106

       94 8 207

            10 240. 269

            11 207

       96 1 521

            8 365

       100 4 356

       101 9 302

            27 80

            27f. 80

       102 11 376

       102 14f. 376

       103 29 432

            31 323

       104 4 239. 265

            45 265

       105 3 269

            13 376. 446

            24 376

       109 1 114

            1ff. 6

            2 102. 422

            2ff. 5

            4 443

            5 193

            6 231

       110 2 324. 377

       111 1 345. 387

            7 108

            10 108

       112 4 140

       113 5 158

       113b 3 93. 384

            5f. 422

       114 3 197

       116 1 139

       117 22 250

       118 5 265

            10 265

            22 526

            32 398

            39 526

            46 526

            72 346

            89 62

            97 254

            103 207. 346

            113 207

            126 263

            145 265

            165 246

       119 4 474

       120 2 269

       121 4 239

            5 231

       122 4 526

       124 4f. 413

       126 2 486

            2f. 293

       129 8 288

 

[Seite xlii]

 

 

       131 11 5

       132 3 390

       134 15f. 422

       138 23. 24 304

       142 2 201. 221. 288. 289

       143 6 387

       144 18 101

       147 4 425

            8f. 30

            9 (20) 26

            20 222. 425

 

Prov 1 28 101. 421

            29 281

       4 27 238. 240

       8 23 165

       11 6 501

            15 335

       12 21 410

       14 16 503

       18 9 463

            17 17

       20 6 459

            9 260

            21 412

       23 26 165. 443

       24 16 328

       25 21 123

            21. 22 123

       26 4 475

            5 475

            12 20. 193

       27 21 356

       28 1 410

            14 502

       29 21 491

       30 15ff. 242

            20 206

       31 26 36

 

Eccles 1 2. 3 373

            15 20. 325. 414

       7 21 236. 260. 288

       8 8 438

       9 1 79. 86

       9 11 399

       10 15 509

       12 7 432

 

Cant 1 3 264. 279

       2 5 307. 388

            12 265

       3 1 264

       4 2 243

            8 158

            9 308

            11 467

       5 2 486

            3 279

            6 264

       7 12 279

       8 6 359. 388. 491

 

Sap 2 25 309

       8 21 257

       9 15 340

 

Sir 18 6 486

            30 353. 354

       28 15 188

       30 22 517

       31 8 304

       39 7 259

       42 14 73. 323

       44 16f. 517

 

Jes 1 1 103

            9 96

            10f. 415

            13f. 493

            19 415

            23 25

       2 9ff. 356

       3 4 502

       4 3 405

       6 9 108. 336

            10 432

       7 9 407

       8 13ff. 97

            14 97. 250

            21 369

       9 3 65

            6 297

       10 13. 15 399

            18f. 406

            20ff. 96

            21ff. 406

       10 22 410

       11 1 521

            2 37. 336. 387

 

Jes 11 5 333

            10 139

       14 12 178

       19 24f. 431

       21 12 265

       28 16 97. 101. 410. 411

            20 409

            21 376

       29 13 367. 465

       30 10 243

            15ff. 410

            26 373

       31 9 474

       32 20 425

       35 1 520

            4 387

       40 3 233

            8 62

            13 116

            18f. 13

       41 1 247

            23 275. 399

            24 399

       43 21 7

            26f. 315

       44 20 502. 503

            23 520

       45 9 93

            22ff. 131

            24 131

       46 3 405

            10 93

       48 5f. 165

            22 298. 410

       49 3 7

            6 405

            8 487

            18 131

       50 7 403

       52 5 27. 519

            7 102. 425

            15 144

       53 1 103

            2 139. 244. 521

            4 519

            4ff. 51

 

[Seite xliii]

 

 

       55 8 376

            8f. 375

       56 1 326

            10 371

       57 1 326

            19 297

            20 410

            21 298. 410

       58 1 326

       59 3 326

            20 114. 438

       64 6 288. 430

            8 376

       65 1 265. 427

            5 516

            8 431

            8f. 405

            17 80

       66 2 387

            2f. 416

            10 520

            23 493

 

Jer 1 5 164

            10 158. 326. 423

            13 163

       2 13 235

       4 4 27

       6 14 251

       7 21ff. 415

      9 26 (25) 27

       10 7 140

            23 398

       11 13 349

       14 13 251

       15 10f. 369

            19 252

       17 9 304

       18 7ff. 321

       20 8 525

            14 356

            18 401

       23 17 251

            20 377

            21 163. 422

            29 423

       25 9 125

       27 6 125

       28 1ff. 452

       30 11 288

       31 31 4. 288

            31ff. 256

            32 263

       32 15. 19 452

       35 14 263. 495

            16 45. 263

       36 23 250

       48 30. 36 71

 

Thren 1 3ff. 406

       2 14 243

       3 22 96

            51 76

 

Ez 7 26 103

       11 19 203

       16 8 278

            17 207

       18 20 310

       34 2ff. 458

            4 160. 502

       36 20 519

 

Dan 1 6ff. 516

       2 34 158

       3 27ff. 449

            29. 31 232

       8 24 143

 

Hos 1 6 95

            10 (2 1) 94

       2 1 (3) 95

            16 (18) 429

            20 256

            24 (25) 94

       3 1 95

            4. 5 437

       5 12 437

            14 447

            15 437

       6 8 208

       8 4 208

            7 297

       10 3 282

            8 306. 412

       13 9 269

            14 392

 

Joël 2 13 420

            32 101. 426

       3 5 101

 

Amos 3 7 4. 165

            12 405

 

Obad 1 1 103

 

Micha 2 12 405

       4 13 425

       5 7 405

            8 87

       6 8 485

       7 10 245

 

Hab 1 4 263

       2 4 256

       3 2 103. 196

 

Zeph 1 14ff. 193

 

Zach 11 17 9. 160

       13 3 422

 

Mal 1 2f. 91

            7. 8. 10 308

       2 7 252

       4 2 299

 

1 Macc 3 3 138

       2 66 138

 

Mt 2 16 199

       3 2 254

            3 233

            15 449

       4 2 127

            4 252

       5 5 465

            6 219. 265

            8 183

            10. 12 194

            14 158

            15 158

            16 122. 519

            20 200

            21f. 200. 303

            25 62. 368. 447

            28 26

            45 80

            46 149

            48 187

       6 2. 5 388. 457

            9 260. 265. 519

            10 212. 260. 261. 321

            12 260. 265. 289

            16 388. 457

       7 1 131. 191

 

[Seite xliv]

 

 

       7 3 479

            8 468

            12 197. 200. 483. 518

            17 76

            18 187

            22 22

            23 186

24 116. 411

            26 117

            27 301

       9 12 218

            20ff. 320

            29 79

            38 454

       10 10 456

            22 239

            28 87. 322

            34 297

            37 331

            38 301. 331. 450

            39 517

       11 17 468

       12 33 76. 364

            37 204

       13 4ff. 22

            8 472

            13 336

            25 163

            31 139. 249

            32 139. 249

            44 393

            45f. 249

       15 8 367. 465

            19 314

       16 17 239

            24 419. 450

            25 517

       17 1ff. 300

       18 22 328

       19 17 69

            19 482

       20 11 427

            11ff. 110

            15 509

            16 783

            22 82. 380

       21 2ff. 464

       21 42 250

       22 14 7. 83

            21 126

       23 2f. 205

            3 71. 206

            4 205

            5 205. 206. 208

            12 427

            23 495

            23ff. 205

            24 479. 496

            26 333

       23 27 29

            37 35

            38. 39 437

       24 2 246

            11 493

            13 239

            24 493

            26 493

            35 80

            42 128

            45 160

       25 3 444

            14 454

            24 368

            34 174

       26 14 384

            28 385

            39ff. 261

            41 351

            41ff. 384

       27 34 369

            38 324

            48 369

            50 432

 

Mr 1 3 233

       4 31f. 139

       5 25ff. 320

       7 6 367. 465

       8 34 450

            35 517

       10 35 380

       11 2ff. 464

            24 79

       12 10 250

            17 126

       13 8 472

       13 33 128

       14 10 163. 384

            24 385

            36ff. 261

            43ff. 384

            61 15

       15 23 369

            27 324

            35 369

            36 369

            37 324

       16 15 9

            16 172. 186. 213

 

Lc 1 28ff. 446

            35 170. 377

            48 471

            51 212. 230. 233. 250. 413

            51f. 36

            52 218

       2 14 146

            34 97. 213

       3 4 233

            8 295

       4 18f. 218

            25ff. 104

       6 26 251

            31 518

            35 187

       7 22 170

       8 5ff. 22

            43ff. 320

       9 24 217. 517

            26 525

            55. 56 473

            62 485

       10 7 456

            16 4. 251

            27 275

            29 201

            30ff. 272

            33ff. 441. 513

            34 351

            34f. 258

            38ff. 363

       11 2 265. 321. 519

 

[Seite xlv]

 

 

       11 4 265

            21f. 306

            42 495

       12 32 387

            36 366

            42 152

       13 16 325

            19 139

       14 10 462

            11 427

            12ff. 456

            23 499

            27 450

            33 520

       15 4 218

            25ff. 110

            28 427

       16 1ff. 152

       17 10 299

            20f. 493

            21 393

       18 10ff. 516

            14 427

       19 30ff. 464

       20 17 250

            25 126

            38 419

       21 18 322

            23. 24 437

            28 365

       22 3 163

            3ff. 384

            19 385

            20 385

            42ff. 261

            47f. 384

       23 30 305

            39 324. 412

            39ff. 384

       24 42f. 369

            49 170

 

Joh 1 6 422

            8. 9 260

            13 293

       1 14 62. 164. 237. 330

            17 257

            29 424

       3 3ff. 117

            5 240. 293

            7 293

            8 256

            16 310

       4 22 112. 210

       5 44 37. 49

       6 44 239. 384

            45 384

            57 74

       7 16 399

       8 33 89. 124

            34 61. 367

            35 366

            36 329

            37 96

       9 16 218

            24 217

            40 218

            41 218

       10 1 163

            1ff. 4

            12 308

            12f. 500

            27f. 87

            29 87. 384

       11 11 486

            17 242

            25 87

            26 327

       12 24 58

            25 58. 331. 340. 392. 450. 517

            48 10

       13 2 384

            7 82

            18 384

            27 71

            27ff. 384

       14 6 239

            16 378

            27 7. 378

            29 378

       15 1ff. 117

            16 65

            18. 19 310

       16 2 35. 245. 390

       16 14 168

            21 81

            24. 26 380

            33 61. 87. 297. 329

       18 2ff. 384

            28 29

       19 11 123

            29 369

       21 15ff. 138

            18 447. 449

 

Act 1 8 170

       2 33 318

            36 5

       4 10 29

            11 250

            33 170

       5 28 29. 206

            41 526

       7 52 29. 206

            53 198

            54 206

       9 10 103

            15 86

       10 15 133. 505

            44ff. 111

       11 9 133. 505

       13 2 4. 164

            46 111. 210

       14 21 302

       15 1. 5 495

            6ff. 129

            19 511

       16 3 482. 495

       17 29 13

       18 2 149

            3 149

            25 169

       20 35 456

       21 22 –28 147

            26 482. 495

            27. 28 40

       23 3 479

 

Rm 1 1 505. 527

            1ff. 153

            2 422

            3 8

            5 142

            7 469

 

[Seite xlvi]

 

 

       1 8 9. 149. 152

            11 144. 146. 149

            13 144

            14 526

            16 160. 526. 528

            17 186. 224. 226

            20 17

            21 499

            22 157

            25 357

            28 174. 183

            28ff. 179

            29 175

       2 1 26. 184. 347

            2 33

            7 21. 209

            8 232

            10 199

            11 19

            12 23

            13 424

            14 198. 234

            15 197

            16 144. 169

            17 246. 261

            21 358

            21ff. 27. 347

            22 19

            23f. 136. 192

            23. 24 519

            25 29. 208

            25ff. 222

            26 198

            27 27. 198

            28 26. 27. 206. 208

            28f. 222. 223

       3 1f. 88

            3 89. 105. 108. 209

            4 34. 39. 262. 297

            5 221

            6 310

            7 216

       3 8 56. 494

            9 31. 174. 202

            10 260. 284

            10ff. 198

            12 260

            19 34. 404

            20 67. 201. 294

            21 263

            21ff. 22

            25 192

            27ff. 328

            28 370

            30 127

            31 74

       4 1ff. 44

            2 37. 261

            3 419. 446

            5 22. 226

            7 271. 347

            12 292

            15 22. 44. 52. 64. 66. 96. 275

            16 138

            21 403

            25 100

       5 1 298. 510

            2 50

            3 304

            3ff. 465

            4 299. 522

            5 74. 203. 338. 360

            6 51. 307

            8 50

            9ff. 296

            10 58

            11 261

            12 66. 316. 329

            12ff. 253

            13 310

            14 55. 261. 518

            15ff. 52

            16 311

       5 19 84. 315

            20 56

       6 1ff. 33

            3ff. 51. 296

            4 64

            6 65. 78. 128. 321. 329. 443

            7 58

            8 327

            8ff. 174

            9 322. 327

            12 71. 78. 320

            13 332

            14 65. 314

            15 262

            15ff. 33

            17 334

            18 77

            18ff. 33. 78

            19 444

       7 2f. 344

            4 330. 344

            5 271

            5f. 67. 271

            6 96

            7 52. 253. 271. 313. 335

            7ff. 253

            8 69

            9ff. 64

            13 66

            14 37. 339

            15 66. 321

            15ff. 73

            16 75. 206

            18 206. 280. 339

            19 78. 288. 321. 340. 344

            20 271

            21 340

            22 340. 344

            23 339. 352

            24 258

            25 74. 260. 340

 

[Seite xlvii]

 

 

       8 1ff. 271

            3 263. 275. 317. 323

            3f. 257

            5 341. 363. 435

            6 379. 435

            7 171. 359. 435

            10 76

            14 445

            16 186

            17 86

            23 352

            24 520

            26 382. 420. 523

            28 81. 331. 370. 433. 476. 481

            29 128. 183

            31 204

            32 247

            33 370

            33f. 183. 204

            33ff. 381

            38f. 370

       9 4 223

            4f. 30. 222. 234

            4ff. 224

            6 31. 105. 210

            7 214

            8ff. 384

            10 429

            14 386.

