Capitel: V 1 2 3


Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Der Prophet Joel

Capitel 1

DJS i\t das wort des HERRN / das ge\chehen i\t zu Joel dem \on Pethuel.
2 Höret dis jr Elte\ten / vnd merckt auff alle einwoner im Lande / Ob ein \olchs ge\chehen \ey bey ewr zeiten / oder bey ewr Veter zeiten?
3 Sagt ewern Kindern dauon / vnd la\\ts ewr Kinder jren Kindern \agen / vnd die \elbigen kinder jren andern Nachkomen.
4 Nemlich / was die Raupen la\\en / das fre\\en die Hew\chrecken / Vnd was die Hew\chrecken la\\en / das fre\\en die Kefer / Vnd was die Kefer la\\en / das fri\\et das Ge\chmeis.
5 WAchet auff jr Truncken vnd weinet / vnd heulet alle Wein\euffer vmb den Mo\t / Denn er i\t euch fur ewrm maul weggenomen.
6 Denn es zeucht herauff in mein Land ein mechtig Volck / vnd des on zal / Das hat Zeene / wie Lewen / vnd Backenzeene / wie Lewinne.
7 Das\elbige verwü\tet meinen Weinberg / vnd \treiffet meinen Feigenbawm / \chelet jn vnd verwirfft jn / das \eine Zweige weis da \tehen.
8 Heule / wie eine Jungfraw / die einen Sack anleget vmb jren Breutigam.
9 Denn das Speisopffer vnd Tranckopffer i\t vom Hau\e des HERRN weg / vnd die Prie\ter / des HERRN diener / trauren.
10 Das Feld i\t verwü\tet / vnd der Acker \tehet jemerlich / Das Getreide i\t verdorben / der Wein \tehet jemerlich / vnd das Ole kleglich.
11 Die Ackerleute \ehen jemerlich / vnd die Weingartner heulen / vmb den Weitzen vnd vmb die Ger\ten / das aus der Erndte auff dem felde nichts werden kan.
12 So \tehet der Wein\tock auch jemerlich / vnd der Feigenbaum kleglich / dazu die Granatbeume / Palmbeume / Epffelbeume vnd alle Beume auff dem felde \ind verdorret / Denn die freude der Men\chen i\t zum jamer worden.
13 BEgürtet euch vnd klaget jr Prie\ter / heulet jr Diener des Altars / Gehet hinein vnd ligt in \ecken / jr Diener meines Gottes / Denn es i\t beide Speisopffer vnd Tranckopffer vom Hau\e ewrs Gottes weg.
14 Heiliget eine Fa\ten / rufft der Gemeine zu\amen / ver\amlet die Elte\ten / vnd alle einwoner des Landes zum Hau\e des HERRN ewrs Gottes / vnd \chreiet zum HERRN /
15 O weh des tages / Denn der tag des HERRN i\t nahe / vnd kompt wie ein verderben vom Allmechtigen.
16 Da wird die Spei\e fur vn\ern augen weggenomen werden / vnd vom Hau\e vn\ers Gottes freude vnd wonne.
17 Der Same i\t vnter der erden verfaulet / Die Kornheu\er \tehen wü\te / die Scheuren zerfallen / Denn das Getreide i\t verdorben.
18 O wie \eufftzet das Vihe / die Rinder \ehen kleglich / Denn \ie haben keine weide / vnd die Schafe ver\chmachten. Joel. 2.
19 HERR / dich ruffe ich an / Denn das fewr hat die Awen in der wü\ten verbrand / vnd die flamme hat alle Beume auff dem acker angezündet.
20 Es \chreien auch die wilden Thiere zu dir / Denn die wa\\erbeche \ind ausgetrockent / vnd das fewr hat die Awen in der wü\ten verbrand.


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