            15 182. 384. 396

            16 159

            17 93. 94. 182. 384. 399

            18 92. 384. 386

            19ff. 33

            20 183. 385. 401

            21 93. 385. 403. 429

       9 22 386. 402

            25 95

            30 105

            32 107. 417

            32f. 250

            33 101

            33f. 183

       10 2 106. 245. 258

            5 424

            9 51

            13 426

            14 103. 426

            15 426

            16 207

            17 103

            19 108

            19f. 384

            20 265. 504

       11 1 31

            1ff. 214

            2 211

            2ff. 384

            10 433

            11 182

            17 31

            25 435. 436

            32 91. 207

            34 229

            35 386

       12 1ff. 451

            3 435

            7f. 127

            8 470

            8f. 463

            10 9

            12 510

            14 436

            16 232

            17 510

       13 8 481

            13 487

            14 60. 320

       14 5 499

            7 516

            14 129. 140

            19. 21 519

            23 21

       15 2 517

       15 3 136

            8 209. 223

            8f. 211

            13 148

            17 524. 526

            23 149

       16 25 169. 439

 

1 Cor 1 10 137

            13 249. 251

            17 165. 301

            21 174

            23. 24 10

            25 171. 471

            27 171. 471

            29 261

            30 279

            31 404f. 428

       2 2 371

            6 400

            10 185

            11 432

            14 171. 341

            15 347

            17 116

       3 1f. 400

            6 455

            9 511

            10 455

            11 116

            12 117

            17 511

            18 229. 393. 511

            22 476

       4 2ff. 169

            3 159. 162

            4 231. 252

            5 159. 236

            7 236

            9f. 525

            12f. 436

            13 526

       5 7 282

       6 9f. 184

            12 481. 482. 509

            19. 20 505

       7 2. 5. 6 332

            7 119. 332

 

[Seite xlviii]

 

 

       7 14 469

            19 493

            21 481

            23 481

            31 520

            34 444

       8 –10 129

       8 1 523

            1ff. 493

            2 486

            4. 7 506

            8 133

            9 132

            11. 12 509

            13 135

       9 1 511

            11 146

            15 524. 526

            19 481

            19f. 481

            20 129

            22 481. 507

            26 454

            27 8. 340

       10 6ff. 493

            12 514

            13 331

            22f. 482

            23 134

            25 129

            32 518

            32f. 473

            33 518

       11 31 393

       12 4ff. 118. 119

            6 399

            7ff. 308

            11 309

            12f. 514

            28 455. 456

            31 309. 491

       13 1f. 509

            2 337

            5 121. 135. 145. 362. 388. 485. 517. 525

            7 136. 307. 388. 514

       13 12 330

       14 2 467

            15 467

       15 22 317

            34 485

            49 128

            54 320

            55 366

            56 22. 329

            56f. 201

            57 73. 329

       16 12 502

 

2 Cor 1 4 196

            12 526

       3 3 203

            6 69. 74. 337

            17 482

            18 118. 173. 259

       4 2 122

            16 443

       5 11 503

            12 160

            20 6

            21 75

       6 1 441

            1f. 487

            3 510

            3ff. 488

            4ff. 441. 488

            7 488

       8 18 169

       9 7 458

            8 420

            8f. 377

       11 2 491

            14 257. 348

            28f. 507

            29 514

       12 2 300

            9 195. 402f.

            10 195

            15 390

            21 184

       13 3 523

 

Gal 1 15 164

            3 495

            4 480

       2 6 435

            7 142

            9 146

            11ff. 328

            14 129. 495

            20 399. 505

            21 359

       3 10 424

            12 99. 424

            13 75

            14 424

            19 319

            22 115

            24 368

       4 6f. 369

            9 330

            9ff. 492

       5 6 248. 249

            11 301

            12 511

            13 262. 480. 481. 499

            16 71. 353

            17 72. 321. 326

            19ff. 75

            22 75. 188

       6 1f. 514

            2 261. 516

            3 435. 514. 515

            5 310

            6 456

            7 456

            10 462

            11 498

            12 302

            13 151

            14 304

            15 493

 

Eph 2 10 335

            12 51. 112

            14. 17 297

            19 112

       3 18ff. 446

            20 377. 420

       4 2 472

            3 472

            4 6

 

[Seite xlix]

 

 

       4 4ff. 451

            8 318. 323

            12 6

            19 306

            23 443

       5 3 184

            14 485

 

Phil 1 23 73. 346

       2 1ff. 441

            2 472

            3 462. 471

            4 121. 135. 484. 517

            5 519

            5ff. 514

            6f. 161

            6ff. 167

            7 24. 171. 317. 330. 519

            10f. 132

            12 503

            13 259. 265. 288. 398

       3 8 250

            13 173. 363

            18 301

       4 7 421

 

Col 1 26 439

       2 8 372

            15 87

            16ff. 492

            18 119

       3 1 322

            3 290. 393

            5 78. 326

            10 443

 

1 Thess 5 6. 7 487

            12. 13. 14 511

            20 460. 461

            21 16. 122

            22 479

 

2 Thess 2 1ff. 411

       3 5 501

            6 511

 

1 Tim 1 3ff. 492

            5 493

            7 129

            15 288

 

1 Tim 2 4 385

            7 142

            8 490

            8ff. 489

            15 428

       3 1ff. 477

            2 470

            2ff. 489

            3 490

       4 4 373

       5 3ff. 495

            14 473

            18 456

       6 1 122

            9 352

 

2 Tim 1 12 504

       2 5 122. 330

            8 169

            10 385

            17 34. 242

            19 384

            20 93

       3 2ff. 477

            8 446

       4 3 243

            8 365

 

Tit 1 2 166

            7 490

            7ff. 489

            8 470

            9 492

            10 129. 151. 492

            10ff. 151

            13 492

            15 130. 373. 431

            16 257

       2 1 492

            2 492

            2ff. 489

            3 492

            5 122

            8 492

            12f. 365

       3 1f. 473

            2 470

       3 3 60

 

Philem 14 502

 

Hebr 1 2 5

            3 84

       3 1 138

            6 511

       4 12 295

       5 4 4

            9 172

       7 17 443

       9 12. 28 59

       10 33 470

            36 195. 465

       11 1 48. 171. 182. 231. 379. 409. 453

            3 182. 239. 295

            3 –10 267

            8ff. 267

       12 1 350

            6 305

       13 2 470

            9 493

            15 7

 

Jac 1 4 194

            18 81. 258. 335. 352

            19 412

       2 10 249. 419

            17 238

            23 248

            24 248

            25 248

            26 248

       3 2 235. 288

       4 1 321

 

1 Petr 1 6 302

            6f. 50

            8 49

            16 469

       2 3 368

            5 7. 352

            7 250

            7f. 97

            8 250

            10 94

            11 321

            12 473

            13 476

 

[Seite l]

 

 

 

1 Petr 2 13ff. 123

            15 126

            16 62. 124. 262. 499. 501

            17 503

            24 60

       3 9 473

       4 3f. 489

            4 488

            18 330

       5 13 488

 

2 Petr 1 7 121

            21 154

       2 13 321

            13 489

       3 11f. 365

 

2 Petr 3 13 80. 276. 321

            16 32

            18 147. 513

 

1 Joh 1 8 230. 235. 271. 288. 289

            9f. 230

       3 2 280

            3 81

            15. 16 121

            18 120

            20 204

       4 4 87

            10 86

            18 367

       5 4. 5 329

 

1 Joh 5 10 296

            18 288

            19 310

 

Apc 1 7 132

       3 14ff. 266

            15. 16 121

            17 282

       5 5 87

            10 476

       12 1 476

            9 413. 416

       15 4 231

       20 2 413. 416

       21 14 144

            27 391

       22 11 259. 288

            16 521

 

 

 

Literarisches und Sprachliches.

 

 

 

 

Literarisches: Von Luther genannte Schriften und Namen.

 

 

(Die Einklammerung bedeutet allgemeine, indirekte oder fehlende Bezeichnung.)

 

Absalomitae (460). 463

 

Adriaticum mare 143

 

Aegyptus 176

 

Aesopus, Fab. 141. 500

 

Africa 244

 

Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Mainz und Magdeburg 483f. 502

 

Alexander der Große 189

 

Ambrosius, Ambrosiaster 135. 273. 281. 454

       (Comment. in ep. ad Romanos) 316

       de paradiso 8 186

                  12 339

       de sacramento regenerationis 70. 339

       (de sacramentis) IV, 6, 28 274

 

Amyntas 374

 

s. Anastasia 474

 

Antaeus 313

 

Antiochus Epiphanes 30

 

Antiqui patres, patres sancti 166. 273. 313. 354. 466. 489. 505. 517

 

Antonius, Mönchsvater 363

 

Arabici 9

 

Argus 191

 

Aristoteles 116. 349. 354. 364. 395. 418. 419. 442

       de anima III, 1 374

       (Categoriae) 8 312

       Ethica Nicomachea II, 1 3. 273

                                    III, 7? 172

                                    IV, 3? 196

                                    VII, 8 189

       (Hist. animalium) VIII, 29 244

 

Arsenius, Mönchsvater 486

 

Augustinerkonstitutionen s. Augustinus (468). (471). 496

 

[Seite li]

 

 

 

Augustinus 128. 272. 374. 377. 454

       de beata vita 412?

       Confessiones 276?

                  I, 4 384

                  V, 3 432

       de Civitate Dei IV, 4 25. 189

                                    V, 12 195

       contra duas epistolas Pelagianorum

             I, 10 339

       de doctrina christiana I. 23, 22 517

       Enarr. in ps. 70 516

       Enchiridion ad Laurentium

                  1 296

                  98 404

                  99 396. 401. 404

       Epistulae 127, 5 254. 280. 340

             ad Hieronymum (8. 9. 10. 19)                                                             495

                                    29 289

       Expositio quarundam propositionum

             ex ep. ad Romanos

            26 50             39 69

            27. 28 315             43 340

            29 54             48 358. 359

            30 319             49 359. 361

            31 57                   363

            32 –34 326             52 367

            35 320. 321 57 86

            36 65. 336 66 98

            37 69             70 110

            38 68             71 474

       de gratia et libero arbitrio 16 358

                                                      17 85

       contra Iulianum I, 6 310. 317

             7 281

                                    II, 2 281

                                          3 70. 71. 73

                                          4 70. 71

                                          5 70. 339.

                                                351

                                          8 385

                                          9 352

                                    III, 20 352

                                          23 340

                                          26 71. 342.

                                                353

                                    IV, 3 512

       contra Iulianum opus II, 185 311

                  imperfectum 214 311

       de nuptiis et compiscentia ad Valerium

                   I, 19       113

                        23       353

                        25       273

                        30. 31 332

       de ordine 188

       de peccatorum meritis et remissione

                   I, 4f. 77

                         9       309

                         10       314

                         11       54. 315

                         12       54. 311

                         15       55

       Regula b. Augustini 5 471

                                                11 128

       Retractationes I, 23 339

       Sermo 54 518

                  355 473

       de spiritu et litera 332?

                  4 67. 69. 70. 200. 336

                  6 56

                  7 57. 157

                  8 26. 28. 191. 200

                  9 36

                  11 36. 172. 173

                  13 38. 256. 264

                  14 337

                  19 257. 291

                  21 338

                  26 201

                  27 202

                  27 –29 202

       Tractacus in Iohannem CV 195

       Tract. in ep. Ioannis II 241

       de trinitate IV, 3 321

                        VIII, 10 241?

                        XII, 15 440

 

Augustus, Kaiser 297

 

Baptista Mantuanus, de patientia I, 32 303

 

Basilius der Große 281

 

Behemotici 479

 

Bernhard von Clairvaux

       de consideratione I, 2 19. 192

                                     IV, 3 137f.

                                           6 480

 

[Seite lii]

 

 

       (Epistulae) 91 239. 441

                  201 138

                  385 173. 239

       (de praecepto et dispensatione) 20, 60 374?

       Sermo in fest. annuntiat. b. Mariae virginis 79. 369

             (in vigilia nativitatis Domini) II 486

 

Biblia 34. 47

 

Brandenburg, Bischof von, s. Schulz

 

Brevier (115). 366. 468. 501

 

Burgensis s. Paulus

 

Catullus, Carmina LXIV, 406 489

 

Cenchreae 148

 

Cerberus 281

 

Chrysostomus

       Homil. in ep. ad Romanos X 310.

            317f. (s. Augustinus, c. Iul. I, 6)

                   ad neophytos 317

 

Cicero 195?

       (Cato maior) 3, 9 24

 

Claudius, Kaiser 149

 

Codex Iustiniani VII tit. 71 419

 

Codices 153

 

Codices graeci 354

 

Collecta, Luthers Scholienerklärung des Römerbriefs 26. 85

 

Colonienses theologi 302f. 436. 461

 

Comicus s. Terentius

 

Consules Romani 184

 

Corpus iuris canonici s. Decretales, Decretum

 

Curia 480

 

Cyprianus 281

       de mortalitate 7 (73)

       de oratione Dominica 16 72

 

Dalmatia 143

 

(Decretales Gregorii IX 466)

 

(Decretalium liber Sextus I, 3 477)

 

Decretum (Gratiani) 497. (466)

 

Demodocus 189

 

Dionysius Areopagita

       Epistulae ad Caium 152

       Ep. ad Sosipatrum 152

       Mystica theologia 299

 

Doctores antiqui s. Antiqui patres 354

 

Doctores recentiores s. Recentiores

 

Doctores verbi 455. 456

 

Cn. Domitius Ahenobarbus 462f.

 

Duns Scotus in IV Sent. dist. 6 qu. 6 501

 

Erasmus, Desiderius 120. 135. 400. 415. 507. (523). 527

       (Novum Testamentum)

 

Ethica Christiana 440

 

Faber Stapulensis, Iac. 14. 65. 68. 85. 120. 124. 145. 147. 148. 152. 214. (309). 317. (329). (389). 400. 415. (527).

 

(Epistolae Pauli, Quincuplex Psalterium)

 

Faustus Manichaeus 432

 

Franci 472

 

Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen 448. 464. (469). (483f.)

 

Frisia 448

 

Galilaei 80

 

Galli 472

 

Georg, Herzog von Sachsen 447. 448

 

Gerhard Groot (vielmehr Gerhard Zerbolt), de spiritualibus ascensionibus 313

 

Germani 472. 488

 

Gigantes 512

 

Glosa, allgemeine Auslegung 34. 411

       der biblischen Exegeten, s. Glossa interlinearis und ordinaria

       der Juristen, s. Iuristae

       Luthers Glossenerklärung des Römerbriefs 201. 247. 292. 341. 404. 414. 425. 428. 456. 516. 521

 

Glossa interlinearis und ordinaria (5). (14). (34). (64). (65). (68). (71). 166). 173. (174). (230). (261). 309). (326). (346). (349). (372). 373). (389). (436). (513).

 

Graeca regio 143

 

Graeci 472

 

Craecus textus s. Burgensis, Dictionarium graecum, Erasmus, Faber Stapulensis, Hieronymus, Lexicon

 

[Seite liii]

 

graecolatinum, Septuaginta, Valla, Vocab. breviloquus        s. Sprachliches

 

Gregor der Große 475? 517

       Homiliae

             in Evangelia I, 17 516

             in Ezechielem II, 7 491

                         10 443. 444

 

Gregor von Nazianz 281

 

Hebraeus textus, s. Vulgata, Erasmus, Faber Stapulensis, Reuchlin (und Gewährsmänner Reuchlins), Septuaginta        s. Sprachliches

 

Heiligengeschichte 363. 384. 427. 470. 473

 

Hermannus 151

 

Hieronymus 96. (129). 454. 488

       Briefwechsel mit Augustin 495

       (Comment. in Isaiam) 139. 411. 521

                         in ep. ad Titum 490

      contra Rufinum II, 32. 59

      (Interpretamenta nominum hebraicorum) s. Graecus, Hebreaus, Nostra translatio, Psalterium (s. Faber)

 

Hieronymus Scultetus (Schulz), Bischof von Brandenburg 448. (515)

 

Hilarius Pictaviensis 281

       (de trinitate) IV, 14 495

                         X, 45 389

 

Hispania 148

 

Horatius, (Epist.) I, 14 119. 455

                   (Sat.) I, 1 455

 

Honstein s. Wilhelm

 

Hugo de S. Victore 491?

 

Hydra 313

 

Hymnen, Kirchliche (127). 366. 408. (460)

 

Illyria 143

 

(Interpretamenta nominum hebraicorum) s. Biblia, Hebraeus, Hieronymus

 

Interpretes graeci 400

 

Irenaeus Lugudunensis 241

 

Iordanes 31. 158. 175. 524

 

Itali 472

 

Italia 143

 

Iosephus, Antiqu. XII, 9 29

 

Iudaei 46. 95. 105. 199. 301. 348. 394. 395. 428. 436. 478. 495. 519

 

Jüdische Grammatiker, Gewährsmänner Reuchlins 140

 

Iulius II, Papst 447. 448. 480

 

Iupiter 13. 177

 

Iuristae 18. 171. 187. 287. 299. 302. 419. 447. 448. 449. 456. 466. 478. 509

 

Iustitiarii 3. 68. 97. 117. 208. 304. 306. 334. 395. 417. 511

 

Iuvenalis, (Satira) V, 292 488

 

Latinus textus s. Sprachliches

 

Lerna 313

 

(Lexicon graecolatinum) s. Graecus

 

Logica 312. 420. 480

 

Lyra, Nicolaus de, Zweiter Prolog zur Postille (175). (439)

       Postille (5). (14). (33). (56). (64). 65. 67. 68. (71). (117). (166). 172. (174). 176. 181. (215). 228. (230). (261). (297 ). (309). (326). (346). 349). (350). (372). (389). 411. (436). 443? 443. 445. 458. 459. (513). 520. (521)

 

Mainz, Erzbischof von, s. Albrecht

 

Manichaeus 364

 

Marsyas 20

 

S. Martinus 468

 

40 Märtyrer 384

 

Mercurius 13

 

Metaphysica 312. 349. 371

 

Metaphysici s. Philosophi, Theologi

 

Mystica theologia 299; s. Dionysius

 

S. Natalia 470

 

Nero, Kaiser 147

 

Nilus 176

 

Nostra translatio (b. Hieronymi) d. i. die Vulgata 49. 59. 96. 104. 120. 129. 131, 144. 169. 186. 228. 284. 285. 411. 434. 521

 

Nostri theologi s. Theologi

 

Novatiani 327. 328

 

Observantes 484

 

Olympius, spanischer Bischof 281

 

[Seite liv]

 

 

 

Orestes 190

 

Ovidius, (Amores) II, 19. III, 4 200

                   (Tristia) I, 9 459

 

Pan 13

 

Patres s. Antiqui

 

Paulus Burgensis

             Add. V zu Rm 1 173

                   III zu Rm 3 (40)

                   I zu Rm 10 (103)

                   I zu Rm 12 (443)

 

Pelagiani 502. 503

 

Pelagius 311. 502f.

 

Persius (Satira) I, 108        (454)

                                     III, 90ff. 217

 

Petrus Lombardus

       (Collectanea in ep. ad. Romanos) 261

       (in ep. ad I Timotheum 517)

       Sentent. I             400

                                     dist. 1 305

                                           3 174

                   III dist. 23 252

 

Pharaonici 479

 

Philosophi, Philosophia s. Scholastici, Theologi 80. 157. 174. 218. 249. 287. 313. 320. 349 (metaphysica et philosophia). 355. 362. 371 (philosophi et metaphysici). 372. 374. 393. 442. 447

 

Philosophus s. Aristoteles 419

 

Picardi 494

 

Plinius, (Naturalis historia) II, 7 177

                                                 V, 15 31.

                                                      524

                                                 VII, 5 411

 

Poeta s. Virgilius

 

Polybius (Historiarum XXXI, 11) 29

 

Pomponius (Mela, de situ orbis) II, 3 148

 

Priapus 13

 

Psalterium s. Faber, Hieronymus

 

Rabbi 15

 

Recentiores doctores 166. 354

 

Reuchlin, Johannes 302. 461

       (In septem psalmos) 277

       (Lexicon hebraicum) (140). 141. 505

       (Vocabularis beeviloquus)

 

Rheticius Autunensis 281.

 

Roma 488. 489. 499

 

Romana ecclesia 423. 448

 

Sachsen s. Friedrich, Georg

 

Satanici 479

 

Scholastici s. Doctores recentiores, philosophi, theologi (182) 273. 296. 312. 337. 354. (359). (502f.)

 

Schulz s. Hieronymus

 

Scotistae 336

 

Seneca 236?

       (Epist.) 45 371

 

Septuaginta 34. 139. 228. 411. 412. 521

 

Simeon Stylita 418

 

Socrates 157

 

Sprichwörtliches 19. 108. 118. 122. 123. 145. 238. 263. 296. 374. 379. 397. 403. 453. 455. 456. 477. 490. 497. 500. 511. 518

 

(Speculum exemplorum) 427

 

Straßburg 479

 

Subtiles theologi s. Scolastici

 

Suetonius, de vitis Caesarum 488

 

Tauler, Johannes 378

 

Terentius

       Andria 17 238

       Heautontimorumenos 796 238

       Phormio I, 3 455

 

Teutonice s. Sprachliches

 

Theologi, Theologia 177. 182. 271. 313. 334. 372. 400. 447

       metaphysici theologi 351f.

       nostri theologi 276. 301. 349. 382. 460

       nostri subtiles theologi 465

       phantastici theologi 352

      Sawtheologen 274

       scolastici theologi 273. (278f.). 296. 312

       s. doctores recentiores, patres antiqui, philosophi, Scholastici

 

Thomistae 336

 

Tierfabel 500 (335)

 

Turcae 301f.

 

Valerius Maximus, (Memorabilia) I, 1 192

 

Valla, Laurentius (Adnotationes) 400. (527)

 

[Seite lv]

 

 

 

Veneti 143. 448. 472. 480

 

Virgilius, Aenëis IV, 373 459

       Bucolica Ecl. 3, 66 374

 

Vitae patrum 418. 466

 

Vulgata s. Nostra translatio

 

(Wilhelm von Honstein, Bischof von Straßburg) 479

 

Wittenberg (479?)

       Stiftskirche Aller Heiligen 469

       Rat und Bürgerschaft 515

       Universität 469

 

Zerbolt s. Gerhard Groot

 

 

 

Sprachliches.

 

 

Graece, Graecus (s. o. Graecus textus) 6. 9. 15. 41. 42. 43. 47. 48. 49. 50. 51. 59. 60. 61. 73. 74. 76. 77. 78. 79. 81. 82. 83. (85). 87. 89. 90. 91. 94. 98. 99. 103. 105. 106. 107. 109. 112. 115. 116. 118. 119. 120. 121. 122. 124. 125. 126. 133. 134. 135. 136. 140. 141. 143. 144. 145. 146. 147. 150. 151. 152. 167. 168. 173. 174. 186. 192. 212. 225. 314. 354. 361. 379. 390. 395. 397. 398. 401. 402. 403. 412. 420. 421. 431. 432. 435. 436. 438. 440. 443. 445. 453. 461. 463. 464. 471. 472. 488. 489. 498. 507. 524

 

Griechische (Bibeltext-) Worte

       in lateinischen Lettern 57. 78. 112. 119. 120. 122. 126. 134. 140. 141. 142. 146. 147. 149. 150. 151. 152. 168. 338. 348. 379. 402. 403. 408. 420. 421. 430. 435. 438. 440. 443. 444. 445. 453. 461f. 464. 471f. 488. 489. 499. 504 f. 525. vgl. 284

      in griechischen Buchstaben 90 (ες σπέρμα). 95 (πέρ). 152 (εσ)

 

Hebraeus, Hebraice, s. o. Hebraeus textus 15. 34. 46. 47. 133. 135. 140. 150. 197. 226. 227. 247. 283. 284. 285. 286. 294. 349. 397. 398. 402. 403. 410. 412. 424. 425. 438. 501. 504. 505

 

Hebräische Worte (in lateinischer Schrift (80. 277. 284ff. 290. 303. 389. 390. 397. 402. 403. 430. 438

 

Latine s. o. Latinus textus 9. 17. 195. 402. 521

 

Lateinische Sonderworte

       (Außer den allgemeinen Wörterbüchern für das Lateinische [und Spätlateinische] ist zu vergleichen: Index verborum, quae in epistolis obscurorum virorum leguntur, Böcking, Hutteni operum supplementum II, 1, 1869, p. 157 sqq. und Baxter and Johnson, Medieval latin word-list from British and Irish sources, London 1934)

       Ambonistae 418

       Antithesiaci 487

       Behomatici 479

       bonȩ intentionarii 449

       (confiderat) 522

       connugari 460

       deponentaliter 400

       dextranei 239

       (dextraria 159)

       extensionalis 303

       inconcupiscentia 70

       inerticulis (inerticulae? inerticula?) 436

       innecessarius 44

       intensionalis 303

       inundanter 410

 

[Seite lvi]

 

 

       invititas 504

       magniputatio 430

       misericordificatus 505

       moniacus 284

       monicus 284

       (monii 348. 408. 430)

       Pharaonici 479

       pudefactio 412

       rehonorare 462

       rehonoratio 462

       sanificati 347

       servietas 366

       sinistranei 239

       suaveplacentia 423

       vanegloria 206

       vanegloriosi 12. 205

       voluntatula 359

 

Teutonice 76. 132. 187. 403. 424. 436. 453. 455. 472. 504

 

Deutsche Worte 76. 108. 119. 132. 151. 169. 187. 223. 238. 274. 397. 403. 422. 424. 436. 444. 453. 455. 456. 472. 500. 504. 515

 

 

 

[Seite 1]

 

 

 

Haupttext

 

Diui Pauli apostoli ad Romanos epistola.

 

 

[Seite 2]

 

 

 

 

 

 

 

Die Glossen. 1515

 

 

 

[Seite 3]

 

[ 2 Casus summarius hier ausgedruckt, sonst mit C. S. wiedergegeben 5 n. Christ add. Luther (wie Faber) Kommastrich 6 in tota ista 7 et insipientiam und 8 erant P, in O sind atque insipientiam und erant durch Abbrechen des Randes beschädigt 10 vere add. ü. d. Z.]

 

 

 

 

 

[1] Bl. 2. *

Epistola beati Pauli apostoli ad Romanos incipit.1

 

 

 

 

[2] Casus summarius. Ostendit apostolus

[3] charitatem se habere ad Romanos: ac deinde vicia eorum

[4] redarguit/ qui sequuntur desyderia sua. Capitulum I.

[5]

[1, 1] PAulus seruus Ihesu Christi  ergo propter tantum dominum

[ 2 Die Summarien im Druck sind, meist wörtlich, Lyras Glosse entnommen 5 Rm 1 wird in verschiedenen Lektionen im Gottesdienste gelesen: Vigil. Nativitatis Christi V. 1 –6 im Missale, 1 –7 im (römischen) Brevier der Augustinereremiten; 1 –7; 8 –12; 13 –17; 18 –21; 22 –25; 26 –32 Domin. II infra octavam Epiphan. Man vergleiche die wechselnden Apostrophen in den liturgischen Begleitstücken mit den vielfach gegensätzlichen Äußerungen Luthers 9 Das bei Luther häufige magnificare (magnum esse agnoscere öfters) mit verschiedenem Objekte (Deus, z. B. W. A. 3, 461, 5; 4, 171, 19; peccatum W. A. 1, 114, 26; s. u. S. 33, 17ff.) aus der Psalmensprache des A. und des N. (Lc 1, 48) Testaments, auch in der Kirchengebetsprache und z. B. bei Staupitz: “Gott allein rechtfertigen und großmachen” (de imitanda morte Christi, ed. Knaake 71) 12 Zur Partition 1 –11, 12 –16, s. L. zu Ps 118, 68, W. A. 4, 339f., und zu Gal. 5, 25, W. A 2, 597f. 14 Vgl. Aristoteles, Eth. Nicom. II, 1. S. W. A. 4, 3, 32; 19, 23; 1, 84, 19; 119, 30 und den Scholienkommentar unten S. 172, 9 und die Disputatio contra scholasticam theologiam th. 40, W. A. 1, 226. Vgl. hierzu und zum folgenden Zitate W. A. Briefw. 1, 70, 29ff.        iustitiarii, das Wort auch schon in der Psalmenvorlesung von L. gebraucht, W. A. 4, 344, 25 (sui iustificatores); 311, 480, zu Ps 24, 3, dann auch in der Predigt W. A. 1, 73, 28. Die Sprache jener Zeit kennt es im Sinne von “Rechtsprecher”, Vocab. Gemma gemmarum s. v.        Iudaei, auch pharisaei, superbi, haeretici, hypocritae (“nostris temporibus est pugna cum hipocritis”) in verschiedenen Kombinationen und Erweiterungen in der frühen Psalmenvorlesung und im folgenden. S. auch die Nachschriften z. St. und u. S. 18, 17.]

 

[Seite 4]

 

[ 2 n. vocatus add. L. Strich (Hinweis auf die Gl. resp. wie öfters in der Folge zu trennendem Absetzen) 4 Iohan 6 n. segregatus setzt L. Doppelpunkt (= Komma) 10 Hinter suos ein Doppelpunkt von Luthers Hand entsprechend dem Komma, das Faber Stapulensis in seinem Texte (1512) zugefügt hatte 11 confidunt P, in O der Schluß des Wortes samt der Klammer (die auch in P fehlt) durch Beschädigung des Randes unleserlich        Scriptum P, in O die Endung am Rande abgebrochen 12 eius non P, in O durch den Rand des Stempels der Bibliotheca Regia Berolinensis gedeckt]

 

[1] reuerenter suscipiendus velut ipse Christus1  Christus, qui dicit: ‘qui [2] vos audit’ vocatus 2  apostolus/ non intrusus nec per ambitionem ingressus [3] vt pseudoapostoli, ‘qui non per ostium, Sed aliunde ascendunt’; ii enim [4] veniunt sua propria temeritate, ideo sunt fures et non pastores, Iohann. [5] 10. Heb. 5.: ‘Nemo assumit sibi honorem nisi vocatus | a Deo | tanquam [6] Aaron’ segregatus  Act. 13.: ‘Dixit spiritus sanctus: Segregate mihi Paulum’ [7] in euangelium dei: seorsum in euangelium preputii sicut Petrus in [8] euangelium circuncisionis [1, 2] quod ante in veteri lege promiserat quia [9] Amos 3.: ‘Non faciet Dominus verbum, nisi ante reuelet’ etc., vt cesset [10] gloria nostra per prophetas suos  non per prophetas Baal vt Iere. 31. [ 1 Lc 10, 16 4/5 cf. Joh 10, 1ff. Hebr 5, 4 (beide Zitate bei Lyra) 6 Act 13, 2, zitiert in der Gl. ord. (und von Lyra) 7 seorsum bei Faber 8 V. 2, s. W. A. 4, 8. 30. 144. 226. 304. 461. 500 9 Amos 3, 7 10 cf. Jer 31, 31 (in der Gl. ord. und von Lyra zitiert; die Nachschrift G führt statt dessen V. 3 und 17 an. 12 Gen 4, 4. Die Gl. interlin. sagt zu et (ad munera): post und Lyra bemerkt zu respexit: ad bonitatem eius et per consequens ad eius munera (vorher: quia tales oblationes non erant acceptae ex seipsis sed ex bonitate offerentium). Vgl. hierzu Scotus, Quodlib. qu. 17 n. 4: Non enim actus alicuius acceptatur (s. dazu u. S. 41) ut dignus praemio, nisi persona operans sit accepta, secundum illud Genes. quarto: Respexit Deus ad Abel et ad munera eius, prius ad Abel quam ad munera (ed. Paris. 26, 1895, 206). Der Spruch von L. oft verwendet, z. B. zu Ps 76, 2, W. A. 3, 526, 21; 1, 119, 23 14 Gl. interl. zu Paulus: modicus latine        nomen humilitatis ut ad eam provocet 19 Mit Laurentius Valla, f. XXVI, gegen die Gl. ord.]

 

[Seite 5]

 

[ 5 ei von L. in  eingeschlossen 8 Hinter virtute ein leichter Kommastrich von Luthers Hand, wie Faber in seinem Texte 16 Act]

 

[1] Et psalmo 109., vt ad Hebreos allegat in scripturis sanctis/ Ex quo [2] sequitur, quod licet prophete in vocalibus verbis literam sint locuti, [3] tamen in scriptis spiritum voluerunt significare [1, 3] de filio suo1 / non [4] absolute, Sed vt de incarnato, vt sequitur qui factus est in virgine Maria [5] ei ex semine Dauid secundum carnem: sicut promisit psalmo 131.: ‘de [6] fructu ventris tui’ [1, 4] qui praedestinatus2  i. e. constitutus, ordinatus, [7] paratus3  est filius dei vt ipse scil. homo Christus sit filius Dei, non ex carne, [8] Sed ex spiritu in virtute  sc. accepto regno et potestate super omnia [ 1 Ps 109, 2ff.; s. die Nachschriften        Hebr passim 3 Gegen die Gl. ord. (suo i. e. proprio sibi consubstantiali, coaeterno, coaequali) und Lyra 5 ei om. Faber, s. dazu und zum folgenden den Scholienkommentar S. 9 zu Z. 22        Ps 131, 11 6 Vgl. Lyra z. St.: praedestinatio: dei ordinatio und, wie schon die Gl. ord. und auch der Vocabularius breviloquus: praeparatio gratiae. S. auch unten S. 83 8 potestate Faber in seiner Übersetzung f. virtute 9 Das Bild der sich öffnenden Pforte, in der religiösen Sprache der hl. Schrift (vgl. Col 4, 16: ostium apertum magnum, auch Luther zu Ps 147, W. A. 4, 456, 20: porte ... intelligentie Scripturarum) und der Kirche seit ältester Zeit in fortwährender Steigerung im Mittelalter, auch der Theologie in verschiedener Anwendung unendlich oft gebraucht, auch in Bau- und Bilddarstellung anschaulich gemacht, tritt L. mannigfach während seines ganzen Lebens groß bei entscheidendem Erkennen vor die Seele. Erwähnt sei Tischrede W. A. 1 n. 347 und die Vorrede zur ersten Gesamtausgabe seiner lateinischen Schriften (1545) W. A. 54, 186, 9. 16 12 Mit Faber, der statt praedestinatus übersetzt: definitus und im Kommentar destinatus (nach Valla und Origenes) vorschlägt, gegen Lyra und die Gl. ord. 14 In den Weihnachtsvigilia (s. o. S. 3) erscheint im Gebete auch der Richter (in der Oratio des Missale): presta, ut unigenitum tuum, quem redemptorem leti suscipimus, venientem quoque iudicem securi videamus 15 Hebr 1, 2 Der Hebräerbrief gibt für Weihnachten Lektionen (1, 1f. und 1, 1 –12) in Missale und Brevier 16 Act 2, 36 17 cf. Ps 2, 8]

 

[Seite 6]

 

[ 3 ex resurrectione und 5 Ihesu Christi dn̄ī nr̄ī von L. unterstrichen, wohl um die Zusammengehörigkeit der Worte zu veranschaulichen 7 Eph. 4. in anderem Duktus add. 9/10 Die Gl. non ad bis nunc steht in O erst über omnib. gentib. in der folgenden Textzeile, gehört aber (s. die Nachschriften) als Worterklärung schon hierher. Um den Zusammenhang deutlich zu machen, ist ad obediendum bis gentib. von L. in Klammern gesetzt. Statt der ersten Klammer (v. ad) hat L. zuerst Doppelpunkt gesetzt 16 sc. sit talis 17 n. Romae add. L. entsprechend Fabers Interpungierung Strich 23 enim (so die Nachschriften) schreibt L.: ē. Diese dafür bei ihm sonst nicht gebräuchliche Abkürzung transkribiert P mit est, was auch sonst irrtümlich vorkommt, s. u. S. 45, 5 (und Note), und läßt dafür das folgende constituitur weg]

 

[1] secundum psalmum 8. et 109. secundum spiritum sanctificationis i. e. [2] spiritum sanctum, quia istam exaltationem non habet ex nativitate [3] carnis, Sed ex spiritu suscitante eum ex resurrectione quia spiritus non [4] glorificauit eum | ante | resurrectionem suam mortuorum a mortuis [5] Ihesu Christi domini nostri: [1, 5] Per quem Quia omnia quidem habemus [6] a Deo, Sed non nisi per Christum accepimus omnes fideles, quia [7] commune bonum est omne ministerium | Eph. 4. | gratiam qua dignus [8] fit ad ministerium1  et apostolatum ministerium summum, quod est in [9] Eeclesia  ad obediendum fidei2 • 3  non ad dominandum et superbiendum [10] vt nunc i. e. vt omnes Gentes obediant et subiiciantur fidei. Et hic [11] exponit, quod est Apostolus Gentium, quod supra dixit: ‘segregatus in [12] euangelium Dei’ in omnibus gentibus  ideo latissimum est eius ministerium, [13] non super vnam Ecclesiam Gentium, sed super omnes pro [14] nomine eius/ i. e. vice et loco eius sc. Christi, 2. Corinth. 5. [1, 6] in [15] quibus estis et vos tanquam pars Gentium fidei obedientium vocati [16] per gratiam ipsius Ihesu Christi: talis, inquam, Paulus dicit vobis, quod [17] sequitur [1, 7] omnibus qui sunt Grecus ‘qui estis’ Romae  dilectis dei/ [ 1 p̄s̄ die Abkürzung für psalmus, auch f. psalmo und psalmum gebraucht; cf. Ps 8, 6ff., 109, 1ff., insbesondere zu super omnia Luthers Glossen W. A. 3, 80 und 4, 227. 229 4 a mortuis Valla f. XXVII und Faber 7 cf. Eph 4, 4. 19 14 vice eius Gl. interl., cf. 2 Cor 5, 20 17 qui estis Faber 23 ad obedientiam fidei Faber 24 praelatus: s. zu Amt und Pflichten Summa angelica s. v.]

 

[Seite 7]

 

[ 1ff. Luther setzt im Folgenden wiederholt Zeichen teils der Einschaltung teils absetzen, der Trennung: 1 n. vocatis Doppelpunkt, 5 n. Primum Doppelpunkt, 6 n. ago Strich n. meo Doppelstrich, 7 n. vestra Doppelpunkt 6 christum so 18 Isaie bis narrabit in kleinerem Duktus an attribuere angefügt und zwischen die Druckzeilen geschrieben 21 a Deo ü. d. Z. in anderem Duktus add. 24 13] 1 cf 9 28 precipuȩ]

 

[1] quia eius dilectio preuenit nos in omnibus bonis1  vocatis 2  sanctis: per [2] Christum sanctificatis Gratia que operatur remissionem culpe uobis et [3] pax que tollit penam conscientiȩ a deo patre a quo omnia et domino [4] nostro non ab hominibus et mundo, quia ‘non quomodo mundus dat [5] Bl. 2b. pacem, ego do Vobis’ *Ihesu Christo.

[1, 8]

Primum 3  quidem gratias [6] ago  deo meo  a quo ista et omnia bona procedunt per Ihesum christum [7] qui solus mediator noster est pro omnibus uobis4 : quia fides vestra  qua [8] scil. in Christum creditis, que et Iustificat annunciatur quod fit per pios [9] et non per hostes in vniuerso mundo. per omnes Ecclesias mundi quia [10] hoc magis prouocat cȩteros, quam si non Romani essetis [1, 9] Testis [ 2 sanctificati per baptismum Lyra        Gl. interl.: remissio peccatorum 4 Joh 14, 27 7 Gl. interl. (vgl. die ordinaria): mediatorem dei et hominum 11 Gl. interl.: i. e. illis quos dilexit, ut vocaret ad sanctitatem 12 Nach similiter ist zu ergänzen: dicit hoc 14 Mt 20, 16. 22, 14 18 Jes 49, 3 19 Jes 43, 21 23 1 Petr 2, 5 24 Hebr 13, 15 26 Bezieht sich auf V. 11.]

 

[Seite 8]

 

[ 1 v. cui add. L. Klammer statt des hier im Drucke fehlenden Komma 7 n. habeam add. L. Strich        in quo Sic 12 Die Gl. Et bis me großenteils a. R. 17ff. Diese Gl. steht am o. Rande und ist durch ein besonderes Zeichen zu dem im Texte entsprechenden verwiesen 18 totum] to cf o 20 f. Die Gl. zum Teil noch zwischen den Zeilen 21 communiter P, in O a. R. zum Teil nicht mehr erkennbar 27 So die Wortstellung]

 

[1] Iurantis est enim mihi est deus  cui seruio i. e. quem colo latriȩ seruitute [2] in spiritu meo1 / i. e. spirituali homine, ‘ne ipse reprobus efficiar alios [3] docens’ in euangelio operando et docendo filii eius: quod ‘de filio suo’ [4] est vt supra, et etiam ipsius filii est, quia omnium dominus est quod sine [5] intermissione memoriam uestri2  facio [1, 10] semper non quomodolibet [6] ‘semper’, Sed in orationibus omnibus in orationibus meis: obsecrans3  [7] si quo modo tandem aliquando prosperum iter habeam  Sic enim vrgetur [8] quicunque fidelis pastor, qui non querit, que sunt ouium, Sed ipsas oues, [9] quod totum facit Charitas in voluntate dei veniendi ad uos. [1, 11] Desydero [10] enim spirituali desiderio, quod oritur ex amore amicitiȩ uidere [11] uos/ non vrbem Romam vel personas vt curiosi, Sed ‘vos’ i. e. fideles et [12] Christianos. Et hoc non vaniter et sine causa, Sed propter vos, non propter [13] me ut aliquid impartiar uobis non vt mea lucra aut delicias queram — [14] quod facit amor concupiscentie — Sed vestra gratiae spiritualis donum [15] spirituale sc. ministerii eruditionis ad confirmandos uos4 : qui iam estis [16] plantati per fidem, per ampliorem eruditionem potestis confirmari [ 1 iurantis, vgl. Gl. ordin., anders Faber, der iurantis ablehnt: asserentis est        quem colo Faber mit Verweisung auf den Grundtext (λατρεω, von dem er δουλεω = servio unterschieden wissen will). latria est servitus quae soli deo debet exhiberi, Vocab. breviloquus. cultus latriae Lyra zu V. 23. S. auch Luthers Randbemerkung zu Augustin, de civitate dei 10, 1, W. A. 9, 24, 39 und s. u. Gl. S. 88, 15 und Scholien S. 445, 6ff. 2 1 Cor 9, 27 3 V. 3 10. 14 amor amicitiae und amor concupiscentiae s. Biel, Sent. II d. 1 qu. 5 a 2 n. 1 und Sent. III d. 27 qu. un. D 11 non cupiditate locorum videndorum, non curiositate antiquitatum Romanarum Faber 14 donum spirituale Faber 25 Hierzu s. u. auch L.s Scholien zu Rm 12, 8; 13, 11; 14, 14]

 

[Seite 9]

 

[ 2 per eam quae inuicem est von L. als zusammengehörig unterstr. 3 v. Nolo Paragraphenzeichen von L.s Hand 8 non ob 14 Die Gl. Preponit bis preuenientes z. T. zwischen den Zeilen        prius geschr. p̄us (p̄ cf f) 15 Ro 17 sollicitum et 27 propriȩ 28 be-uolos]

 

[1]

[1, 12]

idest simul consolari in uobis melius ‘Vobiscum’ quia in Deo [2] consolatio est nostra per fidem per eam quae inuicem est per mutuam [3] fidem vestram1  atque meam. [1, 13] Nolo2  autem Vt sciatis in me non [4] fuisse causam, Sed promptissimum etiam adhuc esse uos ignorare fratres: [5] quia saepe proposui uenire ad uos/ paratus offerre, licet dignum sit [6] tantum bonum magis querere et prohibitus sum usque adhuc: sc. impeditus [7] multitudine terrarum, in quibus predicandum fuit ut aliquem fructum [8] habeam in uobis/ si non in incipientibus, qui iam credunt, tamen in proficientibus [9] et perficiendis sicut et in caeteris gentibus. sc. fructum habui [10] vt Grecis et Arabicis [1, 14] Graecis ac barbaris3 / et non solum hoc, [11] Sed etiam sapientibus et insipientibus siue sint Greci, siue barbari debitor [12] sum: ex officio apostolatus4  [1, 15] itaque quod in me promptum est [13] Bl. 3. i. e. promptitudo est et uobis qui Romae estis euan*elizare/ [1, 16] Non5  [ 1 vobiscum und 2 per mutuam bietet Faber 8 Das uralte Schema, die drei Stufen des Aufstiegs, von Luther, zumal nach dem Vorbilde der mystischen Praktiker, oft verwendet, W. A. 9, 107, 30ff.; in den Predigten z. B. W. A. 1, 40ff. 71. 87. 91, besonders für die fides; für charitas s. z. B. August. de natura et gratia 84 (Migne 44, 290; Petrus Lombardus III Sent. dist. 30 c. 5; Biel III Sent. dist. 29 am Ende) 12 ex officio apostolatus Lyra 13 promptitudo Faber; W. A. 3, 30, 34 15 Rm 12, 10 16 S. den Wortlaut Zach 11, 17 in den Scholien u. S. 160, 29 22 V. 8 25 Mr 16, 15]

 

[Seite 10]

 

[ 2 v. Virtus Paragraphenzeichen von L.s Hand        n. salutem fügt Luther Doppelpunkt hinzu 8 crediderit] rit cf dit 11 salutis seruum beabsichtigt? 12 Die Gl. z. T. noch ü. der Textzeile 13 stultitia 15 Die Gl. am r. Kopfe der Seite 17 Deum] D cf et 23 Die Gl. am l. Kopfrand der Seite]

 

[1] enim erubesco euangelium. licet ‘Gentibus stultitia et Iudȩis Schandalum’ [2] 1. Cor. 1. Virtus1  i. e. potentia enim dei est2  in salutem 3  omni siue gentili [3] siue Iudȩo credenti: econtra in damnationem non credenti4  iudaeo primum [4] quia Iudȩis solis promissum et graeco. i. e. gentili

[1, 17]

Iusticia [5] qua tali salute dignus est enim dei qua sola Iusti sunt coram Deo in eo [6] reuelatur quia prius abscondita putabatur ex operibus propriis constare. [7] Sed nunc ‘reuelatur’, quod nullus est Iustus, nisi qui credit, Vt Marci [8] Vltimo: ‘Qui crediderit’ ex fide in fidem: sicut scriptum est: Abacuk 2. [9] lustus sc. coram Deo autem ex fide non nisi ex Credulitate in Deum [ 1 1 Cor 1, 13 2 Faber übersetzt virtus mit potestas und erläutert in seinem Kommentar z. St.: quaedam divina potentia ad salvandum omnem credentem. Das Lexicon graecolat. gibt für δναμις: potentia . virtus        gentili Faber 4 Zur Auslegung von Rm 1, 17 vgl. Luthers Praefatio in opera sua 1545, W. A. 54, 186. S. auch z. B. Tischreden W. A. 6 n. 5518. 5553. Dazu Denifle2 I, Quellenbelege        Zu Rm 1, 17. 18 L. in der Scholie zu Ps. 31, 1: hec est conclusio totius Epistole b. Pauli Roman., W. A. 3, 174, 13ff. 7 Mr 16, 16 8 Hab 2, 4, von Gl. interl. und ord. zitiert. 9 ex fide: non nisi etc., L. wendet sich gegen die verschiedenen Auslegungen der Glossa und Lyras, auch der Add. V. in der Postille zu Kap. 1 und auch Fabers 12 1 Cor 1, 23. 24 18 Zauberkräftiger Ring (oder Stein) s. Jones, Fingerring Lore, 1890, passim. In ähnlicher Anwendung s. das von L. in jener Zeit über Amulete Gesagte W. A. 4, 268, 9f.]

 

[Seite 11]

 

[ 1 vita ȩterna spiritus ist über saluus erit geschrieben        v. Reuelatur zwei leichte zusammenlaufende Striche von Luthers Hand als Paragraphenzeichen 2 et licet 5 v. qui add. L. Interpunktionsstrich, wie Faber in seinem Vulgatatexte (in der Übersetzung :) 26 p̄t̄ (= potest) cognosci]

 

[1] uiuit. i. e. saluus erit vita eterna spiritus

[1, 18]

Reuelatur1  enim [2] sc. in eodem euangelio ira dei quod Deus sit iratus, licet adhuc differat [3] penam de caelo super omnem impietatem propter auersionem a vero [4] Deo et iniustitiam propter conuersionem cultus ad Idola hominum. precipue [5] Gentium eorum  qui veritatem dei i. e. verum Deum cognitum [6] seu veram notitiam de Deo in iniusticia aliis sc. honorem tribuendo [7] detinent: sc. non glorificando et gratias agendo et colendo Deum, vt [8] infra quod autem veritatem Dei habuerint et sic detinuerint, probat, [9] quia [1, 19] quia2  quod notum est dei / i. e. notitia Dei Vel de Deo manifestum [10] est in illis. i. e. manifestam habent eam de ipso in se Deus enim illis [11] manifestauit. i. e. satis ostendit eis, vnde ab eis poterat cognosci, sc. vt [12] sequitur

[1, 20]

Inuisibilia enim sc. bonitas, sapientia, Iustitia etc. ipsius [13] a creatura mundi i. e. a creatione mundi per ea quae facta sunt / i. e. [14] ex operibus, hoc est, cum Videant, quod sint opera, ergo et factorem [15] necesse est esse intellecta conspiciuntur: non quidem per sensum, Sed per [16] intellectum cognita sempiterna quoque eius virtus potestas hoc enim [17] arguunt opera et diuinitas / i. e. quod sit vere Deus ita ut sint inexcusabiles3 . [18] tam ii, qui primo sic scienter peccauerunt, quam quos tali ignorantia [ 1 Das Futurum erit nach Faber, der vivet übersetzt 6 veram de deo cognitionem habent Gl. interl., agnitio et notitia dei Faber 8 V. 21 9 notitia dei Faber 12 Lyra: invisibilia enim ipsius i. e. attributa dei essentialia, was einige Zeilen weiter oben definiert wird: ut sapientia, bonitas et similia 13 Faber: a conditione mundi (in den kritischen Noten erläutert: creatura conditionem, fabricam mundanique opificii ornatum significat), vgl. die Gl. interl.: a constitutione mundi im Diktat 15 Gl. interl.: non corporea vel imaginaria visione, sed intellectuali. Vgl. W. A. 3, 230, 24 16 potestas Faber 27 Gl. interl.: paulatim usque ad insipientiam cor eorum deductum est, tumore superbie obumbrante]

 

[Seite 12]

 

[ 4 scil. bis cognouissent in kleinerer Schrift angefügt 7 scientes co 10 quia in cognitione 11 Der Text von V. 22 von L. unterstrichen 28 Die Gl. am u. R. ü. der Gl. 2 S. 13        sc. bis ȩstimationem mit großer Klammer ü. d. Z. eingeschaltet]

 

[1] suos posteros fecerunt

[1, 21]

Quia1  ideo sunt inexcusabiles cum cognouissent [2] deum / sicut Iam probatum est Sed hanc cognitionem detinuerunt [3] in iniustitia non sicut deum glorificauerunt Sed mox sibi gloriam [4] tante cognitionis inflexerunt | scil. quasi subtilitate ingenii cognouissent | [5] aut gratias egerunt: de tantis bonis creatis et de ipsa cognitione sed [6] euanuerunt vacuati veritate vani et nihil facti sunt, licet coram [7] hominibus magni et sapientes facti sunt ac velut omnia scientes in [8] cogitationibus i. e. studiis, sapientiis, speculationibus suis: et obscuratum [9] est insipiens propter cecitatem affectus cor eorum. quia manserunt vel [10] in nuda rerum cognitione Vel in cognitione Dei nuda sine affectu et cultu2  [11] [1, 22] Dicentes enim vt vane gloriosi prompti omnes docere se esse [12] sapientes / sc. nosse omnia, etiam ipsum Deum stulti facti sunt.3  dum non [13] corde et affectu eum et omnia sapuerunt

[1, 23]

Et mutauerunt4  non Deum [ 2 Vgl. V. 18 und Faber z. St. 4 deflexerunt Faber 5 aut gratias egerunt erklärt Lyra: de cognitione naturali a deo sibi data 6 vani et falsi fuerunt ... putantes se aliquid esse, cum nihil sint, Gl. interl. 12. 13 ecce quomodo obscuratum est cor Gl. ord. und interl. 22 inductive d. h. durch Induktionsschluß 29 zu immutabilis und incorruptibilis mag man — für die Formulierung — vergleichen die Note Heinrichs von Frimar zu Petrus Lombardus I Sent. dist. 4 c. 2: Immutabilis est deus, qui motu caret generationis, corruptionis etc. (der Lombarde braucht — vgl. S. 13 Z. 1 — incommutabilis, incommutabilitas). S. die Gl. zu 2, 2 und 4, 20. S. aber auch Luthers Scholien zu 3, 5, S. 234, 2. Vgl. Fr. W. Schmidt, Der Gottesgedanke in Luthers Römerbriefvorlesung, Theol. Studien und Kritiken, 1920/21, bes. 195. 201ff. 236.]

 

[Seite 13]

 

[ 1 Über incorruptibilis ist vero et incommutabili deo debitam getilgt        claritatem et culturam i. e. gloriosam 3 viuis in anderem Duktus ü. d. Z. angefügt 7 commissionis cf committendo idoli [pfennig] [d. i. dicit] 11ff. Diese Gl. am u. R. der Seite, die unterste Zeile (24: esse bis Schluß) etwas verwischt 18 Die Zusätze in dieser Gl.: Z. 18/19 non bis reputatione, Z. 20 aliquod und 23 hominis ü. d. Z. in kleinerem Duktus add. 19 reputatione und 23 diuinitatem P, in O a. R., unleserlich 21 act. 17 dicit idem Paulus dicit]

 

[1] ipsum, quia incorruptibilis gloriam incorruptibilis dei /1  i. e. gloriosam et [2] incorruptibilem diuinitatem in similitudinem imaginis2  i. e. quod Deum [3] non modo homini vel bestie | viuis | similem ȩstimarent, Sed etiam imagini [ 1 vgl. zu S. 12, Z. 29 6 arguit peccati gravitatem ex caecitate sequentem sc. idolatriam Lyra 11 Gl. ord.: exaggerat stultitiam ad cumulum hebetudinis ostendendum 13 Verschiedene solcher Aufzählungen, die aber mit der obigen nur Priapus gemeinsam haben, gibt Faber z. St.        Iovi, Herculi et pluribus aliis Lyra (vgl. Gl. ord.) 17 wie die Interlin. glossiert: in imaginem ei, cuius erat assimilata (vgl. die Gl. ord.) 21 Act 17, 29 24 Jes 40, 18f.]

 

[Seite 14]

 

[ 1 mortuo tamen quedam 3 v. Propter Paragraphenzeichen von L.s Hand n. quod Strich getilgt 4 v. und n. deus Trennungsstrich Luthers 5 cordis sui] die anderen Texte — auch Faber — haben eorum sapienti 6 propria] a unsicher, e möglich 8 semetipsis. quia interpungiert der Druck 9 incorruptibilis homo 21ff. Die Zusätze in dieser nachträglich eingefügten Gl. Z. 23 et coram hominibus, Z. 25 et bis deo und 26 & in etwas anderm Duktus ü. d. Z. add. 28 p̄t̄ se (s cf s)]

 

[1] Bl. 3 b. et simulachro mortuo *corruptibilis i. e. corporalis hominis1 : et sc. In [2] similitudinem imaginis volucrum2  et quadrupedum et serpentium.3 

[1, 24]

[3] Propter quod tradidit non tantum permissiue, Sed et preceptiue illos i. e. [4] aliquos ex illis  deus in desyderia sc. vt rapiantur ab eis et ducantur velut [5] subiecti cordis sui / carnaliter sapientis expositio est: in immundiciam4  [6] id quod dicitur propria mollities ut contumeliis afficiant i. e. ignominia, [7] que coram Deo magna est et in spiritu, licet ipsi nihil reputent corpora [8] propria sua in semetipsis. quia alia est ignominia in alienis corporibus, [ 3 Gegen die Gl. interl. (tradi permisit), ord., Lyra und Faber (dimisit et permisit) 6 An die Spitze der tres species contra naturam stellt Lyra z. St. die mollicies        ignominia Faber 9 Zu incorruptibilis s. Stange, Ztschr. f. systematische Theologie 6, 1929, 413ff., der auf die aristotelisch-scholastische Grundlage verweist 18 solem et huiusmodi erwähnt hier wiederholt die Gl. ord. 21 translative d. h. in übertragenem Sinne]

 

[Seite 15]

 

[ 6 n. amen feiner Strich, wohl statt Paragraphenzeichens        tale Idolatriam 13 in inuicem Vel extra        succubis Incubis 14 v. und n. relicto naturali usu Strich zur Abgrenzung 18 quam oportuit von L. eingeklammert (der Drucktext ist ohne Interpunktion: mercedem quam oportuit erroris)]

 

[1] vt infra [1, 25] quia Grec|us habet ‘qui’ commutauerunt non in substantia [2] Dei, sed in suo intellectu ueritatem dei veram notitiam de vera essentia [3] Dei in mendacium: similem eum estimando imaginibus rerum et coluerunt [4] venerati sunt et seruierunt Latriȩ cultu creaturae potius quam creatori: [5] cui soli debetur talis seruitus qui est benedictus essentialiter, ex quo [6] omnes benedicti in saecula / inȩternum amen.1  [1, 26] Propterea Idolatriam [7] tradidit non solum in supradictam ignominiam illos aliquos ex illis [8] deus in passiones affectus et concupiscentias ignominiae. coram Deo, [9] licet illi etiam sicut Zodoma peccatum hoc predicarent Nam foeminae [10] eorum ex illis. Vbi iterum ostendit non de singulis se loqui, Sed de toto [11] corpore immutauerunt naturalem vsum quo viris copulantur et coniunguntur [12] in eum usum qui est contra naturam. non exprimit speciem [13] huius vsus, an scil. inuicem Vel an Incubis demonibus Vel bestiis abusȩ sint [14] [1, 27] Similiter autem et masculi nimio ardore libidinis relicto naturali [15] usu2  foeminae: exarserunt in desyderiis suis dominantibus super rationis [16] Iudicium in inuicem: masculi in masculos et ita mutua ignominia seipsos [17] afficiunt turpitudinem operantes: et eo ipso ita mercedem [18] pȩnam  quam oportuit quia digna est et Iusta pro tanto peccato erroris [19] sui peccati idolatriȩ in semetipsis recipientes. ex traditione et ordinatione [ 1V. 27        qui Faber 4 venerati sunt Faber        cultum latriae soli deo debitum ... Lyra zu V. 23 (s. o. 8, 1) 8 passiones: prius in ardorem libidinis, que est passio nature Gl. interl.        affectus Faber 9 Secunda species peccati contra naturam est sodomia Lyra z. St. 10. 11 S. o. zu V. 23 13 Faber im Kommentar z. St.: Et quid est, quod daemon huius immundiciae, dico quae praeter naturam est, praecipuus et auctor et inventor se succubum viris et incubum foeminis interdum miscet? 14 libido s. Gl. ord. zu V. 26 18 pena in der Gl. ord.        Faber interpungiert (s. krit. Apparat): oportuit, erroris 21f. Das bekannte rabbinische: , vgl. W. A. 3, 378, 31f., wo auch die Stelle Mr 14, 61 zitiert ist]

 

[Seite 16]

 

[ 1 v. Et ein Paragraphenzeichen von L.s Hand        n. probauerunt fügt Luther Kommastrich zu        studuerunt vel in (so) diligenter 2 Der Doppelpunkt n. noticia von L. durchstrichen 6 hominibus Sed nec bestiȩ aut 9 n. contentione, malignitate, susurrones, ebenso 11 n. odibiles 14 obedientes, insipientes 16 affectione, foedere im Druck Punkt statt Kommastrich, den durchweg Bas. 1509 hat. n. incompositos Z. 15 auch Punkt, doch fehlt in Bas. Interpunktion; bei Faber Kommastrich. Der Punkt n. malignitate (9) leicht in Komma von L. geändert]

 

[1] Dei [1, 28] Et sicut non probauerunt  studuerunt Vel indiligenter tentauerunt1  [2] deum habere in noticia : vt non obscuraretur cor eorum amissa [3] cognitione Dei. Hoc, inquam, non curauerunt, ideo: tradidit illos digna [4] pena et Iudicio Iusto deus in reprobum sensum: improbam mentem, sc. [5] vt sapiant et afficiantur ad improba ut faciant ea quae non conueniunt: [6] que sunt indigna hominibus [1, 29] repletos omni iniquitate/ i. e. Iniustitia, [7] qua in seipsis sunt Iniusti coram Deo malicia/ alii ‘nequitia’ [8] Bl. 4. *fornicatione/2  auaritia/ nequitia/ alii ‘malignitate’ plenos inuidia/ [9] homicidio/ contentione/ discordiis et litibus dolo/ malignitate.  alii [10] ‘deprauata consuetudine’ [1, 30] susurrones/ murmuratores contra inuicem [11] detractores/ deo odibiles/ contumeliosos/ iniuriosos in verbis [12] superbos/ aliis se preferentes elatos/ arrogantes, quȩ non habent inuentores [13] vt noceant aliis nouis inuentis maliciis malorum/ sc. nouorum [14] parentibus non obedientes/ rebelles

[1, 31]

insipientes/ Deum et que [15] spiritus sunt, ignorantes incompositos/ sc. in moribus et disciplina sine [16] affectione/ i. e. dilectione ad alios absque foedere/ i. e. infidos siue qui [ 1 studuerunt, tentaverunt erläutert Faber, curaverunt Lyra 7ff. mit “alii” meint L. Faber, dessen Übersetzung lautet: repletos omni iniusticia, fornicatione, naequitia, avaricia, malignitate, plenos invidia, caede, contentione, dolo, depravata consuetudine 10 susurro: murmurator Vocab. brevil., susurrones: inter amicos discordiam seminantes Gl. interl. 11 iniuriosos Faber, vgl. Vocab. brevil.: incompositus: qui tumet verbis iniuriae 12 arrogantes Faber 14 rebelles Faber 16 sine dilectione Faber; Gl. interl.: dilectione proximi        infidos Faber        i. e. sine fidelitate amicitiae ad alios Lyra 18 1 Thess 5, 21 24 S. o. S. 14 Z. 13]

 

[Seite 17]

 

[ 3 non intellexerunt von L. als beanstandet in Klammern gesetzt 4 Iehenne so 5 Über consentiunt facientibus ist getilgt: Quo verbo percutit eos qui forte sibi innoxii viderentur quia non similia fecerunt 10 quia bis conuictus in anderem, kleinerem Duktus add.]

 

[1] fidem non seruant sine misericordia. neque indigentibus vllis compatientes [2] [1, 32] Qui cum iusticiam dei qua ipse Iustus est et Iudicat cognouissent/ [3] vt supra dictum1  non intellexerunt:2  quoniam qui talia agunt/ digni [4] sunt morte: non tantum corporis, sed et Iehenne non solum qui ea [5] faciunt/ sed etiam qui3  consentiunt facientibus.

 

 

 

 

 

[6] Casus Summarius. Redarguit apostolus vitia

[7] iudaeorum: dicens eos in culpa gentilibus similes: et quo ad aliquid

[8] peiores.

 

Capittulum II.

[9] [2, 1] PRopter quod cum digni sint morte, qui talia agunt, sequitur, [10] quod inexcusabilis es sicut tamen tu putas, | quia proprio Iudicio conuictus [11] | o homo omnis extra Christum et nondum spiritualis qui iudicas: [12] quantumlibet bona Vel meliora illis facias ac ideo Iudices4  in quo enim [ 1 Gl. interl.: non compatiuntur misero 2 iustum deum Gl. interl. 4 non solum temporali, sed etiam aeterna Lyra 9 Auch Lyra (vgl. Faber) wiederholt die Worte aus 1, 32 13 V. 20 15 In der Textkritik folgt L. Faber, der, worauf auch schon Valla gewiesen hatte, negationem “non intellexerunt” in vulgata aeditione adiectitiam bezeichnet und bemerkt: “qui” bis superfluum est 20 Prov 18, 17 im selben Wortlaut (in principio f. prior wie zu Ps 1, 5, W. A. 3, 29); s. den Spruch auch im Briefe Luthers an Spalatin, 1518, W. A. Br. 1, 145, 28. Den gleichen Wortlaut hat Hieronymus, z. B. Migne 23, 745. Vgl. überhaupt zum Obigen und zum Folgenden (auch über die Eigengerechtigkeit der Juden) Luthers Auslegung des 1. Ps, W. A. 3, 24ff.]

 

[Seite 18]

 

[ 8 quantumlibet bis dissimulent in kleinerem Duktus add.        quantumlibet in der Zeile, das andere ü. d. Z. 15 laborabant nach den Kollegnachschriften ergänzt: Cum ergo Iudei abundantius pre gentibus hoc morbo laborarent ... 19 iactat 26 generibus und generum cf genere und generis        Sed pro non pro]

 

[1] sc. in malo aliquo particulari alterum iudicas/ malum reputas teipsum [2] condemnas. licet non in eodem indiuiduo peccato communices, tamen1  [3] Eadem licet non omnia i. e. aliqua ex supradictis2  enim ratio est agis [ 3 Faber im Kommentar z. St.: ratio a simili 13 Zum Gebrauche des Wortes taxare s. Luthers Vorlesung über den Hebräerbrief, Gl. zu 5, 5 17ff. Haeretici, hypocritae, — zu Ps 118, 11 sagt Luther: Nostris temporibus est pugna cum hipocritis, W. A. 4, 312, 21 — Iuristae mit anderen gleichartigen Ausdrücken seit früher Zeit nebeneinander wechselnd gebraucht. S. o. S. 2, 14. 18 Zu 2, 3 bemerkt die Gl. ord. (vgl. die Gl. interl.): Communiter legitur hoc capitulum contra Iudaeos et gentiles, potest tamen et specialiter legi contra superstitiosum quemlibet ecclesiae praelatum]

 

[Seite 19]

 

[ 1 In quae das ae von L. durchgestrichen und mit qui überschrieben 10 Für qua kann que (q̄) gelesen werden        indulgere] d cf g 12 q. scil. non        contemnis/ Ignoras der Drucktext, wie andere, auch Bas. 1509: Ignoras ändert L. durch Abkürzungsstrich ü. a in Ignorans (so Fabers Texte) 13 est cf es 17 n. cor Trennungsstrich add. wie in den Texten Fabers 18 Vnde etc. anderer Duktus 26 Die Gl. z. T. noch zwischen den Zeilen]

 

[1] quae qui iudicas. Iudex enim prius debet esse innocens illius, propter [2] quod alium Iudicat [2, 2] Scimus enim, quoniam iudicium dei Sed non [3] tuum, licet cum eo concordet, scil. quod sint digni morte est secundum [4] veritatem ipse enim est veritas immutabilis in eos qui talia agunt. ipse [5] enim solus non agit, que Iudicat, i. e. est verus Iudex [2, 3] Existimas [6] autem hoc tam presumptuosum o homo Carnaliter et humane sapiens [7] qui iudicas eos qui talia mala predicta agunt et facis ea: i. e. similia [8] Bl. 4b. *quia tu effugies iudicium dei? q. d. non, quia super eadem opera mala [9] idem feretur Iudicium1  [2, 4] An diuitias abundantiam bonitatis benignitatis [10] eius qua tibi assidue benefacit et mala indulgere promptus est et [11] patientiae qua sustinet tam multa et magna mala tua et longanimitatis [12] qua expectat dilationem tuȩ emendationis contemnis/ quasi scil. non [13] egens Ignoras [ignora]n[s] quoniam non ad hoc super te diues est, vt [14] liberius et longius pecces, Sed vt citius peniteas benignitas dei ad penitentiam [15] non ad peccata augenda te adducit? Sicut tamen peruersi magis [16] abutimur ad contrarium [2, 5] Secundum autem i. e. per duriciam tuam [17] et impenitens cor2   thesaurizas cumulas tibi ipsi iram penas irȩ Dei in [ 1 qui Faber 6 Gl. interl.: carnalis 8 zu effugies Gl. ord.: tibi impunitatem promittis 9 abundantiam Lyra        benignitatis Faber 12 expectat s. die Gl. interl.        dilatio (pene) Lyra 17 accumulas tibi penam Lyra (vindictam Gl. ord.)        tibi ipsi Faber 19 V. 22 20 V. 11 25 Vgl. die andere Fassung des Sprichworts: percutitur catulus, ut sentiat leo, bei Margalits, Florilegium proverbiorum universae latinitatis s. v. catulus 26 Ziemlich frei nach Bernhard, de consideratione I, 2, Migne 182, 730f. Etwas anders im Scholienkommentar z. St., S. 192, 29        cor durum auch Lyra]

 

[Seite 20]

 

[ 1 reueleta 2 & in großer Schrift von L. vor die mit iusti beginnende Textzeile gesetzt 3 Das it von reddit von L. mit et in großem Duktus überschrieben 4 eius. iis der Druck wie Bas. und Faber        Das auf quidem folgende qui von L. getilgt]

 

[1] die1  irae nouissimo et reuelationis vbi omnia reuelabuntur et ita reuelata [2] inȩternum manebunt | et | iusti iudicii dei.2  quod inȩternum stabit [3] [2, 6] Qui reddit [redd]et tunc scil. unicuique bono et malo secundum [4] opera eius. [2, 7] iis i. e. bonis quidem qui secundum patientiam boni [ 1 revelabuntur secreta cordis vestri Lyra 2 et iusti iudicii Faber 3 reddet Faber, auch gleichzeitige Vulgataausgaben, Gl. ord. (und Lyra) 4 bonis praemia Lyra        qui streicht Faber 5 Auch im Kolleg gab Luther: Greci in diem et melius. Die Übersetzung in diem, die L. bekanntlich auch später festgehalten hat, geht nicht auf eine Variante des griechischen Textes zurück. Es findet sich auch keine Andeutung einer solchen Übersetzung oder Variante bei Valla oder Faber. Ebensowenig im Correctorium Biblie des Magdalius (Colon. 1508), bei Erasmus, in Thomas' von Aquino Kommentar zu den Paulusbriefen (z. B. Basil. 1495), bei Ambrosiaster, in Hieronymus' Übersetzung des Römerbriefkommentars von Origenes (z. B. Paris. 1512), in Augustins Propositiones ex epistola ad Rom. Auch sonst zitiert Aug. den Spruch durchweg in der Form: in die ire. Jedoch hat der Kommentar des Pelagius zu unserer Stelle die Erläuterung: in diem iudicii, s. den 9. Band der Opera Hieronymi z. St. Dieser erschien aber in Basel erst Ende Juni 1516. Aus dieser Ausgabe kann also L. seine Lesart noch nicht bezogen haben. (In der Ausgabe von Hieronymus' Commentaria in Biblia, Venet. 1497/98 fehlt der Römerbrief.) Es scheint, daß L. bei diesem in die an das gleiche in V. 16 gedacht hat und die dort schon aufgenommene Übersetzung Fabers, der den Accusativ bietet, hier nachtragen wollte. Im Scholienkommentar hat L. in die, ohne die andere Lesart zu erwähnen. Übrigens übersetzt auch Beza in diem. In der Form in diem ire bietet den Vers auch Luthers Predigt W. A. 1, 42, 5, die auch aus diesem Grund schwerlich in das Jahr 1514 gesetzt werden kann. Vgl. dazu Denifle2 I, 443, Anm. 1 6 Eccles 1, 15 10 Prov 26, 12 12 Der Elucidarius (des Torrentinus) zitiert Ovid. Metam. VI und Juvenal]

 

[Seite 21]

 

[ 1 Vor gloriam und 2 hinter incorruptionem je ein Strich von L.s Hand, um den Umfang des Hyperbaton (s. u. Z. 19) anzudeuten 6 persuaderi] i cf e 7 Vt Iudei übergeschrieben 8 vt gentes nachträglich add. 14 vt supra in anderm Duktus add. 17 Am Rande ist getilgt und durch die Gl. 1 S. 22 ersetzt: Occurrit excusantibus se | Iudȩis et | gentibus. Quod non sint eis reddenda mala Sed solis Iudȩis quia non cognouerint legem sicut Iudei. Alioquin deus Velut acceptor personarum Iudeis debitam pȩnam: eis parcens: gentibus inique videretur inferre. Ignorantia enim legis excusat: Scientia vero accusat]

 

[1] operis i. e. per patientiam in bonis operibus  gloriam1  i. e. claritatem et [2] laudem et honorem et incorruptionem  in corpore et anima quaerentibus [3] fideliter operando et sancte viuendo uitam aeternam. non vanitatem [4] huius mundi [2, 8] Iis autem malis et impiis qui sunt ex contentione: [5] qui ignorant patientiam, Sed inuicem assidue contendunt et qui non [6] acquiescunt credunt seu nolunt persuaderi ad credendum veritati/ [7] euangelice credunt autem quia sibiipsis sapientes et iusti videntur | Vt [8] Iudei | Vel saltem, non esse Euangelium verum | vt Gentes | iniquitati: [9] Iniustitiȩ et contrario veritati fidei ira et indignatio: i. e. effectus ire et [10] indignationis, que non in Deo, Sed in creatura puniente est [2, 9] tribulatio [11] et angustia: qua stringitur, vt non possit euadere2  in omnem animam [12] hominis operantis malum: operatur autem malum, quicunque est extra [13] fidem, vt infra patet, quantumlibet magna operetur iudaei primum quia [14] illis primo omnia predicta et graeci. i. e. gentilis [2, 10] Gloria Claritas | vt [15] supra | autem et honor Reuerentia et pax interior et exterior omni operanti [16] bonum: non autem operatur bonum ni in fide iudaeo primum et graeco. [17] Iudeo, inquam, et Grȩco, Quia: [2, 11] Non enim est acceptio personarum [18] apud deum. sc. Iudȩos aut Gentes minus vel magis puniendo aut premiando1  [ 1 Lyra: gloria dicitur a claritate; s. Scholienkommentar S. 195, 23 5 vel qui contendunt deo Gl. interl. 6 non acquiescunt et credunt: idem vocabulum est hic positum Faber (in seiner Übersetzung: increduli — creduli) 13 Vgl. Rm 14, 23 14 gentilis Gl. interl., Faber 15 S. o. V. 7 17 Später verwendet L. die Übersetzung Fabers (und Erasmus') personarum respectus, z. B. W. A. 5, 430, 15 19 Hinweis und Angabe des Umfangs der Wortversetzung nach Fabers Übersetzung und kritischen Bemerkungen z. St. 20 s. Luthers Scholienkommentar S. 196 zu Z. 25; auch Ps 4, 2 und 17, 20, dazu W. A. 3, 41ff. 116, 24 cor dilatatum auch sonst verschiedentlich in der Bibel]

 

[Seite 22]

 

[ 1 s. scripta in kleinerm Grade add. 5 Sicut cf Et tol[lit] 6 quales bis 7 faciunt in kleinerer Schrift add. 11 Vellent forte in anderm Duktus ü. Possent add. dicere Sicut Matt. 7. 18 ab extra cognita add. ü. d. Z. 20 quia ü. d. Z. eingeschaltet        nec cf non 24 deum: Non autem Iust]

 

[1]

[2, 12]

Quicumque enim Vt gentiles sine lege | sc. scripta | sc. [2] existentes vel viuentes2  peccauerunt: sine lege sc. tali, licet bene alia [3] vt interiore peribunt. damnabuntur Et quicumque Vt Iudȩi in lege [4] viuentes peccauerunt: per legem quam cognouerunt et acceperunt [5] Bl. 5. iudicabuntur. damnabuntur [2, 13] *Non enim auditores legis3  Sicut qui [6] dicunt: ‘Domine, in nomine tuo prophetauimus’, | quales sunt etiam, [7] qui opera legis faciunt, sed sine voluntate, ideo non faciunt | iusti sunt [8] apud deum: i. e. iusti reputantur a Deo4  sed factores quales sunt soli, qui [ 1 Zu sine lege Gl. interl.: scripta i. e. gentiles, Gl. ord. und Lyra: legem scriptam non habentes, Faber: de lege scripta haec intellige 3 damnabuntur Gl. interl. 5 Zur Korr. (krit. Apparat) s. Lc 8, 12        Mt 7, 22 (die Stelle am Rande gleichzeitiger Bibelausgaben zitiert) 8 (26. 27) factores Gl. interl.: i. e. gratia iustificat eos ut adimpleant legem        Gl. ord.: i. e. qui credunt in Christum 15 l. c. 20 Rm 4, 15        1 Cor 15, 56 23 Lc 8, 5ff. Mt 13, 4ff. 26 cf. Rm 4, 5 29 cf. Rm 3, 21ff.]

 

[Seite 23]

 

[ 2 coram deum 3 tantum bis Iudȩi auf Rasur 9 Über testimonium bis ip̄orum (11) eine Rasur 12 n. se Strich        mutuo bis se zwischen Doppelpunkt 13 Die Endung von cogitationum mit nibus überschrieben, ebenso 14 accusantium und 15 defendentium mit tibus 15 que] q cf b 16 Die Gl. weist ein Strich auf naturaliter 17 probans bis benefecerint in anderm Duktus add. 19 Diese Gl., durch Striche abgeschlossen, längsseitig an den Rand geschrieben 20 mordet reprehendit Vel excusat so]

 

[1] gratiam habent, voluntatis male victricem legis iustificabuntur. iusti [2] reputabuntur coram Deo

[2, 14]

Cum enim gentes quas supra ‘sine lege’ [3] dixit quae legem sc. scriptam non habent/ naturaliter ex natura tantum, [4] non ex traditione sicut Iudȩi1  ea opera quae legis datȩ Vel scriptȩ sunt [5] faciunt: eiusmodi legem non habentes/ ipsi ipsȩ sibi sunt lex: i. e. seipsos [6] possunt erudire sine tali lege eos erudiente [2, 15] qui ostendunt per effectum [7] aliis ad extra probant et sibi ad intra opus legis i. e. legem faciendi talis [8] operis scriptum sc. digito Dei in cordibus suis/ Naturaliter enim impressa [9] est menti lex nature et indelebiliter testimonium de bonis bonum et de [10] malis malum. Per quid? Sc. ‘ostendunt’ per conscientiam reddente2  coram [11] seipsis nunc et in Iudicio extremo coram Deo illis conscientia ipsorum3  et [12] inter se  mutuo contra se inuicem expositio dicti, scil. que sit conscientia [13] testimonium reddens cogitationum [cogitatio]nibus i. e. quibus de se [14] ipsis definiunt coram se, quales sunt accusantium: [accusan]tibus in [15] iis, que malefecerunt aut etiam in iis, que bona fecerunt defendentium/ [ 1 iustificabuntur Gl. interl.: iusti habebuntur        Gl. ord.: i. e. iusti deputabuntur vel iusti fient a deo ut sint factores. Zum folgenden s. Holl, Die Rechtfertigungslehre in Luthers Vorlesung über den Römerbrief mit besonderer Rücksicht auf die Frage der Heilsgewißheit (Gesammelte Aufsätze zur Kirchengeschichte I, 1921) 91ff. 2 V. 12 3 scriptam Gl. interl. 5 ipsae Faber 8 digito dei Deut 9, 10 9 ipsi sibi testes erunt boni vel mali Gl. interl. 13ff. Die Änderung der Genitive cogitationum, accusantium, defendentium nach Faber, übrigens schon von der Gl. interl. (pro ablativis more Graecorum) zur Wahl gestellt 16 V. 12]

 

[Seite 24]

 

[ 2 eadem Id[em] 2 –4 occulta bis meum von L. in Klammern eingeschlossen n. hominum Trennungsstrich add. wie in Fabers Übersetzung 1515 6 Si autem durch Strich verbunden, um beider Worte Ersetzung durch Vide auszudrücken]

 

[1] [defenden]tibus [2, 16] in die ad diem, i. e. hȩc omnia parantur et fiunt [2] nunc, Vt tunc secundum eadem Iudicentur1  cum iudicabit deus  occulta [3] hominum  peccata hominibus ignota i. e. intimas etiam cogitationes [4] secundum euangelium meum  i. e. a me predicatum per Ihesum Christum. [5] ipse enim erit Iudex propter formam hominum, vt ab omnibus videatur [6]

[2, 17]

Si2  autem Vide tu iudaeus cognominaris: licet in veritate non sis, [7] Sed nomen tantum habes et requiescis in lege: i. e. confidens | es | et [8] securus tibi videris, quod legem habes scriptam et gloriaris in deo: i. e. [ 1 diem Faber 4 Lyra: Licet enim evangelium sit solius Christi tanquam actoris, tamen dicitur evangelium apostoli tanquam predicatoris 5 iudex vgl. Lyra. Vgl. Phil 2, 7: formam servi accipiens, in similitudinem hominum factus 6 Vide tu: Faber, der im Griechischen δε liest und Si tilgt 8 Securus, securitas (s. securari S. 23, 23), im folgenden häufig, besonders Scholien 280f. 501ff., wird überwiegend (anders z. B. Scholien 163, 23 und W. A. 3, 231, 30: nihil fortius et audatius quam secura conscientia) im Sinne von Selbstsicherheit, falscher Sicherheit von L. gebraucht. Die Warnung davor ist für ihn (nach dem Vorgange z. B. des hl. Bernhard) stärkstes Anliegen, z. B. in der Psalmenvorlesung W. A. 3, 428. 430f. 432f. 436 (qui securus, minime securus est). 444. 447 (vitium securitatis) und in den frühen Predigten W. A. 1, 24, 36. 31, 12. 37, 29. 41, 2 u. ö. S. Kurz, Die Heilsgewißheit bei Luther, 1933, 124f. u. ö. S. u. zu L.s Glosse zu 8, 38, zu confidens vgl. Rm 14, 14. Zum Gebrauche von securus seien aus der gottesdienstlichen Sprache angeführt (Augustinereremitenmissale): presta ut unigenitum tuum, quem redemptorem leti suscipimus, venientem quoque iudicem securi videamus (Orat. Vig. natalis) und in der Oratio super populum Dom. III. in quadrag.: Concede ... ut ... liberati a malis omnibus secura tibi mente serviamus 9 Cicero, Cato maior 3, 9, öfter bei Luther]

 

[Seite 25]

 

[ 3 n. utiliora Doppelpunkt L.s 6 ü. lumen gestr. spe[culabilia] 17 Vel bis opere in kleinster Schrift add. ü. d. Z.]

 

[1] quod Deum habes et es populus Dei et notitiam eius habes [2, 18] et [2] nosti Sed non facis uoluntatem eius: in lege notificatam et probas approbas [3] utiliora  i. e. que sunt bona et salutaria instructus videlicet per legem/ [4] datam [2, 19] confidis ex presumptione tua et arrogantia1  teipsum esse [5] ducem i. e. precessorem exemplo vitȩ et morum caecorum: cum ipse sis [6] cecus egens duce lumen quoad cognoscibilia et mysteria speculabilia [7] eorum qui in tenebris sunt: cum et tu in tenebris sis et confidis [8] [2, 20] eruditorem cum et tu sis insipiens insipientium: Deum et que Dei [9] sunt, ignorantium magistrum infantium/ non tantum maiorum, Sed et [10] paruulorum, i. e. omnium te putas doctorem confidis te habentem [11] formam modum et regulam, quomodo agnoscatur et vere intelligatur, [12] cum ipsam nequaquam habeas scientiae et veritatis vere intelligentie in [13] lege. Quod probat sic: [2, 21] Qui ergo alium doces sicut confidis tu, licet [14] vere non doceas, quia literam doces sine spiritu teipsum quia et tu ȩque [15] indiges sicut illi, quos doces non doces. sc. spiritum legis Qui praedicas [16] ex lege adducens preceptum non furandum/ sc. quoad opus externum [17] furaris.2  tuipse sc. voluntate | Vel etiam occulto opere |. Quia si liceret, [ 1 Lyra: i. e. in noticia unius dei, vgl. Gl. interl. 4 presumendo Lyra 8 Lyra: Eruditorem insipientium, quantum ad maiores, Magistrum infantium, quantum ad minores 12 scientiae: in speculativis (s. Z. 6) Lyra 19 V. 21 21 Mit den hier und im folgenden ausgesprochenen furchtbar scharfen Urteilen vergleiche man etwa Pürstingers Onus ecclesiae c. 24. 25 und die dort vereinigten Stimmen der apokalyptischen Propheten, zu den Worten oben bes. c. 25, 13 25 privative, das gleichbedeutend mit negative und remotive ist (s. Schütz, Thomaslexikon) im Sinne von vorenthaltend, fehlen lassend 26 Vgl. Jes 1, 23 und Onus ecclesiae l. c., besonders die Worte der h. Brigitte (Revelationes VI, 25). 27 August. de civ. Dei IV, 4 (Migne 41, 115), zitiert auch von der h. Brigitte (a. a. O.), s. Onus eccles. c. 24, 5]

 

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[ 7 voluntate] e cf is 9 prop Impietas 10 per von L. als beanstandet unterstrichen        propter a. R. in größerm Duktus 11 Iudicant am l. R. der Gl. 15 Von Vt bis 16 deo nach P, in O der obere Teil der Buchstaben durch Beschneiden des Randes beschädigt 15 spi]

 

[1] faceres. Sed hec voluntas coram Deo pro opere computatur [2, 22] Qui [2] Bl. 5b. *dicis ex lege non moechandum/ secundum opus externum solum moecharis. [3] sc. per concupiscentiam interiorem coram Deo Qui abominaris idola/ [4] doces ex lege, quod sint abominanda coram facie hominum sacrilegium [5] facis. verum templum Dei, quod est cor, concupiscentiis polluendo et [6] violando

[2, 23]

Qui in lege gloriaris/ quod illam receperis et in opere [7] seruaueris per praeuaricationem legis sc. quia voluntate non imples, quod [8] maxime oportuit deum inhonoras.1  quia honor Dei est sanctitudo populi [9] eius, et contra despectus eius est Impietas populi eius [2, 24] Nomen enim [10] dei quod inuocatum est super vos, quia populus Dei vocamini per propter [ 10 propter Faber 15 August. de spir. et lit. 8, Migne 44, 208 17 Ps 147, 9 (20) 20 Luther verweist mit “Collecta”, wie auch sonst (in der Psalmenvorlesung und den Adnotationen zu Fabers Quincuplex Psalterium W. A. 3, 250, 34; 4, 123, 18; 506, 29; 510, 6; 512, 15f.; 515, 16; 518, 32; unten S. 85, 16) auf die Scholien, in denen er, s. zu S. 200, Z. 21ff. — wie dann auch in der Vorlesung selbst — das Augustinzitat ausführlicher gibt. Zu collecta, colligere s. Luther, W. A. 9, 14; W. A. Briefe 1, 56, 9 und den Schluß von De servo arbitrio W. A. 18, 787 (non contuli). Außerdem die Subskription unter der Nachschrift der Galaterbriefvorlesung ed. v. Schubert 1918, 69 und Tischreden W. A. 4, 5187 21 V. 28 24 Mt 5, 28 26 V. 1]

 

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[ 3 n. est Kommastrich im Druck (Bas. und Fabers Vulgata Doppelpunkt; Fabers Übersetzung setzt Punkt und Paragraphenzeichen) 6/7 sis. circumcisio Druck, Bas. 1509 hat Kommastrich, Fabers Vulgata Doppelpunkt 13 sui: sicut 14 v. id add. L. Klammer 26 Quod bis patet auf Rasur. Die gesamte Gl. in anderm Duktus nachträglich add. 27 p̄puputium]

 

[1] vos blasphematur Sicut gloria principis est potentia populi sui, et ignominia [2] eius egestas et ruditas populi sui1  inter gentes. qui dicunt: Qualis [3] est deus iste, qui tam fedum habet populum? Sicut scriptum est/ [4] Esaie 52.

[2, 25]

Circumcisio quidem sc. exterior, ne putes, quod eam [5] reprobem prodest ad salutem si legem obserues. spiritualiter implendo2  [6] Si autem praeuaricator legis sis/ etiam voluntate, quantumuis opere [7] serues, qualis necessario est, qui in Christo non est circumcisio tua in opere [8] exteriori coram hominibus, sine interiori coram Deo praeputium facta [9] est. sc. coram Deo, quia cor manet incircuncisum3  [2, 26] Si igitur praeputium [10] i. e. gentilis incircuncisus carne, credens tamen in Christum4  [11] iustitias legis spiritualiter custodiat: nonne praeputium illius i. e. quod [12] incircuncisus est, non oberit ei, Sed in circumcisionem reputabitur? a [13] Deo propter circuncisionem cordis sui, sicut tua circuncisio ediuerso [14] preputium facta est [2, 27] Et iudicabit condemnabit te comparatus tibi  id [ 4 Jes 52, 5 5 spiritualiter custodias ... imples Gl. interl. 10 i. e. gentilis incircuncisus Lyra        secundum carnem incircumcisus Faber 11 iusticiam (so) vel fidem Christi Gl. interl. 14 condemnabilem te ostendet Gl. interl. 14/S. 28, 1 Die Einklammerung auf Grund der Übersetzung und Note Fabers, der iudicabit v. te setzt 19 V. 28 21 V. 21ff. 23 Jer 9, 26 (25) von Paul von Burgos in der Additio II zu c. 2 zitiert 24 Jer 4, 4 27 V. 27 cf. V. 28f.]

 

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[ 1 n. p̄putium add. L. Klammer (n. praeputium fehlt im Druck wie in Bas. Interpunktion, Faber hat Kommastrich) 2 consumans hat der Druck wie Faber (in seiner Ausgabe von 1512) 6 Im Drucktexte fehlt Interpunktion nach manifesto wie Bas. 1509; L. add. wie Faber Doppelpunkt, ebenso 8 nach carne und 9 nach abscondito 11 n. spiritu add. L. Doppelpunkt (Faber Strich) 16 & bis supradictorum in anderm Duktus add ü. d. Z. 20 literaliter cf literam 23 b Aug        b cf C[ircuncisionem]]

 

[1] quod ex natura est praeputium  i. e. populus gentilis i. e. sine lege [2] prohibente prepucium habens legem consumans implens ex corde et [3] spiritu te: Iudȩum qui per literam exteriorem Iustitiam et circumcisionem [4] carnis tantum1  praeuaricator legis es. quia voluntatem malam non [5] circuncidis [2, 28] Non enim Quod autem talis sis, patet ex eo, quia2  qui [6] in manifesto  in exteriori homine et secundum carnem iudaeus est. sc. ex [7] semine Abrahe neque quae in manifesto exterius coram hominibus in [8] carne  ex imitatione Abrahe est circumcisio:3  [2, 29] sed ille est Iudeus [9] qui in abscondito  in interiori homine secundum fidem Christi iudaeus [10] est: ex fide scil. Abrahe et illa est circuncisio, quȩ est circumcisio cordis ab [11] omnibus illicitis concupiscentiis4  in spiritu  i. e. spirituali homine Vel [12] Iustitia non litera: i. e. carnali homine vel Iustitia cuius laus non ex [13] hominibus/ sicut est circuncisio et Iustitia carnis, Sed potius vituperium [ 1 i. e. gentilis incircuncisus Lyra 2 implens Lyra 6. 11 Die von L. im Texte angebrachten Doppelpunkte (= Kommata, s. o. im textkritischen Apparat) sämtlich nach Faber 23 August. de spir. et lit. 8, Migne 44, 208 (in der Gl. ord. zitiert) 27 Ps 33, 3]

 

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[ 13 doce occidunt 15 n. dealbatis Interpunktion, die einem Fragezeichen ähnlich ist 17 p̄l̄ pilati 23 voluntas 25 I. e. bis 28 absurdum in anderm Duktus mit abgrenzenden Strichen add., der Schluß dieser Gl., von incredulitatem ab, steht unter der mit Strichen eingeschlossenen Gl. 1 S. 30.]

 

[1] et persecutio sed ex deo est. Deus enim approbat hanc et laudat, i. e. [2] laudabilem facit et reputat.1

 

 

 

 

 

[3] Casus Summarius. Ostendit in quo iudaei erant

[4] gentibus meliores: probans tam gentiles quam iudaeos

[5] indigere gratia Christi.

 

Cap. III.

[6] Bl. 6. [3, 1] *Quid ergo amplius i. e. quid habet plus quam gentilis? iudaeo [7] est: qui in manifesto est aut quae vtilitas vltra vel supra preputium [8] circumcisionis? manifestȩ scil. in carne nunquid ergo reproba et [9] inutilis fuit?2 • 3  [3, 2] multum sc. amplius est ei et magna vtilitas per [ 4 melius quam gentili Lyra 12 V. 25 15 cf. Mt 23, 27f. 17 cf. Joh 18, 28 19 Act 4, 10. 7, 52 20 Act 5, 28 22 Joseph. Antiquit. XII, 9, 1. Polyb. Histor. XXXI, 11. Nach Polybius bestand die Meinung, daß Antiochus Epiphanes für seinen Versuch, das Heiligtum der Elymaischen Artemis zu plündern, mit tödlichem Wahnsinn gestraft worden sei. Josephus meint dagegen, es sei dies viel wahrscheinlicher eine Strafe für den wirklich begangenen Jerusalemer Tempelraub, als für jenen anderen, nur beabsichtigten.]

 

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[ 2. 3 Die Glossen ü. Primum quidem: quia auf Rasur 4 illis von L. gestrichen apud bis 5 credulitatem auf Rasur 6/7 Die Gl. sc. hoc bis nihil auf Rasur. Vor Quid Paragraphenzeichen von L.s Hand 8 de bis pars nachträglich, von Strichbogen umzogen, eingefügt        Fragezeichen von L. verstärkt 10 Ein feiner Strich durch s in incredulitas, wohl Merkzeichen für den Stundenschluß 11 euacuabit] b ändert L. für u 12 implesse cf implere 16 Respondet Quod]

 

[1] omnem modum. vt infra 9. i. e. omnimodo, et est affirmantis ac [2] Velut Iurantis Primum quidem: precipuum pre aliis Vel presertim [3] q. d. Vel hoc vnicum et maximum inter alia infra 9. c. posita quia credita [4] sunt illis sc. Iudȩo et circuncisioni apud Iudȩos et in circuncisione, [5] qui acceperunt per credulitatem suam, reperti sunt, non autem apud [6] Gentes1  eloquia dei. in quibus promissa Dei sunt [3, 3] Quid enim sc. hoc [7] impedit, ne amplius Iudȩus habeat quam gentilis? q. d. nihil2  si quidam [8] | de circuncisione, et quidem maior pars | illorum non crediderunt? i. e. [9] non receperunt fidem Christi et impletionem promissorum Nunquid ita [10] enim sequi videtur incredulitas illorum qua impletionem promissionis [11] recipere noluerunt fidem fidelitatem in promissis exhibendis3  dei euacuauit? [12] [euacua]b[it], sc. vt propter eorum incredulitatem non implesse [ 1 cf. Rm 9, 4f. omni modo Faber 2 Faber im Kommentar: Hic praecipue aut praesertim dici malim 3 Rm 9, 4f. 4 credita sunt eloquia Faber im Text der 2. Auflage mit der Begründung der Weglassung von illis im Komm. 8ff. eorum incredulitas non abstulit fidelitatem dei de implendo quod promiserat Lyra 11 fidelitatem Lyra        Die Korrektur euacuabit aus dem Perfektum, das gleichzeitige Vulgataausgaben haben, auch Basil. 1509, nach Fabers Auslegung der Stelle (in seiner Übersetzung gibt F. tollet) 13 Ps 147, 8f. (19f.) Dazu Luther W. A. 4, 457]

 

[Seite 31]

 

[ 1 Am l. R. ist folgende Gl. getilgt und durch die am r. R. des Blattes stehende Gl. 3 S. 30 ersetzt: quia non ideo implet, quod illi crediderunt Vel non crediderunt. Sed quia verax ipse est. Nec promisit quia illi essent credituri et digni. Sed quia misericors ipse est. Ergo quod promisit fuit misericordie Quod promissum impleuit fuit veritatis dei et neutrum dignitatis vel meriti aut demeriti hominum Qui ergo promisit non propter eorum s meritum nec etiam denegauit promissum propter eorum demeritum        nullo modo auf Rasur        Vor Est, das gestrichen ist, ein Paragraphenzeichen von Luthers Hand 3 est extra        Über mendax Sicut und 4 iustificeris Rasuren von 2 resp. 1 Zeile 5 i. e. eloquiis bis 6 habere auf Rasur 7 atque omnes qui credunt in ipsos eis 9 Vor Si Paragraphenzeichen von L.s Hand 10 Nunquid] N cf Q 16 Israelita qui 19 fluui]

 

[1] dicendus sit